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Gebäude werden Speicher für Wärme aus erneuerbarer Energie

Klima- und Energiefonds setzt beim Aufbau eines erneuerbaren Energiesystems auf Bauteilaktivierung und unterstützt Planungsdienstleistungen mit neuem Programm.

Der Gebäudebereich ist für einen wesentlichen Anteil am Energieverbrauch und an den CO2- Emissionen in Österreich verantwortlich. Raumwärme und Warmwasser sind die Hauptverursacher. Abhilfe schaffen soll die thermische Bauteilaktivierung (TBA): Dabei werden Geschoßdecken mit wassertragenden Systemen ausgestattet, die den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden maximieren soll. Im Rahmen der Ausschreibung „Energieflexibilität durch thermische Bauteilaktivierung“ unterstützt der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium Planungsdienstleistungen für die Bauteilaktivierung bei Wohngebäuden.

Bei der Bauteilaktivierung werden Rohrleitungen aus Kunststoff in massiven Bauteilen verlegt, durch die schließlich warmes Wasser zum Heizen bzw. kaltes Wasser zum Kühlen fließt. Die so aktivierten Bauteile haben die Kapazität, Wärme zu speichern, die aus erneuerbaren Quellen stammt und können dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines erneuerbaren Energiesystems leisten.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Wir brauchen den vollen Instrumentenkoffer um die Klimaneutralität für Österreich bis 2040 zu erreichen. Die Bauteilaktivierung ist dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn auch im Gebäudesektor müssen wir die Emissionen auf null reduzieren. Solche innovativen Technologien unterstützen diesen Weg maßgeblich.“

Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Die Thermische Bauteilaktivierung ist keine Raketenwissenschaft – es ist eine vergleichsweise simple Technologie, aber mit großem Potenzial! Indem man die Wärmespeicherkapazität ohnehin vorhandener Bauteile nutzt, steigt die Nutzung erneuerbarer Energie massiv. Kurz gesagt, ein wichtiger Beitrag zur Wärmewende.“

Ausschreibung „Energieflexibilität durch thermische Bauteilaktivierung“
Im Rahmen des Programms werden vom Klima- und Energiefonds gezielt Planungsleistungen für gesamte Wärmeversorgungskonzepte mit TBA als Wärmespeicher und lokal erzeugte erneuerbare Energie oder erneuerbarem Strom aus Erzeugungsspitzen als Wärmequelle beauftragt. Dadurch soll die Umsetzung möglichst vieler Projekte österreichischer Wohnbauträger auf Basis qualitativ hochwertiger Planung ermöglicht werden. Gleichzeitig wird Know-how dafür aufgebaut, welche Flexibilisierungsmöglichkeiten es in Mikro-, Nah- und Fernwärmenetzen gibt.

Für die Planungsdienstleistung steht je Einzelprojekt ein Pauschalbetrag zwischen 40.000 und 85.000 Euro zur Verfügung. Zusatzleistungen wie z.B. die Teilnahme an wissenschaftlichem Monitoring werden extra vergütet. Die verfügbaren Budgetmittel werden auf der Programmseite tba.klimafonds.gv.at veröffentlicht.

Weitere Aktivitäten
Eine Informationsseite zum Thema „Thermische Bauteilaktivierung“ wurde unter www.bauteilaktivierung.info eingerichtet. Auf dieser Webseite finden Sie weiterführende Informationen für die Zielgruppe der Planer und Umsetzer zum Thema.

Weiters wurde ein Fact Sheet „Bauteilaktivierung“ erstellt, welches grundlegende Fakten zur Bauteilaktivierung sachlich fundiert und zugleich verständlich aufbereitet und ebenfalls auf der Seite www.bauteilaktivierung.info/factsheet zu finden ist.

Pressekontakt

Klima- und Energiefonds

Katja Hoyer
Tel. (+43 1) 585 03 90-23

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