24.03.2026 – Newsletter-Beiträge – #01/2026

Mit jungen Menschen die Transformation gestalten

Man sieht Kinder von hinten, die vor einer Wand stehen, auf die eine grafisch gestaltete Darstellung einer Stadt der Zukunft projiziert wird.

Heutige Kinder und Jugendliche sind Teil der Generation, die in der Zukunft stark von der Klimakrise betroffen sein wird – und zugleich sind diejenigen, die ihre Bewältigung aktiv gestalten können. Um dieses Potential zu fördern, gibt es die Co-Creation-Spaces des Klima- und Energiefonds. Diese bieten einen offenen, kreativen Lernraum, in dem junge Menschen Themen wie Klimaschutz, erneuerbar Energien und nachhaltige Innovationen erkunden und mitgestalten können.

Als außerschulischen Lernort verbinden die CC-Spaces Theorie und Praxis: Durch den ko-kreativen Ansatz lernen Kinder und Jugendliche nicht nur Inhalte, sondern entwickeln eigene Ideen, experimentieren, forschen und arbeiten mit Expert:innen aus Wissenschaft, Kunst und Technik und zusammen. So entstehen nicht nur Wissen zu Klimaschutz und Energiewende, sondern auch konkrete Handlungskompetenzen.

So unterschiedlich die Herausforderungen im Klima- und Energiebereich sind, so vielfältig sind auch die Ansätze der acht geförderten Projekte. Ein Einblick:

 

Mitbestimmen und Demokratie erleben

Damit Kinder und Jugendliche die Zukunft mitgestalten können, brauchen sie die Erfahrung, dass ihre Stimme zählt. Genau hier setzte das Projekt DOCK for Change! an und machte junge Menschen zu „Competent Rebels“: mit partizipativen Formaten und kritischer Forschung stärkten sie ihre demokratischen Kompetenzen und gingen drängenden Zukunftsfragenragen fundiert und fantasievoll auf den Grund. Aus den Ideen und Forderungen der Kinder sind illustrierte positive klimafitte Zukunftsvisionen, Manifeste, Mitmachaktionen und vieles mehr entstanden. Alle Materialien sind kostenlos verfügbar: www.dock.at/dockforchange.

 

Wissen Erfahrbar machen 

Mitbestimmung wird besonders wirksam, wenn aus Gedanken konkretes Handeln wird. Genau hier setzen die folgenden Projekte an.

Die Vision des CleanTechClubs lautet: Die Energiewende gelingt, wenn alle Beteiligten gemeinsam entwickeln, ausprobieren und lernen. Um diese Vision umzusetzen haben Kinder, Jugendliche und Expert:innen aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft eine Netzwerkgruppe gebildet und drei Innovationsräume zum Thema Energiewende geschaffen. Neben einem Energielabor in Wieselburg und einem MarkerSpace im Amstetten ist der dritte Innovationsraum mobil: Ein EnergyTrailer, der durch Schulen und Veranstaltungen in Niederösterreich und Umgebung tourt. Ausgestattet mit Photovoltaik, Windrad, Energiespeicherung, Energieverwendung, Monitoring- und Regelungssystemen sowie erneuerbarer Wärme macht er ein vernetztes Energiesystem spielerisch erfahrbar. Entwickelt wurde der EnergyTrailer gemeinsam mit den Jugendlichen selbst: den Techniker:innen von morgen.

Auch im Projekt Transformer wird Wissen direkt erfahrbar: Einen eigenen Müllgreifer bauen und programmieren? Das ist hier im Kleinformat möglich. In einem leerstehenden Gebäude in Wien werden Workshops und Projekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft, Klimawandelanpassung und Erneuerbare Energietechnologien angeboten, mit dem Ziel, die Sensibilisierung für Umwelt- und Klimathemen zu fördern und die Handlungskompetenz der Teilnehmenden im Umgang mit Ressourcen und nachhaltigen Technologien zu stärken.

 

Große Herausforderungen brauchen kreative Ideen

Neben Wissen und Technik ist Kreativität eine zentrale Kompetenz für die Klimazukunft. Große gesellschaftliche Herausforderungen erfordern Vorstellungskraft, neue Ideen und innovative Formen der Zusammenarbeit.

So etwa im Projekt Co-CreART: Im Zentrum steht ein mobiles Labor, das partizipative Formate, Experimente, interaktive Ausstellungen, Installationen, Spiele und Workshops miteinander vereint. Ein Beispiel aus dem Projekt: Unter dem Motto „Social Streets. Straßen und Plätze für alle!“ beschäftigten sich Schüler:innen im Rahmen von Impulsen aus der Mobilitätsforschung damit, wie Mobilität und öffentlicher Raum in Zukunft gestaltet werden können. Entstanden ist eine künstlerische Intervention von Jugendlichen mit selbstgestaltetem Zebrastreifen am Mirabellplatz, der gegenwärtig als Parkplatz genutzt wird.

Auch im Projekt HOPE steht Kreativität im Zentrum.  Hier wird die Stadt selbst in einen „Palast der Hoffnung“ verwandelt, der als Schul- und Experimentierraum aufgebaut, umgebaut und bespielt wird. Themen wie Stadtplanung, nachhaltige Energie, Architektur und smarte Mobilität in der Stadt werden gemeinsam mit den Jugendlichen praktisch erarbeitet.

HOPE erleben: Am 21.–22. April 2026 findet das „4Elements-Festival“ by HOPE Raumlabor im Rahmen der Klimabiennale 2026 am Karlsplatz statt. Über zwei Tage hinweg dienen Erde, Wasser, Luft und Energie als Ausgangspunkte für den Austausch junger Menschen mit Expert:innen und Künstler:innen zu Themen wie Klimaschutz und Klimaanpassung.

 

Handeln lernen und Zukunft gestalten

Die Co-Creation-Spaces zeigen: Wenn Kinder und Jugendliche in Freiräumen lernen, experimentieren und kreativ mitgestalten, entwickeln sie nicht nur Wissen, sondern auch die Fähigkeit, aktiv Lösungen für die Klimakrise zu erarbeiten. Von partizipativer Demokratie über praxisnahe Technikexperimente bis hin zu kreativer Stadtgestaltung – die Projekte machen deutlich, dass junge Menschen nicht nur verstehen, sondern die Klimazukunft selbst mitgestalten können und werden.

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