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Hitzewellen verdreifachen sich bis 2100

Bioinvasoren – Allergien und Krankheiten durch Klimawandel begünstigt

Die heimischen Sommer werden immer heißer: Derzeit liegt die Anzahl von Hitzetagen bei durchschnittlich 15 jährlich. Laut Sachstandsbericht österreichischer Klimaforscher werden diese – bedingt durch den voranschreitenden Klimawandel – bis zum Ende des 21. Jahrhunderts auf 45 bis 50 pro Jahr anwachsen. Daher will der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) mit dem europaweit einzigartigen Förderprogramm KLAR! – Klimawandel-anpassungs-Modellregionen gezielt das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels schärfen und Maßnahmen setzen, um die Folgeschäden möglichst zu minimieren.

Umweltminister Andrä Rupprechter: „Die aktuelle Hitzewelle stellt nicht nur die Bäuerinnen und Bauern, sondern auch Gemeinden und ganze Regionen vor große Herausforderungen. Das zeigt eindeutig, dass wir schon heute dringenden Handlungsbedarf in der Klimawandelanpassung haben. Mit KLAR ist Österreich Vorreiter in Europa und in der ganzen Welt – wir schaffen damit einen regionalen und praxisorientierten Umsetzungsschwerpunkt im Kampf gegen den Klimawandel

Volkswirtschaftlicher Schaden wächst

Österreich ist durch seine geografische Lage vom Klimawandel besonders betroffen. Nach wissenschaftlichen Modellberechnungen im Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel) erhöht sich die Temperatur hierzulande während der Hitzeperioden im Sommer um durchschnittlich vier Grad Celsius bis zum Jahr 2100. Die Auswirkungen des Klimawandels beschränken sich aber längst nicht nur auf einen Temperaturanstieg.

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Durch das veränderte Klima wird beispielsweise die Einwanderung von gebietsfremden Pflanzen und Tieren sowie damit einhergehenden Allergien oder Krankheiten begünstigt. Der daraus resultierende volkswirtschaftliche Schaden durch Behandlungen und Krankenstände wächst und beträgt schon heute 90 Millionen Euro.“

Und dies sei nur ein Vorgeschmack, auf das, was noch kommt, unterstreicht Höbarth. Bis 2050 könnte sich der volkswirtschaftliche Gesamtschaden auf mehr als acht Milliarden Euro pro Jahr erhöhen, so das Ergebnis der Studie COIN (2015)

Förderprogramm KLAR! als Antwort auf den Klimawandel

KLAR! unterstützt Gemeinden in Regionen, die sich vorausschauend den vielfältigen Herausforderungen des Klimawandels stellen und sich an diesen anpassen wollen. Dazu erarbeiten 23 Regionen in Österreich mit Unterstützung von Expertinnen und Experten des Umweltbundesamtes und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) regionale Anpassungskonzepte, die in weiterer Folge in konkrete regionale Anpassungsmaßnahmen umgesetzt werden. Der Klima- und Energiefonds stellt pro Region bis zu 40.000 Euro zur Verfügung.