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Ihre Ansprechpartner für strategische Förderberatung
Leuchttürme der E-Mobilität, Austrian Climate Research Programme (ACRP)
Mag. Gernot Wörther
Tel. (+43 1) 585 03 90-24
Forschung
Förderungen im Bereich Forschung

eMORAIL – Integrated eMobility Service for Public Transport
Leuchtturminitiative für alternative Antriebssysteme – Fahrzeuge mit elektrischem Primärantrieb und Energieversorgungsinfrastruktur
Wer zum Bahnhof will oder am Bahnhof ankommt, der hat meist noch ein Stück des Weges vor sich. Deshalb ist es wichtig, Pendlern und Fernreisenden eine umweltfreundliche Transportmöglichkeit für die erste und letzte Meile zu bieten – ein Sharing-Modell mit E-Fahrzeugen. Dieser zukunftsweisende Forschungsansatz des Projekts eMORAIL ermöglicht die Einbettung von E-Mobilität in ein Gesamtverkehrskonzept – eine innovative und intelligente Verkehrslösung der Zukunft.
Das Projekt eMORAIL entwickelt an zwei Pilotstandorten in Österreich – in der Steiermark und in Niederösterreich – einen integrierten Ansatz zur Verknüpfung des öffentlichen Verkehrs mit E-Mobilität- Services und beinhaltet die Grundlagen für einen flächendeckenden Rollout. Im Rahmen des Internationalen Eisenbahnenverbands in Europa nehmen die ÖBB damit eine Vorreiterrolle ein. Insgesamt werden in das Projekt eMORAIL von 2010 bis 2013 5,14 Mio. Euro investiert. Der Klima- und Energiefonds fördert dieses ÖBB-Projekt mit 2,6 Mio. Euro.
Die Entwicklungsschwerpunkte im Projekt beschäftigen sich mit den Dispositions- und Abrechnungssystemen, den Kundeninformationssystemen und dem einfachen Zugang zu E-Mobilität für NutzerInnen öffentlicher Verkehrsmittel sowie der Integration beider Verkehrsleistungen zu einem neuen integrierten Verkehrsangebot. Die entwickelten Lösungen sollen den Kundenansprüchen im hohen Maße entsprechen und den „Open Source“-Anspruch erfüllen.

Neue Energien 2020: Intelligente Energiesysteme – SolarCoolingOpt
Primärenergetische Optimierung von Anlagen zur solaren Kühlung mit effizienter Anlagentechnik und innovativen Regelstrategien
SolarCoolingOpt zielt darauf ab, den Primärenergieverbrauch von solarthermischen Kühlanlagen durch verbesserte Anlagenkonzepte, verbesserte Komponenten und Regelstrategien zu reduzieren. Monitoring von solaren Heiz- und Kühlanlagen zeigt, dass diese Anlagen in vielen Punkten optimiert werden können. Dazu gehören der Stromverbrauch der eingesetzten Pumpen, Anlagenkonfigurationen und Regelungsstrategien, z.B. die Drehzahlregelung von Pumpen. In einem ersten Schritt werden verbesserte Simulationsmodelle entwickelt. Anschließend werden diese Modelle verwendet, um mit Hilfe von detaillierten Systemsimulationen für typische Anwendungsfälle im Gebäude- und im Industriebereich sowohl Anlagenkonzepte, den Stromverbrauch von Komponenten als auch Regelungskonzepte zu optimieren. Die verbesserten Konzepte werden im letzten Projektjahr an drei bereits bestehenden Beispielanlagen umgesetzt und die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen durch Monitoring verifiziert.
Förderwerber: AEE – Institut für Nachhaltige Technologien
Ausschreibung: Neue Energien 2020, 3. Ausschreibung
Projektvolumen: 1.298.434 Euro
Förderung: 1.036.270 Euro
Projektende: 8. Oktober 2011

Austrian Climate Research Programme (ACRP): HIRMOD
Hochaufgelöste atmosphärische Modellierung in topographisch komplexen Gebieten für zukünftige Klimasimulationen
Momentan arbeiten regionale Klimamodelle (RCMs) bei langfristigen Simulationen mit einer Auflösung von ~10 km Größe der Gitterboxen, unter anderem da die verfügbaren Computerressourcen noch nicht für höhere Auflösung bei solchen Langfristsimulationen reichen. Alpine Täler sind aber schmäler und werden dadurch nicht wirklich erfasst.
Die in dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt HIRMOD verwendeten meteorologischen Modelle, MM5 und WRF, wurden am Vienna Scientific Cluster (VSC) implementiert und die benötigten Rechenressourcen der beiden derzeitigen Modelle evaluiert. 30-Jahres-Simulationen – Standard in der Klimaforschung – würden in den derzeit bestmöglichen Modi jedoch mehr als drei Jahre dauern. Erforderlich sind daher noch Verbesserungen des effektiv nutzbaren Parallelisierungsgrades und leistungsfähigere Rechner.
Durch die Förderungen des Klima- und Energiefonds ist es den ProjektmitarbeiterInnen am Institut für Meteorologie an der Universität für Bodenkultur Wien möglich, an einer Verbesserung des Systems zu arbeiten. Das Projekt wird vom Klima- und Energiefonds mit rund 150.000 Euro gefördert und läuft bis Oktober 2011. Details zum Projekt HIRMOD finden Sie auf der Website www.boku.ac.at//met/envmet/hirmod.html.

Eberstalzell wird zum Solarstrom-Zentrum Österreichs
In Eberstalzell/Oberösterreich wird ein intelligentes Testnetz für die Integration erneuerbarer Energie errichtet. Das Forschungs- und Technologieprogramm „Neue Energien 2020“ fördert hiermit ein Pilotprojekt, wo im Echtbetrieb die Integration von dezentraler Energieerzeugung erforscht wird. Das erste intelligente Niederspannungs-Ortsnetz wird zusätzlich mit bis zu 140 neuen Photovoltaik Anlagen unterstützt. Die Energie AG Oberösterreich hat mit diesem Projekt neue Maßstäbe gesetzt. Eberstalzell wird somit neben dem größten PV Forschungskraftwerk Österreichs, dem SolarCampus zum Solarstrom-Zentrum Österreichs. Das Forschungsprojekt DG DemoNet Smart LV Grid unter der Leitung des Austrian Institute of Technology (AIT) wird gemeinsam mit Siemens, Fronius, Linz AG Stromnetz, Salzburg Netz und BEWAG Netz umgesetzt.
Intelligente Stromnetze sind neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien und massiver Einsparung eine der notwendigen drei Säulen, wenn es um die nachhaltige und sichere Energieversorgung Österreichs geht. In Zukunft werden viele Klein- und Kleinstkraftwerke, wie z.B. PV- und Windkraftwerke in das Netz einspeisen. Regenerative, dezentral konzipierte Erzeugungsanlagen stellen deshalb völlig neue Anforderungen an das Stromnetz. Durch den Einsatz von Elektroautos können, je nach verfügbarer Leistung, Energieüberschüsse gespeichert werden, die dann wiederum als Polster dienen, wenn wenig Energie zu Verfügung steht. Schlaue Stromnetze der Zukunft schaffen also eine Balance zwischen Energieangebot und –nachfrage. Mit dem Ziel, den Energiebedarf Österreichs ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu decken leistet die Energie AG große Schritte in Richtung Umbau und Modernisierung des Stromnetzes.

Forschungsprojekt EcoTram startet in die Praxisphase
Im Rahmen des Projekts EcoTram wird geforscht, wie sich die Energieeffizienz von Straßenbahnen steigern lässt, ohne dabei den Fahrgastkomfort einzuschränken. Die Optimierung der Heizungs- und Klimageräte sowie der Belüftung stehen dabei im Mittelpunkt der Forschung von Effizienz mit Komfort.
Mit dem Ziel, dass der öffentliche Verkehr noch umweltfreundlicher wird, haben sich die Wiener Linien, Siemens, Vossloh Kiepe, Rail Tec Arsenal und die SCHIG zu einem Konsortium unter Führung von der Technischen Universität Wien zusammengeschlossen. Bis November 2013 laufen Tests im Klima-Wind-Kanal sowie im regulären Passagierbetrieb. In der ersten Phase von EcoTram wurde ein Schienenfahrzeug in Hinblick auf dessen Energieeffizienz der Heizungs-, Klima- und Lüfungstechnik-Geräte durchleuchtet. Aktuell kamen bei einer Straßenbahn energieeffiziente Komponenten zum Einsatz. Sie verfügt über zahlreiche technologische Innovationen, wie eine Wärmepumpe oder eine frequenzvariable Ansteuerung. Die TU Wien entwickelte dafür ein Simulationsmodell für einen Regler, der selbständig den Heiz- oder Kühlbedarf ermittelt.
Bei einfachen Umrüstungen von den etwa 300 „Ultra Low Floor“ Straßenbahnen in Wien wären Einsparungen von rund 30.000 t CO2 pro Jahr möglich.
Der Klima- und Energiefonds unterstützt das Projekt wegen seines Beitrages zum Klimaschutz im Rahmen des Programms „Neue Energien 2020“.

Smart Grids in Köstendorf
Mit dem richtungsweisendem Pilotprojekt – die Smart Grids Modellgemeinde – hat in Köstendorf die Energiezukunft begonnen.
Jeder zweite Haushalt wird künftig mit einer PV-Anlage ausgestattet sein, sowie auf E-Mobilität umsteigen. Salzburg ist 2009 vom Klima- und Energiefonds zur ersten „Smart Grids Modellregion“ Österreichs erklärt worden. Das Zusammenwirken von Land Salzburg, Salzburg AG bzw Salzburg Netz GmbH, Salzburg Wohnbau und Siemens ermöglicht die Vorreiterrolle des Leuchtturmprojekts. Durch Smart Grids werden erneuerbare Energien klug vernetzt – das Stromnetz lernt denken. Alle Teilnehmer – Netzkomponenten, Erzeuger, Speicher und Verbraucher kommunizieren im Rahmen dieser intelligenten Energienetze. „In Köstendorf werden nun Forschungsergebnisse in die Praxis der Stromversorgung einfließen. Es geht hier um die Integration erneuerbarer Energien und um die Herausforderung den Strombezug ohne Komfortverlust für Kunden zu steuern. Angebot und Nachfrage müssen durch ein intelligentes Management und schlaue Vernetzung koordiniert und optimiert werden.“ so Salzburg AG Netze Chef Michael Strebl. 40 PV-Anlagen mit einer Leistung von insges. 150 kWpeak werden neu errichtet. Darüber hinaus werden 35 Elektroautos über Ladestationen von ElectroDrive Salzburg betrieben.
Das Forschungs- und Technologieprogramm „Neue Energien 2020“ hat die die Modellregion Köstendorf im Rahmen des Forschungsprojekts DG DemoNet Smart LV Grid gefördert.






