Ein neues Betriebsgebäude in ökologischer Bauweise Vorarlberg
Ausgangslage
Das Bestreben Kleinunternehmens Lustenauer Senf war es, das neue Gebäude so ökologisch und umweltfreundlich wie nur möglich zu bauen. Genau wie der Senf soll der Neubau aus natürlichen Materialien bestehen.
Beratung
Im Zuge der Beratung durch die Regionalprogramme sind die Bauherren über moderne Techniken und das Zusammenspiel der Haustechnik-Komponenten informiert und über ökologische Materialen im gewerblichen Neubau informiert worden. Zusätzlich wurde zu weiteren Fördermöglichkeiten beraten.
Umsetzung & Ergebnis
Entstanden ist ein simpler, einladender Kubus inklusive kontrollierter Be- und Entlüftung. Ein hinterlüfteter Holzschirm, großzügige Fensterflächen und begrünte Dachflächen prägen das äußere Erscheinungsbild. Im Innenraum bleibt der Holzskelettbau, der durch ein schmales, quadratisches Achsmaß gegliedert ist.
Das naturnah gestaltete Firmengelände schafft mit seinen ökologischen Nischen nun nicht nur Lebensräume für Flora und Fauna, sondern auch einen Beitrag zur Klimawandelanpassung. Mit Wildsträuchern, blühenden Wiesen und Fassaden wird das Gelände (auch für Besucher*innen) zum Hingucker. Rankgerüste vor den rückversetzten Fassaden lassen das Grün der Dächer entlang der Fassade weiterwachsen. So soll Schatten für die Dachterrasse gespendet werden. Eine Kombination aus Gründach (Umsetzung durch Partnerbetrieb Weiss+Appetito) und PV-Anlage (Umsetzung durch Partnerbetrieb BK-Photovoltaik) auf dem Flachdach erhöht den Wirkungsgrad letzterer. Sogar ein Retentionsbecken als kleines Biotop fand dort seinen Platz.
Eine Wärmepumpe, die mit Energiepfählen arbeitet, erlaubt nun Raumwärme und –kälte hocheffizient bereit zu stellen.
Die Grundidee der Energiepfahltechnologie besteht darin, über die benötigten Fundierungselemente Wärme aus dem Untergrund zu gewinnen (Geothermie) und über geeignete Systeme für die Gebäudeheizung bereitzustellen. In umgekehrter Weise lässt sich dieses Prinzip auch zur Kühlung verwenden, indem überschüssige Wärme an den Untergrund abgegeben wird. Das Erdreich kann dabei die Funktion eines saisonalen Speichers von Kühl- und Heizenergie übernehmen.
Beim neuen Firmengebäude wurden 134, mit Erdsonden verlegte, Betonpfähle zu je 12 Meter Länge verlegt. Über zwei Schächte holt sich das Gebäude noch alles an Kälte und Wärme, was es benötigt.
Weiterführende Informationen
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