BioH2Steel Efficient Integration and Utilization of Biogenic H2-rich Syngas for Sustainable Steel Production

Förderprogramm
CETP
Abwicklungsstelle
FFG
Förderwerber
BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH
Jahresprogramm
2024
Projektlaufzeit
01.12.2025 bis 30.11.2028
Fördersumme
826.918 EUR
Projektvolumen
987.140 EUR
Kurzbeschreibung

Das Projekt zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen der Eisen- und Stahlindustrie deutlich zu reduzieren, indem innovative Technologien zur nachhaltigen Wasserstoffbereitstellung und Prozessintegration eingesetzt werden. Im Fokus steht die Kombination der Direktreduktion von Eisen (DRI) mit biogenem Wasserstoff, der durch sorption enhanced Gasification (SEG) aus Biomasse und Abfällen gewonnen wird.

SEG ermöglicht die Erzeugung von wasserstoffreichem Synthesegas bei gleichzeitiger CO₂-Abscheidung, wodurch eine besonders klimafreundliche und kreislauforientierte Lösung entsteht. Das Projekt entwickelt und optimiert hierfür die Integration von (Oxy)-SEG in DRI-Prozesse, um die Stahlproduktion zu dekarbonisieren und industrielle Anwendungen voranzutreiben. Ergänzend werden Technologien wie Torrefizierung zur Abfallaufbereitung sowie fortschrittliche Gasreinigung mittels Plasmareformierung und E-Scrubbing eingesetzt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der erstmaligen Untersuchung der SEG von Klärschlamm inklusive umfassender Gasreinigung in Österreich. Darüber hinaus wird ein integriertes Oxy-SEG-zu-DRI-System in Deutschland demonstriert und durch CO₂-Cracking in Schweden ergänzt. Ziel ist es, die Gasqualität zu verbessern, die Systemintegration zu validieren und die Marktreife zu beschleunigen.

Das Projekt adressiert zentrale Herausforderungen der Energiewende, insbesondere energieeffiziente industrielle Systeme und die Reduktion von Kohlenstoffemissionen. Durch die Einbindung von Kreislaufwirtschaftsansätzen, wie der Wiederverwendung von Sorbentien und Aschen, leistet es einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Stahlindustrie.

 

Gesamtkoordination: Uni Stuttgart, Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik – IFK