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Schulstart für Klimaschulen: Klima- und Energiefonds startet neues Projektjahr

Tausende Schülerinnen und Schüler drücken bereits in 258 „Klimaschulen“ die Schulbank – nun sollen weitere hinzukommen! Ab sofort können sich erneut Schulen in Klima- und Energie-Modellregionen für dieses Programm bewerben. Gesucht werden vor allem Ideen und Umsetzungen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Mobilität und Konsum-Lebensstil-Ernährung. Pro Projekt werden bis zu 22.000 Euro Unterstützung vergeben. In Summe stehen für die Aktion, die bis 30.03.2017 läuft, 400.000 Euro zur Verfügung.

Umweltminister Andrä Rupprechter: „Der Klimawandel ist Realität und seine Folgen sind schon deutlich sichtbar – darum ist Nachhaltigkeit wichtiger denn je. Die Schülerinnen und Schülern von heute gestalten die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von morgen. Wenn wir unsere Umwelt langfristig schützen wollen, müssen wir gerade die jungen Menschen mit entsprechendem Know-how und Verantwortungsbewusstsein ausstatten.“

Ziel des Programms „Klimaschulen“ ist es, mit den Schülerinnen und Schülern Projekte durchzuführen, die einerseits das Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels schärfen und anderseits Lösungskonzepte erarbeiten. Denn die Basis für die tausenden kleinen und großen Entscheidungen, die ein Mensch in seinem Leben treffen muss, wird in jungen Jahren gelegt.

„Mit unseren Klimaschulen leisten wir einen Beitrag zur langfristigen Verhaltensänderung bei Kindern. Klima- und Energiethemen ziehen in den Schulalltag ein – und damit auch in den Lebensalltag der Familien. Durch beispielhafte und nachahmenswerte Projekte wird Wissen aufgebaut, das in den Klima- und Energiemodellregionen auch gelebt wird“, sagt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. 

Beispielprojekt: Klimaschule Vöckla-Ager
In der Klima- und Energiemodellregion Vöckla-Ager erarbeiteten SchülerInnen der NMS I Schwanenstadt, der NMS Attnang-Puchheim und der HTBLA Vöcklabruck in unterschiedlichen Projekten Konzepte zur Energieausweiserstellung und zur schulischen Mobilität. Eine Klimawoche wurde hier ebenso organisiert wie ein Peer-Tutoring im Bereich Gebäudetechnik. Informationen zu Thermografie und zur Erstellung von Energieausweisen standen ebenfalls auf dem Programm.
Unter dem Motto „Spaß muss es machen“ wurden zum Beispiel die Energieverbrauchsdaten der jeweiligen Schulgebäude analysiert und aufgrund dieser Daten Energieausweise erstellt. Die SchülerInnen nahmen aber auch den Energieverbrauch ihres eigenen Elternhauses genauer unter die Lupe, führten Lärmmessungen durch oder lernten bei Exkursionen mehr über Forschung & Entwicklung bzw. Karriere-Chancen in diesem Bereich. Auch die die schulische Mobilität ein großes Thema: SchülerInnen und LehrerInnen hinterfragten ihr eigenes Mobilitätsverhalten, führten Verkehrszählungen oder Befragungen auf dem Wochenmarkt durch. So konnte zum Beispiel festgestellt werden, dass sich zwischen 7:30 und 8:00 die meisten PKWs vor der Schule aufhielten (durchschnittlich rund 50). Die Erkenntnisse wurden auf Plakaten dargestellt, die nun zum Umdenken der Verkehrsmittelwahl bewegen sollen. Fazit der Beteiligten: Schon mit wenigen Veränderungen kann man vieles bewegen!

Informationen: www.klimaschulen.at informiert über die Förderung, laufende Projekte und dient als Infodrehscheibe für die Schulen.