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bmvit und Klima- und Energiefonds starten „Dialog Energiezukunft 2050“

  • Neuausrichtung der heimischen Energieforschung – Energie- und Klimaziele bilden Rahmen
  • Konsulations-Prozess sichert breite Einbindung der Expertinnen und Experten

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und der Klima- und Energiefonds starten den Dialog Energiezukunft 2050. Unter Beteiligung von zahlreichen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wird eine mehrjährige Strategie für die künftige Forschungs- und Technologiepolitik Österreichs erarbeitet. Diese bildet die Grundlage für ein Förderprogramm, das die Energieforschung auf die Herausforderungen der Zukunft ausrichten soll. Der Konsultationsprozess läuft bis Ende September über das Internetportal www.dialog-energiezukunft2050.at.

Rund 65 Expertinnen und Experten in sechs Teams haben im Vorfeld ein Thesenpapier zur Zukunft der österreichischen Energieforschung erarbeitet. Dabei erachten sie es als notwendig, Österreich als Innovationsstandort für Energietechnologien zu erhalten und weiter auszubauen. Damit werden einerseits in Österreich Arbeitsplätze geschaffen, andererseits leisten Energietechnologien „made in Austria“ einen Beitrag zur Energiewende in Österreich und weltweit. Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende, so betonen die Expertinnen und Experten, ist die Entwicklung völlig neuartiger Technologien („breakthrough-technologies“) durch Grundlagenforschung sowie die Demonstration innovativer Technologien in Reallabors. Das Thesenpapier ist die Basis für den heute startenden Public Consultation-Prozess. Dieser bietet jeder und jedem die Möglichkeit, Ideen und Vorschläge einzubringen. Die Beteiligung wird im Rahmen von ExpertInnen-Workshops und auf dem dafür eingerichteten Internetportal www.dialog-energiezukunft2050.at möglich sein.

Infrastrukturminister Jörg Leichtfried: „Energiewende muss bedeuten, sichere, saubere und leistbare Energie für alle Österreicherinnen und Österreicher zur Verfügung zu stellen. Es geht auch darum, bei der Energieversorgung möglichst unabhängig von außen zu sein. Deshalb fördern wir Österreichs Unternehmen in der Energieforschung. Beim ‚Dialog Energiezukunft 2050‘ setzen wir auf Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir können und wollen auf keine gute Idee verzichten.“

Der Umbau des Energiesystems ist nicht erst seit der Klimakonferenz von Paris und der dort getroffenen Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung eine wichtige technologiepolitische Fragestellung. Der Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung mit neuem Fokus auf nachhaltige Energieträger ist eine klimapolitische Notwendigkeit und damit auch eine langfristige und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Frage nach der künftigen Energiewelt ist zentral für den österreichischen Wirtschaftsstandort und erfordert die Bündelung der Kräfte. Die Schnittstelle zum Markt wird dabei immer wichtiger.  Daher gilt es, Rollouts bzw. Marktdurchdringung zu beschleunigen und effektive Impulse für die Marktreife innovativer Projekte zu setzen. Genau hier bringt der Klima- und Energiefonds fundiertes Know-how ein. Geschäftsführerin Theresia Vogel: „Energieinnovationen sind eines der Stärkefelder österreichischer Unternehmen, Exportraten in dieser Branche sind beeindruckend. Gut 370 Mio. Euro Förderbudget haben wir über unser Energieforschungsprogramm in mehr als 850 Energie- und Mobilitätsforschungsprojekte investiert. Wir arbeiten damit genau an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – und sind Treiber für Innovationen am heimischen und globalen Markt.“

Dialog Energiezukunft 2050 liefert Rahmen für die heimische Energieforschung

In diesem breit geführten Diskussions- und Konsultationsprozess werden Vorschläge für Zielsetzungen, Schwerpunkte und Themen erarbeitet und abgestimmt, die in der Folge in eine überarbeitete Energieforschungsstrategie Eingang finden werden. Intelligente Technologiesysteme und ssozioökonomische Aspekte einer innovationsgetriebenen klimaverträglichen Energiezukunft werden dabei fokussiert. Konkret werden folgende Themen bearbeitet:

  • Energiesysteme und -netze
  • Gebäude und urbanes System
  • Industrielle Energiesysteme
  • Verkehrs- und Mobilitätssysteme
  • Umwandlungs- und Speichertechnologien
  • Transitionsprozesse und Soziale Innovationen

Der Dialogprozess Energiezukunft 2050 liefert so auch einen weiteren Input für die österreichische Klima- und Energiestrategie.

Weitere Informationen zum Dialog Energiezukunft 2050 unter www.dialog-energiezukunft2050.at und www.e2050.at.