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Wärme und Kälte aus Sonnenenergie: Klima- und Energiefonds fördert solarthermische Großanlagen für Gewerbe

  • 5 Mio Euro Förderbudget für Anlagen bis 2.000 m2
  • Förderaktion bringt Anschub für Green-Technology aus Österreich

Die Solarwärme-Branche ist ein wichtiger Industriezweig im Bereich der Wärme- und Warmwasserversorgung für Österreich. Im internationalen Vergleich gehört Österreich bei der Pro-Kopf-Installation weltweit zu den führenden Ländern. Mit der heute startenden Förderaktion des Klima- und Energiefonds soll das Potenzial der solaren Großanlagen für Gewerbe und Industrie stärker erschlossen werden. Das Gesamtfördervolumen der Aktion beträgt 5 Millionen Euro.

Das Förderprogramm „Solarthermie – große Solaranlagen“ ist seit Jahren ein wichtiger Förderschwerpunkt des Klima- und Energiefonds. Mit 165 geförderten Projekten in vier Jahren konnte ein beachtliches Know-how aufgebaut werden, um den zukünftigen Großanlagenmarkt zu erschließen. Dabei geht es nicht nur um Österreich, solare Großanlagen könnten der nächste Exportschlager der heimischen Solarindustrie werden. Umweltminister Andrä Rupprechter anlässlich des heutigen Programmstarts: „Grüne Technologien eröffnen neue Chancen für Österreichs Wirtschaft. Mein Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren bei den Green Jobs die 200.000er-Grenze zu überschreiten. Die Förderaktion des Klima- und Energiefonds unterstützt dieses Ziel, denn die Solarthermiebranche ist ein Bereich, der hohes Potenzial birgt.“

Konkret fördert der Klima- und Energiefonds große Solaranlagen bis 2.000 m2 in fünf Schwerpunkten:

  • Solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben
  • Solare Einspeisung in netzgebundene Wärmeversorgung
  • Hohe solare Deckungsgrade in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben
  • Neue Technologien und Innovative Ansätze

Klima-und Energiefonds bietet Doppelnutzen für Fördernehmer

Neben Potenzialen zur Kostensenkung spielen technische Innovationen im Förderprogramm eine zentrale Rolle. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Das Förderprogramm bringt solarthermische Innovationen rasch in den Markt und erschließt neue Anwendungsbereiche für Betriebe. Die bereits geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig Solarthermie eingesetzt werden kann – vom steirischen Obsthof über Hotels bis zur Betonfertigung übernehmen die Großanlagen bis zu 30 Prozent der fossilen Wärme- und Kälteversorgung.“ Wie in den Vorjahren werden die innovativsten Projekte wissenschaftlich begleitet, die Erkenntnisse dienen der Weiterentwicklung der Technologie solarer Großanlagen.

Förderbeispiel: Beschlägefabrik Julius Blum, Vorarlberg

Das Unternehmen Julius Blum installierte im Rahmen des Förderprogramms eine thermische Solaranlage mit einer Bruttokollektorfläche von knapp 460 m2. Die Sonnenkollektoren liefern Wärme für den Produktionsprozess und Warmwasser für die Sanitäreinrichtungen, auch die Heizung der Produktionshalle wird solar unterstützt. In den drei Jahren seit Inbetriebnahme deckte die Solaranlage im Mittel 15 Prozent der Prozesswärme für die Beschichtungsanlagen, damit werden jährlich rund 32.000 Kubikmeter Erdgas eingespart.

Das Förderprogramm in Kürze

Gefördert werden innovative, solarthermische Anlagen für Unternehmen mit einer Kollektorfläche zwischen 100m2 und 2.000 m2. Eine Ausnahme bildet der Schwerpunkt 5: Neue Technologien und innovative Ansätze. Hier muss das Kollektorfeld der Anlage eine Größe von zumindest 50 m² und maximal 250 m² aufweisen. Die Ausschreibung „Solarthermie – Solare Großanlagen“ ist von 29.04.2014 bis zum 25.09.2014 geöffnet. Die vollständigen Antragsunterlagen müssen bis 25.09.2014 um 17:00 Uhr online bei der Kommunalkredit Public Consulting einlangen.