24.03.2026 – Newsletter-Beiträge – #1/2026

Regionalprogramme: Beratungen machen zukunftsfit

Ein Foto des im Text genannten Beispiels "Haus Waldfriede".

Mit den „Regionalprogrammen“ bietet der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit acht Bundesländern zielgruppenorientierte Beratungsdienstleistungen an. Der Fokus liegt dabei auf der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Abfallvermeidung und der Anpassung an den Klimawandel. Die Beratungen helfen, konkrete Maßnahmen zu planen und Investitionsprojekte vorzubereiten.

Konkret handelt es sich bei den Regionalprogrammen um eine öffentlich-öffentliche Partnerschaft zwischen dem Klima- und Energiefonds und acht Bundesländern: Vorarlberg, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien. Angesprochen wird dabei eine breite Zielgruppe: von Betrieben über Gemeinden, Schulen, kirchlichen Organisationen und NGOs. Diese sollen dabei unterstützt werden, bereits vorhandene Potenziale zu erkennen, Maßnahmen zu entwickeln und Projekte fundiert umzusetzen.

Worin liegt der Vorteil?

Für die Zielgruppen bedeutet es Zugang zu Know-how von erfahrenen Berater:innen, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Investitionen zu erarbeiten, aber auch die Möglichkeit, sich über Workshops und Veranstaltungen zu einem Thema zu vernetzen oder von bestehenden Best-Practice-Beispielen zu lernen. Zudem unterstützen die Beratungen österreichische Betriebe beim Aufbau und der Weiterentwicklung betrieblicher Nachhaltigkeits- und Umweltmanagementsysteme.

Die Verknüpfung auf Bundesebene ist dabei besonders sinnvoll, denn so werden die Unterstützungsleistungen zu den Themen Energie- und Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung, erneuerbare Energie, Umweltmanagement und Klimawandelanpassung nicht isoliert gedacht, sondern systematisch und breit verankert umgesetzt. Dabei verstehen sich die Regionalprogramme nicht als statisches Angebot: Der Klima- und Energiefonds und die Bundesländer stimmen sich regelmäßig darüber ab, welche Themen künftig besonders relevant werden. Neue klima- und energiepolitische Entwicklungen, gesellschaftliche Anforderungen oder technologische Trends werden diskutiert und in neue Beratungsschwerpunkte übersetzt bzw. bestehende Beratungsmodule  entsprechend ergänzt. So wird ein stets aktuelles, möglichst zielgruppenspezifisches attraktives Angebot sichergestellt.

Ein Beispiel aus der Praxis: Das Haus Waldfriede im Naturpark Weissensee

Beim Haus „Waldfriede“ handelt es sich um eine Tourist:innen-Unterkunft mit mehreren Appartements am Weißensee in Kärnten. Im Rahmen der ÖKOFIT‑Beratung zum Österreichischen Umweltzeichen wurde der Umstieg des Heizsystems von Heizöl auf Pellets aufgegriffen. Das geschah bereits zuvor, das Vorhaben wurde damals aber nicht umgesetzt. Bei der erneuten Prüfung stellte sich heraus, dass die ursprünglichen Berechnungen zum Pelletbedarf fehlerhaft waren und das Gebäude, entgegen der damaligen Annahme, sehr gut für einen Umstieg geeignet war, der dadurch realisiert wurde.

Die fundierte Beratung im Rahmen der Regionalprogramme bildete die Entscheidungsbasis für die neue Pelletsheizung. Seit 2024 ist diese nun in Betrieb und ersetzt das frühere Ölheizungssystem durch eine erneuerbare, regionale und kostengünstigere Energiequelle. Zusätzlich wurde, ebenfalls angestoßen durch die Beratung, eine Photovoltaikanlage errichtet, die 2025 fertiggestellt worden ist. Damit wurde das Energiesystem des Hauses umfassend modernisiert und auf nachhaltige Eigenproduktion ausgerichtet.

Das Projekt zeigt, wie wirkungsvoll und richtungsweisend die Beratung in den Regionalprogrammen ist: Fehleinschätzungen wurden korrigiert, offene Fragen konnten geklärt und Investitionsentscheidungen auf Basis fundierter Daten getroffen werden.

 

Weitere Informationen zu den Regionalprogrammen sowie das Beratungsangebot aller teilnehmender Bundesländer finden Sie hier: https://www.klimafonds.gv.at/regionalprogramme/

 

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