Im Zentrum steht eine Aufschlussbohrung im Wetterstein Dolomit, einem vielversprechenden geologischen Reservoir für die hydrothermale Geothermie. Die Bohrung im Bereich Rohrbach (Niederösterreich) liefert wichtige Daten zu Gesteinsaufbau, Klüftigkeit und hydraulischer Durchlässigkeit, um die Eignung des Reservoirs besser bewerten zu können und Unsicherheiten bei zukünftigen Projekten zu reduzieren.
Langfristig plant die EVN die Errichtung von mindestens zwei Geothermieanlagen im Industrieviertel, die gemeinsam eine jährliche Wärmeerzeugung von mindestens 200 GWh bereitstellen sollen. Diese Anlagen sollen die Grundlastversorgung des Netzes übernehmen, während andere erneuerbare Quellen wie Biomasse flexibel eingesetzt werden.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Bohrung bilden eine zentrale Grundlage für die Planung und Risikobewertung zukünftiger Geothermieprojekte. Damit trägt das Vorhaben wesentlich zur Dekarbonisierung der regionalen Wärmeversorgung und zur langfristigen Absicherung einer nachhaltigen Energieinfrastruktur bei.