Quantifizierung von Landnutzungsänderungen und deren Folgen für Kohlenstoffspeicherung im Boden

  • Förderung
  • StartClim
  • Abwicklungsstelle
  • UBA
  • Fördersumme
  • 9.122 EUR
  • Projektvolumen
  • 19.984 EUR
  • Förderwerber
  • Bundesforschungszentrum für Wald
  • Kurzbeschreibung
  • In Österreich wird jährlich 0.5% der Agrarfläche versiegelt. Österreich gilt als Europameister des Bodenverbrauchs. Der Verbrauch findet meistens kleinräumig und über einen längeren Zeitraum statt. Vielfach werden die politischen Entscheidungen von lokalen Behörden getroffen um lokale und regionale Ansprüche der Bevölkerung zu berücksichtigen. Zu den Landnutzungsänderungen tragen auch LandbesitzerInnen und LandbewirtschafterInnen bei, die innerhalb den rechtlichen Rahmen über die Nutzung ihrer Fläche entscheiden. Gleichzeitig wird in der internationalen Diskussion den Böden und dem Bodenschutz eine hohe Bedeutung zugemessen. Der Humusaufbau dient der Ernährungssicherheit, der biologischen Vielfalt und verbessert die Wasserhaltefähigkeit der Böden. Die Böden haben auch im Klimaschutz eine wichtige Rolle, wenn es gelingt, die Kohlenstoffspeicherung im Boden zu erhöhen. Wie die die nationalen Zahlen von täglich versiegeltem Boden zeigen, wird der landwirtschaftliche Boden als Flächenreserve für Bauland, Infrastruktur und Tourismus gesehen. Inzwischen ist das Thema des Schutzes landwirtschaftlicher Böden auf nationaler politischer Ebene angekommen doch wir wissen wenig, wie und ob die nationalen Zielsetzungen auf regionaler und lokaler Ebene wahrgenommen oder umgesetzt werden. Im Projekt werden anhand verfügbarer Bodendaten die Landnutzungsänderungen zwischen Grünland, Ackerland, Wald und verbauten Flächen quantifiziert. Aus vorhandenen Daten soll abgeschätzt werden, welches Kohlenstoff-Festlegungspotential durch Landnutzungsänderungen in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen ist. Aus einer Abschätzung des Kohlenstoff-Speicherpotentials soll abgeleitet werden, ob die aktuelle Bodennutzung die verlorene Kohlenstoffspeicherung ausgleichen kann. Weiters wollen wir die Einschätzungen zu den Chancen und Risiken der Landnutzungsänderungen im Bezug zur ländlichen Entwicklung, Ernährungssicherheit und Klimaschutz bei lokalen Entscheidungsträgern einholen.
  • Jahresprogramm
  • 2020#
  • Projektlaufzeit
  • 01.08.2020 bis 31.07.2021
  • Klimafondsnummer
  • K20SL0U288748