In der Natur profitieren Pflanzen und Tiere voneinander. Industrielle Symbiose überträgt dieses Prinzip auf die Wirtschaft: Betriebe, die nebeneinander produzieren, teilen Strom, Wärme, Rohstoffe oder Anlagen. Denn was in einem Unternehmen als Abfall gilt, kann im nächsten zur gefragten Ressource werden. Das spart Energie und Kosten und senkt Emissionen.
Technisch ist das auch längst möglich, trotzdem passiert dieses symbiotische Teilen sehr selten. Warum? Das liegt vor allem am Menschen: Die meisten Betriebe wissen kaum, was ihr Nachbar produziert. Wer kooperiert, muss Daten offenlegen, sich auf einen Partner verlassen und Risiken eingehen. Das heißt, hier wird dieses Teilen plötzlich auch zu einer Vertrauensfrage. Viele bestehende Kooperationen in Österreich sind entstanden, weil sich die Beteiligten persönlich kannten. Die Frage ist jetzt natürlich: Was braucht es, damit dieses Prinzip zur Norm wird?
Gast: Simon Moser, Volkswirt und Key Researcher am Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
Host: Andreas Fischer / Folgewirkung Podcast
Weiterführende Links:
• Simon Moser am Energieinstitut an der JKU Linz: https://energieinstitut-linz.at/en/team/simon-moser/
• Forschungsprojekt Heat Highway (überregionale Wärmenetze für industrielle Abwärme): https://energieinstitut-linz.at/en/project/interregional-heat-transmission-networks-to-enable-industrial-waste-heat/
• Nachfolgeprojekt Future Heat Highway: https://energieinstitut-linz.at/en/future-heat-highway-project-launching-the-next-phase-of-a-sustainable-heating-system/
• Studie „Using Industrial Waste Heat in District Heating: Insights on Effective Project Initiation and Business Models“ (Energieinstitut an der JKU Linz, 2023): https://zenodo.org/records/14056219
Alle weiteren Informationen zum Podcast findet ihr hier: www.folgewirkung.at