CIDEAL Clean Industry Development Education and Advanced Learning
Das Projekt zielt darauf ab, die Transformation der energieintensiven Industrie in Österreich aktiv zu unterstützen, indem gezielt Kompetenzen für klimaneutrale Technologien und Prozesse aufgebaut werden. Hintergrund ist der hohe Anteil der Industrie an den Treibhausgasemissionen sowie die Notwendigkeit, Strategien wie Elektrifizierung, Energieeffizienz, Wasserstoffnutzung und Kreislaufwirtschaft verstärkt umzusetzen.
Aufbauend auf einem erfolgreichen Vorgängerprojekt wird ein Qualifizierungsnetzwerk für große Industrieunternehmen etabliert. Das Konsortium umfasst neben wissenschaftlichen Partnern und einem Beratungsunternehmen mehrere führende Industriebetriebe, darunter AT&S Austria, Magna Steyr, Siemens Österreich, voestalpine Wire Rod Austria und Treibacher Industrie. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, ihre Emissionen deutlich zu senken und nachhaltige Produktionsweisen zu stärken.
Im Zentrum stehen maßgeschneiderte Schulungsformate („Transformationscamps“), in denen ausgewählte Mitarbeitende intensiv geschult werden. Die vermittelten Inhalte werden anschließend in die Unternehmen getragen und erreichen so eine deutlich größere Anzahl an Beschäftigten. Thematisch decken die Camps zentrale Bereiche wie Kreislaufwirtschaft, industrielle Kohlenstoffkreisläufe und Energiesysteme ab. Ergänzt wird das Programm durch Vernetzungs- und Austauschformate, darunter ein „Zero Carbon Day“ sowie ein Online-Kurs (MOOC), um die Projektergebnisse breiter zugänglich zu machen. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie gestärkt, indem aktuelle Forschungsergebnisse direkt in die Praxis einfließen und industrielle Fragestellungen in Forschung und Lehre integriert werden. Durch den gezielten Aufbau von Know-how, die Förderung von Innovationen und die enge Kooperation aller Beteiligten leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und zur Erreichung der Klimaziele in Österreich.