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Energiewende

Die Rechnung ist ebenso einfach wie überzeugend: Verbraucht Österreich 2050 immer noch gleich viel Energie wie heute, ist CO2-Neutralität nur mit gigantischen Zubau-Raten im Bereich der erneuerbaren Energie zu schaffen, wie Prof. Karl Steininger, Professor an der Uni Graz, berechnet hat. Die Anzahl der Windräder müsste um das 25-Fache steigen, für den Solarstrom müsste, selbst wenn alle österreichweit verfügbaren Dächer mit Solaranlagen ausgestattet werden, noch zusätzlich eine Fläche verbraucht werden, die ungefähr das Doppelte von Wien ausmacht.

Technisch machbar wäre das vielleicht, doch allein schon im Sinne der Erhaltung von Landschaftsreserven wenig wünschenswert. „Bleibt die Energienachfrage auf dem heutigen Niveau, wären gewaltige Flächen nötig, um ausreichende Mengen an erneuerbarer Energie zu produzieren“, bestätigt Karl Steininger, auf ökologische Fragen spezialisierter Ökonom an der Universität Graz.

Chance 1 – Erneuerbare Energie und ihre Speicherung

Der Weg, den der Klima- und Energiefonds im Einklang mit der aktuellen Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung verfolgt, lautet daher anders: Energiewende vor allem durch Verbrauchreduktion schaffen. Eine ganze Reihe von Maßnahmen hat dieses Ziel im Fokus: Wärmedämmung im privaten Bereich und bei Unternehmen, Abwärmenutzung und die Suche nach Möglichkeiten, erneuerbare Energien besser zu speichern.

Chance 2 – Gebäudesanierung im großen Stil

In Österreich ist der Gebäudesektor für über 10% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das Potential für Verbesserungen der Energieeffizienz ist riesig – Musterprojekte des Klima- und Energiefonds zeigen, wie dieses Potential selbst bei schwierigen Ausgangsbedingungen ausgeschöpft werden kann.

Chance 3 – Die Flexibiliserung des Energiesystems

Ein großer Teil des Energieverbrauchs in Europa geht auf die Industrie zurück. Um die Forschung im Bereich der industriellen Energiewende voranzutreiben, werden in der Vorzeigeregion Energie mit innovativen Technologien aus Österreich Musterlösungen für intelligente, sichtbare und leistbare lösungen der Zukunft entwickelt und demonstriert.

Chance 4 – Energieforschung und Ernergieinnovationen

Das globale Energieversorgungssystem ist im Wandel. Die tiefgreifenden Veränderungen sind Voraussetzungen für die Energiewende – aber auch eine Chance für heimische Unternehmen. Im Bereich der Energiesysteme und Netze liegt der Schwerpunkt der Förderungen in der Verzahnung von Strom, Wärme und Mobilität, damit erneuerbare Energien optimal genutzt und integriert werden können.

 

Zum Thema:

Daten- und Fakten

Klima und Energie: Wissen kompakt“ ist eine sehr umfassende und detaillierte Daten- und Faktensammlung des Klima- und Energiefonds zum Thema Energie und Klimaschutz in Österreich. Neben aktuellen Informationen zu Technologien und Marktdaten werden internationale Vorgaben, nationale Pläne und globale Energieentwicklungen übersichtlich präsentiert.

Argumentationsgrundlagen und Informationen rund um die Energiewende

finden sich auf Faktencheck: Energiewende.

Klima- und Energie-Modellregionen

2018 arbeiten 722 Gemeinden Österreichs in Klima- und Energie-Modellregionen daran, mehr auf Sonnen-, Wind-, Wasser- und Bioenergie zu bauen, um so unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein. Sie zeigen heute schon, wie unsere Klima- und Energiezukunft aussehen kann. Mehr dazu im Change – Magazin und auf der Webseite der Klima- und Energiemodellregionen.

energy2121

Wie lassen sich Klima- und Energiefragen lösen? Auf welche Weisen sind strukturelle Änderungen in Gang zu setzen? Welche langfristigen Strategien können wir gegen den Klimawandel entwickeln? Mehr als 35 mutige AutorInnen zeichnen dazu ein phantasievolles und mutiges Bild im energy2121 – E-paper.

Innovative Energietechnologien für Sportstätten

Die Studie EnergieFit bietet eine kompakte Übersicht von Möglichkeiten innovative, qualitativ hochwertige und im Betrieb ökonomische Anlagen zu errichten.

F&E in Österreich

Die Publikation energy innovation austria stellt aktuelle österreichische Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung im Bereich zukunftsweisender Energietechnologien vor. Inhaltliche Basis bilden Forschungsprojekte, die im Rahmen der Programme des bmvit und des Klima- und Energiefonds gefördert wurden. Diese Publikation erscheint auf Deutsch und Englisch.

Integration von Solarthermie und Wärmepumpen

Der Planungsleitfaden EnPro gibt eine Anleitung, wie Solarthermie und Wärmepumpen in Industrieprozesse integriert werden können. Er zeigt, welche Kriterien und Parameter bei der Identifikation und Bewertung von Integrationskonzepten wichtig sind.

„Quo vadis energie-intensive Industrie?“

Der Forschungs-Fahrplan für die energie-intensive Industrie identifiziert die zentralen Forschungsfelder, in die Österreich bis 2050 investieren muss.

Die Wärme- und Kälteversorgung von morgen

Fernwärme- und Nahwärmenetze bilden einen wichtigen Bestandteil des österreichischen Energiesystems. Zurzeit existieren 2.400 Wärmenetze in Österreich. Im Auftrag des Klima- und Energiefonds und unter der Leitung des Austrian Institute of Technology (AIT) erarbeiteten ExpertInnen des Umweltbundesamts, des Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz und der e7 Energie Markt Analyse GmbH einen Fahrplan für die leitungsgebundene Wärme- und Kälteversorgung von morgen.

Sanierungen von Bestandsgebäuden

Die heutigen Maßnahmen haben maßgeblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen der nächsten Jahrzehnte. Im Magazin „Mustersanierung“ stellen wir Ihnen das Förderprogramm „Mustersanierung“ und einzelne Projekte daraus näher vor.

Photovoltaik

Alles Wissenswerte zum Thema Photovoltaik finden sie in unseren begleitenden Publikationen. Einen Überblick über die Förderlandschaft in Österreich geben unsere Förderlandkarten

Energie- und Mobilitätsforschung

Der Science Brunch macht die Arbeit und Ergebnisse der österreichischen Energie- und Mobilitätsforschung transparent und liefert Impulse für neue Ideen!

Urbane Testbeds

An Energiefragen kommt die Smart City nicht vorbei. Die Smart Cities Initiative  des Klima- und Energiefonds fordert interdisziplinäre Konsortien dazu auf, im städtischen Kontext erste Bausteine Richtung Energiewende umzusetzen. Zusätzliche Inhalte finden Sie zudem auch in der Broschüre.

Energieforschungs- und Innovationsstrategie

Um die Weichen für die Energieforschungs- und Innovationspolitik zu stellen, haben bmvit und Klima- und Energiefonds seit 2016 intensiv an der Erstellung der neuen Energieforschungs- und Innovationsstrategie gearbeitet. In einem mehrstufigen Dialogprozess wurde mit ExpertInnen aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung ein Strategiepapier entwickelt, das den tiefgreifenden Wandel des Energieversorgungssystems als Chance für heimische Unternehmen begreift und die zukünftige strategische Ausrichtung der Energieforschung und -innovation vorgibt.

Energie-Transition verstehen

Zur umfassenden Dekarbonisierung des Energiesystems ist eine Transformation des gesamten Energiesystems unbestreitbar Voraussetzung. Der Förderschwerpunkt Energy Transition 2050 – Transitionsprozesse und Soziale Innovationen fokussiert auf die Energiewende als gesellschaftliches Thema und umfasst Fragestellungen zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Zukunft.