Das Projekt untersucht den Einsatz von Hochtemperatur-Wärmepumpensystemen zur Nutzung von Abwärme in der Papierproduktion, um die CO₂-Emissionen der Heinzel Gruppe deutlich zu reduzieren. Im Einklang mit den Unternehmenszielen (−42 % bis 2030, −90 % bis 2050) steht die Entwicklung einer effizienten und flexiblen Lösung für die Dampferzeugung unter anspruchsvollen Bedingungen im Fokus.
Gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) werden zentrale Grundlagen für die Integration eines solchen Systems geschaffen. Dazu gehören der Aufbau einer Datenbasis zur Analyse von Wärmerückgewinnung und Trocknungsprozessen, die Konzeption eines geeigneten Wärmepumpensystems sowie die Entwicklung eines digitalen Modells, mit dem Dampfbedarf und Systemflexibilität in Abhängigkeit unterschiedlicher Papierprodukte bewertet werden können.
Die Ergebnisse werden schrittweise in Richtung industrieller Anwendung weiterentwickelt, um eine spätere Umsetzung in großskaligen Produktionsumgebungen zu ermöglichen. Ziel ist es, Abwärme effizient zu nutzen und gleichzeitig die Prozessanforderungen der Papierindustrie zu erfüllen.
Durch die Integration von Abwärmenutzung, Wärmepumpentechnologie und optimierter Wasserführung kann am Standort Laakirchen eine CO₂-Einsparung von über 50.000 Tonnen pro Jahr erreicht werden. Damit liefert das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der industriellen Wärmeversorgung und zur Umsetzung der Klimaziele des Unternehmens.