SPIRIT Sustainable Power Integration and Recovery of Industrial Thermal Waste

Icon: Fabriksgebäude mit Schornstein aus dem ein grünes Blatt ragt
Förderprogramm
CETP
Abwicklungsstelle
FFG
Förderwerber
Technische Universität Wien
Jahresprogramm
2024
Projektlaufzeit
01.10.2025 bis 30.09.2028
Fördersumme
578.857 EUR
Projektvolumen
681.009 EUR
Kurzbeschreibung

Das Projekt SPIRIT entwickelt eine innovative Lösung zur Nutzung industrieller Verlustwärme, um bislang ungenutzte Energie in elektrischen Strom umzuwandeln und damit die Energieeffizienz in der Industrie zu steigern. Dafür wird mit Flex-TEG ein neuartiger thermoelektrischer Generator entwickelt, der insbesondere Abwärme mit Niedertemperatur unter 200 °C nutzen kann – ein Bereich, der von konventionellen Wärmerückgewinnungssystemen bisher kaum erschlossen wird. Flex-TEG ist leicht, modular und flexibel und kann direkt an industrielle Komponenten wie Rohre, Kessel oder Abgasanlagen angebracht werden. Durch neu entwickelte tellurfreie Materialien werden die Materialkosten um bis zu 95 % reduziert, wodurch die Technologie deutlich kostengünstiger und skalierbarer für industrielle Anwendungen wird.

Das Projekt umfasst Laborentwicklungen sowie Demonstrationstests in einem Biomassekraftwerk des Industriepartners ACCIONA. Ziel ist es, die Technologie unter realen Betriebsbedingungen zu validieren und ihre Zuverlässigkeit sowie industrielle Einsetzbarkeit nachzuweisen. SPIRIT könnte die Energierückgewinnung um rund 3 % erhöhen und pro Kraftwerk jährlich 400–4700 MWh Strom erzeugen, was zu einer CO₂-Reduktion von etwa 600 Tonnen pro Jahr beitragen kann. Damit unterstützt das Projekt die EU-Klimaziele bis 2050, reduziert Energieimporte und stärkt Europas Energiesicherheit.

Das europäische Konsortium aus TEGnology ApS (Projektleitung), ACCIONA, TU Wien und DTU verbindet industrielle Anwendung mit wissenschaftlicher Forschung. Durch Open-Science-Ansätze, Wissenstransfer und Beiträge zu Industriestandards soll die breite Nutzung der Technologie gefördert werden. Ziel ist es, eine skalierbare und wirtschaftliche Lösung zur Nutzung industrieller Abwärme zu etablieren und damit einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie zu leisten.