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Statement
„Elektroautos können zur Stabilisierung der Netze beitragen“

Gastkommentar von Ute Teufelberger, Vorsitzende des Bundesverbandes Elektromobilität Österreich und Abteilungsleiterin für Elektromobilität und Energieeffizienz in der EVN AG.

Elektrofahrzeuge werden in Österreich immer beliebter. Doch der Umstieg ist nur dann sinnvoll, wenn der dafür benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt. Es geht also darum, die Erneuerbaren bestmöglich in unser Energiesystem zu integrieren. Nur dann kann die Grundversorgung sichergestellt werden. Um künftig größere Stromausfälle zu vermeiden, werden derzeit Lösungen diskutiert, wie etwa der Einsatz von schnellstartenden, flexiblen Gasturbinen, die mit Naturgas aus überschüssigem Ökostrom betrieben werden. Doch unser Fokus muss auch auf weiteren Innovationen liegen, etwa bei der Entwicklung neuer Speichertechnologien und dem Ausbau intelligenter, starker Netze.

Die Elektromobilität kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten: Elektroautos als flexible Ökostromabnehmer oder etwa als kleine, dezentrale Speicher, die bei der Stabilisierung der Stromnetze helfen. Erste Ergebnisse entsprechender Forschungsprojekte zeigen schon auf, welche Möglichkeiten es hier geben wird. Wichtig ist, schon jetzt die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Die Ladeinfrastruktur sollte intelligent sein, damit die Fahrzeuge ihre Rolle zur Netzstabilisierung auch wahrnehmen können.

In einem ersten Schritt würde es schon reichen, wenn Elektroautos bei sinkender Netzfrequenz automatisch das Laden reduzieren beziehungsweise abschalten. Sobald die Fahrzeuge dann auch flächendeckend „Vehicle2Grid“ einsatzfähig sein werden – also in der Lage sind, den gespeicherten Strom auch in das Netz rückspeisen zu können –, kann man sich Elektroautos in Summe als ein riesiges „Speicherkraftwerk“ vorstellen. Damit gelingt uns nicht nur die ökologische Energiewende, sondern die Elektromobilität kann auch einen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung leisten.