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Klima- und Energiefonds: 18,3 Millionen Euro für Klimaschutz

  • Umweltminister Berlakovich: „Starkes Jahresfinale für unsere Umwelt“
  • Programme zur Klimafolgenforschung, für Modellregionen und zu Mustersanierung werden ab sofort realisiert

Im Rahmen der gestrigen Sitzung des Präsidiums des Klima- und Energiefonds wurden in Summe 18,3 Millionen Euro Förderbudget für Projekte aus den Programmen „ACRP – Austrian Climate Research Programme“, Mustersanierung“, Klima- und Energiemodellregionen“, „Modellregionen E-Mobilität“, „klima:aktiv mobil“ und für weitere „KMU-Schecks“ beschlossen. „Mit diesem Jahresfinale setzen wir ein starkes Zeichen: Wir investieren weiter in die Klimafolgenforschung, treiben die Markteinführung von E-Mobilität voran und stärken Regionen auf ihrem Weg in die Energieautarkie – jedes Programm für sich ist ein wichtiger Baustein für unsere klimaneutrale Zukunft und die Erreichung der Klimaziele“, so Umweltminister Niki Berlakovich. Klima-und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth ergänzt: „Wir schließen ein erfolgreiches Jahr ab: Alleine jetzt wurden56 Projekte für den Klimaschutz und eine nachhaltige Energiezukunft  beschlossen. In Summe haben wir seit unserem Bestehen 35.000 Projekte auf Schiene gebracht. 2012 setzen wir mit einem ambitionierten Jahresprogramm unsere Arbeit fort.“

Die Beschlüsse im Überblick

Austrian Climate Research Programme (ACRP) :

Beschlossen wurden 13 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen 3.653.774,– Euro.

Klima- und Energie Modellregionen

Beschlossen wurden 19 Projekte mit einem Fördervolumen von Euro 1.565.702,–. Damit gibt es österreichweit 85 vom Klima- und Energiefonds geförderte Regionen.

KMU-Scheck

Der Beratungsscheck für Klein- und Mittelständische Unternehmen geht in die Verlängerung: 0,5 Million Euro steht dafür zur Verfügung

Mustersanierung

Beschlossen wurden 20 Projekte mit einem Fördervolumen von 5.309.412,– Euro.

Das Programm Mustersanierungsoffensive hat sich zum Ziel gesetzt, herausragende Sanierungsbeispiele im Gebäudebereich zu schaffen. Neben einer ambitionierten thermischen Sanierung müssen im Programm Mustersanierungsoffensive mindestens 70 % der Energie aus Erneuerbaren Energien bezogen werden. Eines der zur Förderung beschlossenen Projekte ist das Gemeindeamt Gampern. Es ist das erste Gemeindeobjekt im Rahmen des Programms Mustersanierungsoffensive. Nach der thermischen Sanierung sinkt der spezifische Heizwärmeverbrauch auf etwa 15 % des Ausgangswerts. Die jährliche Energiekosteneinsparung beträgt 4.000 Euro. Das Projekt wird mit 113.000 Euro gefördert.

Info zum Programm: www.mustersanierung.at

Modellregionen der E-Mobilität

Beschlossen wurden drei Projekte mit einem Fördervolumen von Euro 6.125.394,–.

Zu den fünf bestehenden Modellregionen  wurden weitere Modellansätze gesucht. Erstmals standen  spezifische Zielgruppen, die sich für die Anwendung der E-Mobilität besonders eignen, im Vordergrund: Pendler und Logistikunternehmen.

Bei der Zielgruppe Logistikunternehmen konnte die Österreichische Post AG mit dem Projekt „E-Mobility Post“ die Ausschreibung gewinnen. Die Österreichische Post AG hat sich zum Ziel gesetzt, alle Sendungen in Österreich ab 2011 klimaneutral zuzustellen. Mit einer Fördersumme von 3,3 Mio. Euro wird die Post ihr Ziel verfolgen. Insgesamt betragen die umweltrelevanten Investitionen rund 14 Mio. Euro. Bis zum Jahr 2015 sollen 309 E-Autos, 300 Mopeds und 548 Fahrräder in der Praxis eingesetzt werden.

Bei der Zielgruppe Pendler hat die Region südlich von Wien bis Wiener Neustadt (49 Gemeinden) das Projekt „E-Pendler NÖ“ für sich entschieden. Die Region mit ihren rund 300.000 Einwohnern ist eine der wichtigsten Pendlerregionen Österreichs. Intermodaler Verkehr, d.h. E-Mobilität in Kombination mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, ist durch die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsnetze eine besondere Zielsetzung in der Region. Das Projekt wird vom Klima- und Energiefonds mit 1,3 Mio. Euro gefördert. Die gesamten umweltrelevanten Projektkosten betragen 5 Mio. Euro.

Das Projekt E-LOG Klagenfurt bearbeitet auf ambitionierte Weise das Thema Logistik. 200 E-Fahrzeuge (unterschiedliche 2 spurige Nutzfahrzeuge) werden zum Einsatz kommen, die nötige Energie durch Photovoltaikanlagen bereitgestellt. Gefördert wird das Projekt mit 1,6 Mio. Euro, insgesamt etwa 7,6 Mio. Euro an umweltrelevanten Investitionen ausgelöst werden.

klima:aktiv mobil

Gefördert wird das übergreifende Mobilitätsprojekt des Verkehrsverbundes Vorarlberg mit Euro 1.204.147,–.

 

 

 

 

·         Bilanz nach fünf Ausschreibungen: 542 Projekte – 171 Millionen Gesamtförderung – 300 Millionen Investitionen ausgelöst

·         Bures: „Energieforschung für den Klimaschutz“

 

Heute, Donnerstag, hat das Präsidium des Klima- und Energiefonds weitere 30 Millionen Euro Förderbudget für die 5. Ausschreibung des Programmes „Neue Energien 2020“ beschlossen. Insgesamt werden 75 Projekte, mehrheitlich von Forschungsinstituten und Unternehmen, gefördert. Die Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Erneuerbare Energien und Smart Energy F&E.

 

„Wir investieren seit vielen Jahren konsequent in die Erforschung neuer Technologien – damit sichern wir langfristig unsere Energiezukunft und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich und leisten einen zentralen Beitrag für den Klimaschutz“, so Innovationsministerin Doris Bures. Und sie betont: „Wir werden auch in den nächsten Jahren über den Klima- und Energiefonds stark in den Bereich Energieforschung investieren. Die Schwerpunkte werden in den Bereichen der Speicherung und der Energieeffizienz in der Industrie und der Entwicklung von energieeffizienten Produkten liegen.“

 

Forschungsprojekte von gestern heute am Markt

Eingereicht wurden im Rahmen der 5. Ausschreibung insgesamt 243 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet wurden. „Die Projekte zeigen innovative Ansätze im Bereich Smarte Wärme über thermische Speicher und solarem Wasserstoff bis zur organischen Photovoltaik und innovative Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Letztere verdanken wir sicher den Kompetenzen Österreichs im Bereich der Materialforschung“, sagt Klimafonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

Projekte, die aus den ersten vier Ausschreibungen des Klima-und Energiefonds gefördert wurden, sind zum Teile bereits heute erfolgreich am Markt. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Markteinführung ist das Produkt „LED Bulb“, im Rahmen der Ausschreibung ,Energie der Zukunft‘ gefördert. Das Produkt ist heute mit 3 Millionen verkauften Exemplaren international erfolgreich. Dies verbildlicht, so Theresia Vogel, die Förderstrategie des Klimafonds hervorragend: „Wir bringen energieeffiziente, innovative Technologien schneller auf den Markt und ermöglichen somit die rasche Wirkungsweise für unser Klima.“


Zur Förderung entschiedene Projekte – eine Auswahl

 

Leitprojekt Roll2Sol

Isovoltaic wird Rolle-zu-Rolle-Prozesse für die Herstellung von Nanokomposit Solarzellenmodulen mit einem äußerst geringen Carbon Fußabdruck von nur 10 g CO2/kWh und mit einem Wirkungsgrad von mindestens 4% erforschen. Die Alleinstellungsmerkmale dieser Module (Transparenz, Farben, geringes Gewicht, Flexiblität) eröffnen durch die mögliche Kombination von elektrischer Energieerzeugung, Beschattung und attraktivem Design neue Wege zur Gebäudeintegration von Photovoltaik.

 

SmartCityGrid:CoOpt

Die koordinierte Optimierung von erneuerbarer Energie in Netzen und Gebäuden wird unter der Federführung vom AIT anhand der ENERGYBase, SOL4 real getestet. Neben validierten Optimierungsmethoden und Modellen stehen die Nachhaltigkeit der Auswirkungen und der Nutzen für Planung und Betrieb von Verteilernetzen einer Smart City im Zentrum dieses Projekts.

 

ELTSECCS

Die Degradition von Brennstoffzellen-Stacks bzw. deren Einzelkomponenten stellt einen limitierenden Faktor für die weltweite Markteinführung von Festoxidbrennstoffzellen (solid oxide fuel cells, SOFC) dar. Mit ELTSECCS erforscht die Montanuniversität Leoben Mechanismen für die Ausdehnung der Lebensdauer von SOFC Elektrolyten, Kathoden, Zellen und Stacks. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die systematische Analyse und Simulation thermomechanischer Schädigungen im Brennstoffzellen-Stack zur Optimierung der Stack-Geometrie und der Betriebsbedingungen.

 

Hintergrundinfo Programm „Neue Energien 2020“

„Neue Energien 2020“ ist das Forschungs- und Technologieprogramm des Klima- und Energiefonds. Seit seinem Start 2007 flossen insgesamt mehr als 138 Millionen Euro Fördergelder in 542 Projekte. Im Rahmen der 5. Ausschreibung wurden 243 Projekte und damit 95 Millionen zur Förderung eingereicht.

Das Programm orientiert sich an drei grundlegenden Ausrichtungen:

·         Effizienter Energieeinsatz

·         Erneuerbare Energien

·         Intelligente Energiesysteme