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Ungebrochen hoher Andrang auf Klima- und Energiefonds Forschungsgelder

Utl.: 29 Mio. Euro für klimarelevante Energieforschung sollen die Konjunktur ankurbeln

Heute um 12.00 Uhr wurde der Call für die zweite Klimafonds Energieforschungsausschreibung „Neue Energien 2020“ geschlossen. „Über 200 Projektanträge sind eingegangen. Vorwiegend haben Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft eingereicht, aber auch wissenschaftliche Institutionen, Forscher und Gemeinden sind dabei“, zeigt sich Eveline Steinberger, zuständige Geschäftsführerin im Klima- und Energiefonds, zufrieden.

Damit setzt sich der positive Trend aus 2008 in der österreichischen Energieforschung fort. „Das ist unheimlich wichtig, weil es gerade in Krisenzeiten bedeutender denn je wird, in grüne Technologien zu investieren, um die Wirtschaft nachhaltig anzukurbeln. Finanzkrise und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen, wäre ein Fehler, der sich bereits in wenigen Jahren rächen würde. Die Märkte der Zukunft sind grüne Märkte. Wer das nicht erkennt, unterliegt künftig im internationalen Wettbewerb“, so Eveline Steinberger weiter.

Der Schwerpunkt des Klima- und Energiefonds liegt in der sogenannten angewandten Energieforschung. Damit verbundener Anspruch ist, durch Innovation und Technologieentwicklung, Effizienz zu steigern und CO2-Emissionen zu vermeiden oder drastisch zu senken sowie Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Das erwartete Marktvolumen für Energietechnologien ist enorm. Die EU bezifferte es Mitte 2008 mit 2.200 Milliarden Euro bis 2020. Ebenso verhält es sich mit den Beschäftigungseffekten. Hier wird allein für Europa mit bis zu einer Million neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Und das allein in den unmittelbar betroffenen Branchen.

„Wir unterstützen die Wirtschaft und Wissenschaft technologisch nicht Nachzügler oder Mitläufer zu sein, sondern Österreich in eine Vorreiterposition zu bringen. Wir wollen damit unsere Ambitionen mit Blick auf Zukunftstechnologien verstärken, etwa was die Entwicklung von Wasserkrafttechnologien für sensible Standorte, Solartechnologie, Speichertechnologien für die zunehmend dezentrale Stromerzeugung, Mobilität oder Biomassetechnologien der zweiten Generation betrifft“, sagt Eveline Steinberger.

Der Klima- und Energiefonds der Österreichischen Bundesregierung wurde 2007 errichtet. Pro Jahr stehen 150 Mio. Euro an Fördergelder für die Bereiche F&E, Verkehr und Marktdurchdringung zur Verfügung. Vor wenigen Wochen wurde eine Strukturoptimierung eingeleitet, sodass Förderungen zukünftig noch rascher beim Förderkunden ankommen können. Die Novelle zum Klima- und EnergiefondsGesetz wird derzeit im Umweltausschuss beraten und soll Ende Februar im Nationalrat behandelt werden.