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Start für 4. „Smart Cities Demo“-Call: Klima- und Energiefonds setzt mit weiteren 8,5 Mio. auf intelligente Stadtentwicklung

  • Bures: „Unser Beitrag zum Innovationsraum Stadt: seit 2010 rund 25 Mio. für leistbare und lebenswerte Städte“
  • Vogel: „Jährlich mehr Städte die auf Energiezukunft und Systemumbau setzen“
  • Neuer Schwerpunkt 2013: Einstiegsmaßnahmen und Umsetzungsprojekte

 Heute, Donnerstag, startet der vierte Call im Rahmen der Smart Cities-Initiative des Klima- und Energiefonds. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre sprechen für sich: Insgesamt 21 Städte und urbane Regionen aus allen Bundesländern entwickeln seit 2010 Lösungen für nachhaltigen Wohn- und Lebenskomfort und realisieren teilweise transnationale Demoprojekte. Der diesjährige Call des Klima- und Energiefonds ist mit 8,5 Mio. Euro ausgestattet. Damit standen seit Beginn der Initiative 2010 rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Heuer werden ausdrücklich auch Smart City-Einstiegsprojekte gefördert, die Pionierarbeit für nachfolgende Demoprojekte leisten.

 In der intelligenten und nachhaltigen Smart City stehen nicht nur innovative Technologien, sondern vor allem der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. „Unser Ziel ist, Städte lebenswert zu machen. Der Kima- und Energiefonds unterstützt uns bei diesem Vorhaben durch seine Förderprogramme konsequent und erfolgreich. Der neue Call stellt einen weiteren zentralen Baustein unseres Förderschwerpunktes zum Lebensraum Stadt dar“, betont Innovationsministerin Doris Bures.

 Flächendeckende Umsetzung – konsequenter Systemausbau

Der Call 2013 für „Smart Cities Demo“ geht konsequent in Richtung Umsetzung: Gefördert werden Demoprojekte, die erste Bausteine einer intelligenten Stadt oder urbanen Region umsetzen. Die vierte Ausschreibung ist eine logische Fortsetzung der vorangegangen und setzt auf einen kontinuierlichen Ausbau des gesamten Systems. „Wir suchen Projekte mit der Stadt als Testfeld. Wegweisende Technologien sollen vernetzt zum Einsatz kommen und zeigen, wie lebenswertes, leistbares und nachhaltiges Leben in der Stadt funktionieren kann“, präzisiert Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds.

Eckdaten: Geförderte Projekte, Programmziele und Fristen

Förderwerber sind aufgerufen, Smart-City-Einstiegsprojekte, Smart-City-Demoprojekte, Smart-City-Anschlussförderungen zu transnationalen Projekten oder Smart-City-Begleitmaßnahmen einzureichen. Der Call richtet sich an Länder, Städte, Gemeinden, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Hauptziele sind, einen nachhaltigen Transformationsprozess einzuleiten und Förderwerbern Kontinuität zu bieten. „Speziell Leitprojekte mit hohen investiven Anteilen, die gleichzeitig deutlich zur Weiterentwicklung beitragen, brauchen eine lange Vorbereitungszeit, um im Wettbewerb punkten zu können. Dieser Entwicklung begegnen wir mit einem erweiterten Förderangebot, das speziell vorbereitende Maßnahmen für nachfolgende Umsetzungsprojekte unterstützt“, erklärt Vogel.

Die Einreichfrist für Smart City-Einstiegsprojekte, Anschlussförderungen und Begleitmaßnahmen endet am 30.1.2014, Einreichungen von Smart City-Demoprojekten sind bis 31.3.2014 möglich.

Bisherige Entwicklungen: Smart-City-Calls des Klimafonds 2010-2012

2010 startete der Klima- und Energiefonds europaweit als erster Fördergeber seine Smart-Cities-Initiative. Im Frühjahr 2011 – als Ergebnis des ersten Calls – begannen 18 Städte und urbane Regionen damit, erste Schritte in Richtung Smart City zu setzen. Alle Projekte aus dem ersten Call sind fertig gestellt, die Endberichte sind auf der Homepage des Klima- und Energiefonds sowie auf der Website www.smartcities.at veröffentlicht:

http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/projektberichte/forschung/

http://www.smartcities.at/

2011 folgte der zweite Call, im April 2012 wurden die neuen Projekte präsentiert: Graz, Salzburg, Villach, Weiz-Gleisdorf, Hartberg und Rheintal. Zeitgleich attestierte das Fraunhofer-Institut Österreich eine zentrale Vorreiterrolle bei Smart City-Technologien.

Als Ergebnis des Calls 2012 waren die Städte Leoben und Oberwart erfolgreich: Das Projekt Smart Tower Enhancement Leoben Austria (STELA) beschäftigt sich mit der umfassenden thermischen und technischen Sanierung und gleichzeitig grundlegenden Aufwertung von in den 70er Jahren konzipierten Quartieren mit Wohnnutzung am Beispiel einer Wohnanlage in Judendorf Leoben. LOADSHIFT Oberwart hat die Entwicklung eines gebäudeübergreifenden Energiemanagementsystems zur urbanen Lastverschiebung zum Inhalt: Über die Entwicklung und den Living-Lab-Testbetrieb eines gebäude- und nutzerInnenübergreifenden Energiemanagements im urbanen Testgebiet wird eine optimierte Lastverschiebung für Strom, Wärme und Kälte pilothaft durchgeführt.

Des Weiteren haben fünf Smart City-Einstiegsprojekte – die Sondierungen von Bruck an der Mur, Güssing, der Region Gmunden, Salzburg und Wien-Aspern – eine Zusage erhalten.