Im Mittelpunkt steht ein kontinuierlicher Gegenstrom-Festbett-Pyrolyseprozess, der mit einer innovativen Pyrolysegasaufbereitung kombiniert wird. Dabei kommen Plasmatechnologie und Hochtemperatur-Katalysatoren zum Einsatz, um das entstehende Gas aufzubereiten und energetisch nutzbar zu machen. So können neben hochwertiger Biokohle auch Wärme und Strom mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 90 % erzeugt werden.
Zur weiteren Optimierung werden Reaktorkonzepte und Prozesssteuerung verbessert, etwa durch die Reduktion von Falschluft, eine automatisierte Betthöhenkontrolle sowie die gezielte Zufuhr von Wasserdampf zur Steigerung von Durchsatz und Produktqualität. Ein zentrales Element ist zudem die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Teerreformierung, das thermische und katalytische Prozesse kombiniert und erstmals ein plasmagestütztes System in der Biomassepyrolyse nutzt.
Die Technologie wird durch Simulationen, Labortests und eine experimentelle Versuchsanlage entwickelt und validiert. Ergänzende ökonomische Analysen und Risikoabschätzungen stellen sicher, dass eine industrielle Umsetzung möglich ist. Ziel ist es, am Projektende eine marktfähige, skalierbare Lösung sowie Anlagenkonzepte für die großtechnische Biokohleproduktion bereitzustellen und damit den Weg für eine nachhaltige industrielle Nutzung zu ebnen.