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„Vorzeigeregion Energie“: 11 Regionen starten mit der Erstellung von Umsetzungskonzepten

2016/2017 stehen 23 Mio. Euro für die Umsetzung österreichischer Musterlösungen im Bereich Energietechnologie zur Verfügung.

Intelligent, sicher und leistbar soll das Energie- und Verkehrssystem der Zukunft sein. Ideen, wie es unter realen Bedingungen funktionieren kann, werden ab sofort in elf Projekten in Österreich erarbeitet. „Vorzeigeregion Energie“ heißt das neue Förderprogramm des Klima- und Energiefonds, das im Herbst 2015 in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) gestartet wurde. Diese entwickeln mit einer Förderung von über 2 Mio. Euro Gesamtkonzepte zur Realisierung von groß angelegten Vorzeigeregionen, die international Vorbildcharakter haben. Für deren Umsetzung stehen dieses und nächstes Jahr weitere 23 Mio. Euro zur Verfügung. Die zweite Ausschreibung startet im Herbst.

Innovationsminister Jörg Leichtfried: „Österreich liegt im Bereich Ökoinvestitionen derzeit im internationalen Spitzenfeld, aber die Zukunft wird von rasanten Veränderungen und wachsenden Märkten geprägt sein. Damit Österreich hier weiterhin ein Leitmarkt bleibt, unterstützen wir heimische Betriebe bei der Entwicklung und Demonstration innovativer Energietechnologien aus Österreich. In den Vorzeigeregionen wird die Energiezukunft real erlebbar gemacht. Gleichzeitig können Unternehmen ihre Lösungen auch international präsentieren. So fördern wir nicht nur den heimischen Wirtschaftsstandort, sondern können auch über die Grenzen hinaus Trends setzen.“

Nutzer steht im Zentrum – Aktive Einbindung und Teilnahme

Die „Vorzeigeregion Energie“ stellt das effiziente Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Systemmanagement und Speicherung in den Vordergrund. Denn die Systeme der Zukunft müssen flexibel, dezentral und intelligent vernetzt sein. Der Konsument ist dabei nicht nur Teilnehmer, sondern auch aktiver Gestalter und rückt damit immer mehr ins Zentrum. „Mit diesem Programm wollen wir das Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen, dass Österreich Technologieführer für innovative Energietechnologien ist. Die Leistbarkeit ist dabei ein entscheidender Faktor in der nachhaltigen Veränderung unseres Energie- und Verkehrssystems. Unser Ziel ist es daher, neue Technologien rasch in den Markt zu bringen. Die ausgewählten Konzepte unserer „Vorzeigeregion Energie“ stellen sich den Herausforderungen der Energiewende und gehen innovative Wege Richtung Energiezukunft“, unterstreicht Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds.

Die ausgewählten Projekte „Vorzeigeregion Energie“

Jedes der für eine Förderung vorgesehenen Umsetzungskonzepte zielt auf spezifische Aspekte ab, die künftig im Energie- und Verkehrssystem besonders relevant sind. Die von einer internationalen ExpertInnenjury ausgewählten Projekte sind:

EnergyLab East: Energiewende in der Region Ostösterreich mit hoher Nutzung von erneuerbarer Energie

Erarbeitet wird ein Umsetzungskonzept für Erneuerbaren-Ausbau und Netzintegration in Ostösterreich unter der Prämisse, dass Wien und die urbanen Zentren in Niederösterreich als „Energiesenke“ für die zeitweiligen Überschüsse aus den burgenländischen und niederösterreichischen Öko-Kraftwerken dienen.

Konsortialführer: NÖ Energie- und Umweltagentur GmbH

EnLEit OÖ: Energietechnologie-Leitregion Oberösterreich

Entwickelt wird ein gesamthaftes Konzept mit zumindest vier regionalen “Leuchttürmen”. Im Fokus stehen dabei u.a. der “Schwarm” PV-Eigenverbrauch, Biomassetechnologien, innovative Technologien und Services für KMUs sowie Elektromobilität.
Konsortialführer: OÖ Energiesparverband

GreenTechValley_2022: Hier wachsen integrierte Innovationen der Wärme- & Stromwende

10 Technologieführer, 4 Energiedienstleister, 6 Forschungseinrichtungen entwickeln gemeinsam mit Kunden einen Innovationsplan für die großflächige Demonstration einer 100%igen Versorgung durch Erneuerbare. Im Fokus steht die Verschränkung von Wärme, Strom & Mobilität durch integrierte Hybridnetze.

Konsortialführer: Green Tech Cluster Styria GmbH

heatswap_Salzburg: Integrierter Wärmeplan Zentralraum Salzburg – Umsetzungsplan für die Wärmewende der Energie-Vorzeigeregion Salzburg

Mit der Entwicklung eines integrierten Wärmeatlas wollen Stadt und Land Salzburg gemeinsam die Wärmewende für den Zentralraum Salzburg einleiten. Technologische Innovation verschränkt mit Raumplanung, neuen Geschäftsmodellen, Regulierungs- und Governance-Optionen werden zur soliden Basis für die Umsetzung.

Konsortialführer: SIR – Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen

Industrieachse MuMü: Vorzeigeregion Energie „Industrieachse Mur-Mürz“

Vorbereitet wird eine weltweit sichtbares Testbed für eine zeitweise Versorgung einer Industrieregion mit 100% erneuerbarer Energie aus der Region.
Konsortialführer: Montanuniversität Leoben – Lehrstuhl für Energieverbundtechnik

KIST_EBAM: Kirchdorf-Steyr: energiesparend, bürgerfreundlich, automatisiert mobil

Erstellt wird eine Strategie für die Realisierung einer ländlichen Modellregion, in der eine automatisierte und vorrangig auf erneuerbaren Energieträgern basierende Mobilität anschaubau wird.
Konsortialführer: STUDIA-Schlierbach Studienzentrum für internationale Analysen

OÖ4Industry: Vorzeigeregion Produzierende Industrie OÖ

Entwickelt wird eine Gesamtstrategie für eine mittelfristige Etablierung Oberösterreichs als international sichtbarer Vorzeigestandort für eine energieeffiziente, erneuerbare Produktion unter Einsatz innovativer österreichischer Energietechnologien.
Konsortialführer: AIT Austrian Institute of Technology GmbH

VorTEIL: „Vorzeigeregion Tourismus – Energietechnologien & Innvotation leben!“

Ziel des Projektes ist es, sichere und leistbare Energie- & Verkehrstechnologien aus Österreich anhand der Bedürfnisse und Anforderungen der heimischen Tourismuswirtschaft zu verschmelzen. Das Umsetzungskonzept soll eine nachhaltige und international sichtbare Vorzeigeregion Tourismus ermöglichen.

Konsortialführer: AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Windvermarktung: Musterlösungen über innovative Pilotanwendungen zur intelligenten Vermarktung von Windenergie im Burgenland

Geleistet werden Vorarbeiten für die Erschaffung einer Region, die für einen sinnvollen Umgang mit der Ressource Windenergie steht. Im Mittelpunkt stehen Direktversorgungsmodelle für BürgerInnen und Betriebe und eine Aktivierung von Flexibilitäten im System.
Konsortialführer: Forschung Burgenland GmbH

WIVA P&G: Wasserstoffinitiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas

Entwickelt wird ein Gesamtkonzept für ein wasserstoff-/gas-basiertes erneuerbares Energiesystem mit Österreich als zentrale Energiespeicherregion Europas.
Konsortialführer: Verein Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz

ZIRBE: Zielorientiertes Innovationslabor Osttirol

Erarbeitet wird ein Konzept für die Umsetzung eines Innovationslabors im alpinen Raum. Dieses soll gemeinsam mit Unternehmen, Institutionen und der Bevölkerung zur Annäherung an die Energieautonomie geschehen.

Konsortialführer: Regionsmanagement Osttirol

Das Programm „Vorzeigeregion Energie“

In der Vorzeigeregion Energie werden mit innovativen österreichischen Energietechnologien Musterlösungen für klimafreundliche, effiziente, sichere und leistbare Energie- und Verkehrssysteme entwickelt und großflächig im Realbetrieb erprobt und demonstriert. Sie dienen als Modelle für eine breite Übertragung und Umsetzung. Im Fokus stehen die zentralen Herausforderungen der Energiewende: Integration eines möglichst hohen Anteils erneuerbarer Energien, Flexibilisierung, verschiedene Sicherheitsaspekte, geeignete Geschäftsprozesse sowie attraktive Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, Etablierung neuer Kooperationen und Einbeziehung neuer Akteure sowie effiziente Technologien und deren Systemintegration.
Der Klima- und Energiefonds stellt in Kooperation mit dem Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) für das Förderprogramm „Vorzeigeregion Energie“ insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird ab sofort – mit einem Budget von 2 Millionen Euro –die Umsetzung ausgewählter Konzepte. Für die Jahre 2016 und 2017 stehen weitere 23 Millionen Euro zur Verfügung.