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FINI: Fischschutz und Anströmung an Wasserkraftanlagen mit niedrigen Fallhöhen

  • Förderung
  • Energieforschung
  • Abwicklungsstelle
  • FFG
  • Fördersumme
  • 220.883 EUR
  • Projektvolumen
  • 295.755 EUR
  • Förderwerber
  • Universität Innsbruck - Arbeitsbereich Wasserbau, Institut für Infrastruktur
  • Kurzbeschreibung
  • Die Wasserkraft ist elementarer Bestandteil der Stromerzeugung in Österreich und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele. Sowohl bei der Planung von neuen Wasserkraftanlagen als auch bei der ökologischen Anpassung von Bestandsanlagen kommt dem Fischschutz, d.h. dem Schutz der Fische bei der flussabwärts gerichteten Wan-derung, herausragende Bedeutung zu. Es gilt hierbei durch geeignete technische Maßnah-men dafür zu sorgen, dass jene Fische, die in den Turbinen der Wasserkraftanlagen mit hoher Wahrscheinlichkeit geschädigt werden, über ein geeignetes Bypass-System einen sicheren Weg in Richtung Unterwasser finden. Für den weiteren Ausbau gelten strenge umweltre-levante Anforderungen. An Flussstrecken, welche zur Gewährleistung der Sohlstabilität aber auch aus ökologischen Gründen umfassend saniert werden müssen, bietet sich die Kombi-nation dieser zwingend erforderlichen flussbaulichen Maßnahmen mit einem ökologisch be-sonders anspruchsvollen Ansatz der Wasserkrafterzeugung an. Hierzu wurde das Konzept der Fließgewässerkraftwerke entwickelt, welche sich insbesondere durch niedrige Fallhöhen, dynamische Oberwasserspiegel, vollständige Geschiebedurchgängigkeit und hohe Ansprü-che an die ökologische Durchgängigkeit auszeichnen. " Trotz der hohen ökologischen Ansprüche und des Beitrages zum Klimaschutz sehen sich die Fließgewässerkraftwerke – wie auch andere Wasserkraftanlagen mit niedrigen Fall-höhen – einer sehr kritischen Beurteilung insbesondere hinsichtlich des Fischschutzes aus-gesetzt. Für eine fachgerechte Bewertung der Fischschutzkonzepte dieser durchaus großen Anlagen fehlen noch wichtige hydraulische Grundlagen. Insbesondere sind die Auswirkungen der Strömungsrichtungen und der Strömungsgeschwindigkeiten an den Fischleiteinrichtungen noch nicht hinreichend bekannt. So variieren diese Indikatoren beispielsweise in Abhängigkeit der gewählten Geometrie, aber auch bei unterschiedlichen Abflüssen erheblich." " Im beantragten Projekt sollen diese Grundlagen unter Verwendung aktueller Methoden erarbeitet werden. Hierzu sollen mehrdimensionale numerische sowie experimentelle Simulationen durchgeführt und fortlaufend hinsichtlich der verhaltensbiologischen Zusam-menhänge aber auch der Auswirkungen auf die Effizienz der Wasserkraftanlagen bewertet werden. Hieraus ergeben sich detaillierte Erkenntnisse über die Strömungsverhältnisse und Leitwirkung im Bereich der Fischschutzeinrichtungen (z.B. Schrägrechen, Louver, Elektro-seilrechen). Diese Untersuchungen münden dann in eine Zusammenstellung wichtiger Grundlagen zur Leitwirkung verschiedener Fischschutzkonzepte." "Hieraus sollen zukünftig Empfehlungen für einen umweltfreundlichen weiteren Ausbau der Wasserkraft bzw. einer ökologisch nachhaltigen Erhöhung der Stromerzeugung aus Wasserkraft abgeleitet werden können (vgl. TF 5 / 5.9). Die Ergebnisse werden auch die Einsatzmöglichkeiten von Kom-paktturbinen, welche schmiermittelfreie Lager verwenden (vgl. TF 5 / 5.9), an Wasserkraftan-lagen mit niedrigen Fallhöhen und sehr hohen Anforderungen an den Fischschutz aufzeigen. "
  • Jahresprogramm
  • 2017#
  • Projektlaufzeit
  • 01.03.2018 bis 31.08.2019
  • Klimafondsnummer
  • KR17EF0F13853