Kern des Vorhabens ist die Umsetzung einer Pilotbohrung (Neudau GT1), gefolgt von einer zweiten Bohrung (GT2) bei erfolgreichem Verlauf. Die Planung basiert auf einem 3D-Untergrundmodell, das aus seismischen Daten und bestehenden Bohrinformationen entwickelt wurde. Ziel ist es, ein leistungsfähiges Reservoir mit ausreichender Temperatur und Förderrate zu erschließen.
Es werden Fördertemperaturen von über 114 °C sowie eine Fördermenge von bis zu 80 l/s angestrebt. Umfangreiche Testprogramme begleiten die Bohrungen, um die hydraulischen Eigenschaften und das langfristige Potenzial des Reservoirs zu bewerten und eine Überregionale Bewirtschaftung zu ermöglichen.
Im Erfolgsfall soll die Geothermieanlage sowohl ein großflächiges Gewächshaus für Gemüseproduktion als auch die Gemeinden Neudau, Burgau und Stegersbach ganzjährig mit erneuerbarer Wärme versorgen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und Dekarbonisierung.