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Starkes Jahr für Forschung: Klima- und Energiefonds beschließt 30-Millionen-Förderpaket

  • Energieeffizienz-Projekte entscheiden Löwenanteil für sich
  • Weitere 2,2 Millionen Euro für neun Anschlussbahnprojekte
  • Öffentlicher Verkehr im ländlichen Raum erhält zusätzlich 765.000 Euro

Eine ungebrochen starke Nachfrage gibt es beim Klima- und Energiefonds für Förderungen im Bereich Energieforschung: Mit rund 22 Millionen Euro – und damit dank einer Mittelaufstockung fünf Millionen mehr als zunächst vorgesehen – wurden durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds gestern 53 Projekte aus den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher zur Förderung beschlossen und zusätzliche acht Millionen Euro für Leitprojekte, die je mehr als zwei Millionen Förderung erhalten, reserviert.

Die zur Förderung Projekte aus dem Bereich Energieeffizienz zielen vor allem darauf ab, den Energieverbrauch in der Industrie durch neue, innovative Verfahren maßgeblich zu reduzieren. So ist die Entwicklung von energieeffizienten Asphalten das konkrete Ziel eines zur Förderung beschlossenen Projekts. Ein anderes Projekt wird erproben, inwiefern das in Straßentunneln vorhandene Geothermiepotenzial zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Und auch im Bereich der LED-Technik wurden Projektanträge genehmigt: Hier geht es etwa um die Weiterentwicklung von LED-Technologien für Anwendungen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich.

Innovationsministerin Doris Bures: „Die Industrie ist zentral für Beschäftigung und Investitionen in Österreich. Sie gehört zu den energieeffizientesten weltweit und hat in der Vergangenheit bereits sehr viel in emissionsmindernde Maßnahmen investiert. Weitere Effizienzmaßnahmen sind eine große Herausforderung für die Unternehmen. Genau hier setzen wir gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds an – wir unterstützen Unternehmen dabei, Forschungsaktivitäten punktgenau umzusetzen und rasch in die Praxis zu überführen.“

Projekte aus dem Bereich „Energieeffizienz“ beanspruchen mit 40% den größten Anteil am Fördertopf: Die Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Theresia Vogel: „Durch die Förderung dieser Projekte zahlen wir ganz konkret auf das Ziel der neuen Bundesregierung – mehr Effizienz – ein. Die Erstellung einer Roadmap Energieeffizienz war daher auch ein ganz konkreter Teil unserer Ausschreibung.

Ein Konsortium von Energieinstitut an der JKU Linz und dem Austrian Institut of Technologie hat sich durchgesetzt und kann im Jänner 2014 mit der Arbeit beginnen.“

Das Energieforschungsprogramm „e!Mission.at“ hat seit seinem Bestehen 2007 knapp 640 Projekte mit mehr als 200 Millionen unterstützt und damit Investitionen von mehr als 380 Millionen Euro ausgelöst. Die Ausschreibung 2013 war erneut stark überzeichnet: Mit Einreichschluss Mitte September 2013 sind 181 Projekte eingelangt, die in Summe 78 Millionen Euro Förderung beantragt haben. „Wir sehen, dass unsere Förderstrategie hier klar aufgeht und wir für Wissenschaft und Wirtschaft ein starker Partner sind“, so Theresia Vogel

Weitere Förderbeschlüsse

Ebenso beschlossen wurden im Rahmen der gestrigen Sitzung 2,2 Mio. Euro Förderung für neun Anschlussbahnprojekte und insgesamt 16 regionale Verkehrsprojekte im ländlichen Raum (Mikro-ÖV) erhalten 765.566 Euro Förderung.

Anschlussbahnen – 9 Projekte erhalten 2,2 Millionen Förderung

Der Klima- und Energiefonds fördert seit seinem Bestehen 2007 Anschlussbahn- und Terminalprojekte, die einen besonders hohen Beitrag zur CO2-Emissionsreduktion leisten und Transporte von der Straße auf die Schiene bringen. Bisher wurden 55 Projekte mit in Summe knapp 47 Mio. Euro Förderbudget unterstützt. Das laut den Verträgen vereinbarte CO2-Einsparungspotential über die gesamte Laufzeit der Förderverträge – also bereits in den nächsten Jahren – beträgt 2,633.558,5 Tonnen. Weitere neun Projekte kommen nun hinzu. Eines davon ist die Erweiterung der Anschlussbahn Sappi/Gratkorn, die mit knapp 157.000 Euro unterstützt wird.

Mikro-ÖV 2013: Bürgerbusse und Shuttleservice machen am Land mobil

Aus rund 30 eingereichten Projekten hat die Jury des Klima- und Energiefonds dem Präsidium 16 Projekte zur Förderung empfohlen: Die Projekte werden in Summe mit rund 765.000 Euro gefördert. Konkret gehen nun z.B. ein Bürgerbus in Sankt Georgen, gefördert mit 48.459 Euro, oder auch der Wipptalshuttle, eingereicht vom Planungsverband Wipptal, gefördert mit 51.000 Euro, in die Umsetzung.

Mit dem Bürgerbus in Sankt Georgen werden zukünftig Schülertransporte und Fahrtmöglichkeiten für ältere Personen realisiert werden können. Ebenso soll „Essen auf Rädern“ eingeführt werden.

Der Wipptalshuttle wird zukünftig die Region an Innsbruck anbinden und als Taxidienst an den Wochenenden und während der Nachtstunden arbeiten. „Unser Ziel ist es, dass Mobilität auch in kleineren Gemeinden ohne eigenes Auto möglich ist. Das bedeutet Lebensqualität“, sagt Klima- und Energiefonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

Neu 2013 im Bereich Mikro-ÖV: Projekte zum Thema Carsharing. Durchgesetzt hat sich hier das Projekt „Umsetzungsstrategie alternativer Mobilitätsservices in Deutschfeistritz“, eingereicht von der Marktgemeinde Deutschfeistritz, gefördert mit 21.600 Euro. Ziel des Projektes, das mit der Modellregion E-Mobilität Graz des Klima- und Energiefonds kooperiert, soziales Car-Sharing – z.T. mit E-Mobilität, in der Gemeinde zu etablieren.