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„Smart-Cities-Initiative“ des Klima- und Energiefonds: Pionierarbeit für intelligente Stadtentwicklung

  • Neuer Call hält 2 Millionen Euro für innovative Städte bereit
  • Stöger: „Innovative Technologien für lebenswerte und leistbare Städte“
  • Vogel: „Stadtentwicklung braucht langfristige Ziele und Kontinuität“

Am 29. Mai 2015 startet der Klima- und Energiefonds seinen sechsten Smart-Cities-Call. Um die Stadt der Zukunft Realität werden zu lassen, muss der Boden für wegweisende Projekte optimal aufbereitet werden. Genau darauf zielt die Ausschreibung ab: Mit einem Budget von 2 Mio. Euro werden ausschließlich Einstiegsprojekte gefördert, die Pionierarbeit für nachfolgende Demoprojekte leisten. Schwerpunkte liegen auf dem ökosozialen Wohnbau, smarten Industriestandorten und Gewerbebetrieben sowie themenoffenen Projekten besonders innovativer Konsortien. Einreichungen sind bis 8.9.2015 möglich. Insgesamt investierte der Klima- und Energiefonds seit 2010 26,8 Mio. Euro in die Smart-Cities-Initiative. Seitdem entwickelten insgesamt 26 Städte und urbane Regionen Lösungen für nachhaltiges Leben in der Stadt. Im Herbst folgt ein weiterer Call für Smart-Cities-Demoprojekte.

„Innovative Technologien machen unsere Städte energieeffizienter und klimafreundlicher. Genauso wichtig ist im Konzept der Smart City, dass die Stadt für ihre BewohnerInnen lebenswert und leistbar ist“, so Technologieminister Alois Stöger. „Umweltfreundliche Mobilität, energiesparende Gebäude, die intelligente Verbindung von Wohnen und Arbeiten – das alles hat auch einen sozialen Zweck, es geht um die Menschen und ihre Bedürfnisse, also immer auch um soziale Innovation“, betont der Minister.

Langfristige Ausrichtung – Einstiegsprojekte als Wegbereiter

Um die Vision der „Zero-Emission-City“ umzusetzen, müssen noch einige technische, organisatorische und finanzielle Lücken geschlossen werden. Daher fördert der 6. Call ausschließlich Einstiegsprojekte in den Bereichen Gebäude, Energie, Ver- und Entsorgung, Mobilität sowie Kommunikation & Information, die diese Lücken schließen. „Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen: Nachhaltige Stadtentwicklung, die eng mit einem gesellschaftlichen Wandel zusammenhängt, braucht Zeit. Kontinuierliche Reflexion sich ändernder Herausforderungen und Beharrlichkeit in der Verfolgung langfristiger Ziele sind das Um und Auf. In der diesjährigen Ausschreibung setzen wir in der Förderstrategie entsprechende Akzente“, unterstreicht Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds.

Eckdaten: Neuerungen, Schwerpunkte, Fristen

Projektanträge können für diese Ausschreibung ausschließlich über das Instrument der Sondierung eingereicht werden. Adressiert werden integrierte und umsetzungsorientierte Forschungs- und Technologiethemen. Jedes Einstiegsprojekt sollte explizit auf ein nachfolgendes Umsetzungsvorhaben ausgerichtet werden – z.B. in einer nächsten Entwicklungsstufe – und Hindernisse beseitigen, die eine Umsetzung verhindern. Besondere Schwerpunkte sind:

• Smarte Modernisierung im (öko-)sozialen Wohnbau: im Fokus stehen Gebäude im Kontext ihres Standortes und der Infrastrukturnetze

• Smarte Industriestandorte und Gewerbebetriebe: Standorte innerhalb des städtischen Ballungsraumes entwickeln und analysieren Szenarien zur cleveren Optimierung des Energiebedarfs und –verbrauchs

• Themenoffene Projekteinreichungen innovativer Konsortien: im Zentrum steht die systemische Vernetzung zwischen technischen und nicht-technischen Aspekten des Lebensraums Stadt, um eine sozial nachhaltige Stadtentwicklung zu ermöglichen.

Die Einreichfrist endet am 08. September 2015. Insgesamt stehen 2 Mio. Euro zur Verfügung. Die maximale Fördersumme beträgt 200.000 Euro.

Bisherige Entwicklungen: Smart-City-Calls des Klimafonds 2010-2014

2010 startete der Klima- und Energiefonds europaweit als erster Fördergeber seine Smart-City-Initiative. Von 2010 bis 2014 wurden 26 Millionen Euro an Förderungen zugesagt und in 26 Städten bzw. Regionen 50 Einzelprojekte umgesetzt.

Im Frühjahr 2011 – als Ergebnis des ersten Calls – begannen 19 Städte und urbane Regionen damit, erste Schritte in Richtung Smart City zu setzen. 2011 folgte der zweite Call, im April 2012 wurden die neuen Projekte präsentiert: Graz, Salzburg, Villach, Weiz-Gleisdorf, Hartberg und Rheintal. Zeitgleich attestierte das Fraunhofer-Institut Österreich eine zentrale Vorreiterrolle bei Smart City-Technologien.

Als Ergebnis des Calls 2012 waren die Städte Leoben und Oberwart erfolgreich. Des Weiteren erhielten fünf Smart City-Einstiegsprojekte – die Sondierungen von Bruck an der Mur, Güssing, der Region Gmunden, Salzburg und Wien-Aspern – eine Zusage.

Im Zuge der 4. Ausschreibung 2013 wurden acht Projekte gefördert: Smart-Region Stadt-Umland Süd Wien und Smart Mürz bekamen eine Zusage für die Entwicklung von Vision, Roadmap und Actionplan, Smart City Wien Laxenburger Straße für die Vorbereitung eines Smart-City-Demoprojektes. Smart Cities Demo Aspern, Smart Regau und Hybrid Grids Demo Hartberg erhielten eine Förderzusage für Demonstrationsprojekte.

Der fünfte Call wurde 2014 ausgeschrieben, die Bewertung der Einreichungen laufen derzeit noch.

Weitere Informationen unter: www.smartcities.at