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Neue Klima- und Energie-Modellregionen gesucht

8,46 Mio. Euro Budget für die regionale Energiewende

Derzeit leben mehr als 2,5 Millionen Menschen österreichweit in 99 Klima- und Energie-Modellregionen. Sie setzen die Energiewende vor Ort um und arbeiten daran, durch die Nutzung regionaler und erneuerbarer Energiequellen, durch Energieeffizienzmaßnahmen und nachhaltige Mobilitätskonzepte unabhängig von fossilen Quellen zu werden. Bislang wurden mehr als 3.000 konkrete Projekte in rund 900 Gemeinden gestartet und umgesetzt. Der Klima- und Energiefonds baut nun im Rahmen seines heute startenden Calls diese Regionen weiter aus und sucht in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) auch neue Klima- und Energie-Modellregionen.

„Die Menschen in den Klima- und Energie-Modellregionen zeigen mit ihrem Pioniergeist vor, wie eine nachhaltige Energie- und Mobilitätszukunft aussieht. Der Ausbau von erneuerbaren Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und kreative Mobilitätskonzepte in den Gemeinden sind die Grundlage für eine klimafreundliche Zukunft. Ich wünsche mir, dass noch mehr Gemeinden in Österreich Klima- und Energiemodellregionen werden“, so Umweltminister Andrä Rupprechter.

Neue Modellregionen und Leitprojekte gesucht

Der Klimafonds initiiert und unterstützt seit 2009 den Auf- und Ausbau von Klima- und Energie-Modellregionen. 2016 werden die bestehenden Modellregionen durch den neuen Call nicht nur in ihrer Arbeit weiter unterstützt, sondern auch neue Modellregionen gesucht. Voraussetzung für eine Unterstützung ist die Vorlage eines konkreten Arbeitsprogrammes und die Bestellung eines Modellregionsmanagements, das konkrete Klimaprojekte umsetzen muss.

Die diesjährige Aktion zielt auch darauf ab, bestehende Modellregionen und deren Projekte weiter zu entwickeln. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Viele Projekte, die den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft bereiten, wären ohne die Klima- und Energie-Modellregionen in Österreich nicht möglich: Bürgerbeteiligungen, Car-Sharing-Projekte, E-Mobilität, Windenergie-Projekte, öffentliche LED-Beleuchtung – um nur einige zu nennen. In unseren Regionen ist eine ungebremste Dynamik zu spüren. Hier wird die Energiewende gelebt und beispielhaft gezeigt, wie nachhaltiges Wirtschaften funktioniert.

Kläranlagen als Kraftwerke – Klima -und Energie-Modellregionen setzen auf die Kraft der Sonne – ein Beispiel für die Arbeit in Modellregionen

Wasser zu verschmutzen ist einfach, doch seine Reinigung benötigt viel Know-how und Energie. In Österreich übernehmen 1.800 Kläranlagen sowie zehntausende Hauskläranlagen diese Aufgabe. Allein Österreichs größte Kläranlage, die Hauptkläranlage Wien, verschlingt fast ein Prozent der in Wien verbrauchten Energie. Doch immer mehr Kläranlagenbetreiber setzen auf Energieeffizienz und erneuerbare Energie, z.B. auf Photovoltaik.

Allein durch das Investitionsförderungsprogramm des Klima- und Energiefonds für Klima- und Energie-Modellregionen konnten in den vergangenen Jahren 77 Sonnenkraftwerke auf Abwasserreinigungsanlagen realisiert werden. Einige Dutzend Kläranlagenbetreiber in Österreich gehen noch einen Schritt weiter und nutzen das in der Anlage anfallende Klärgas zur Erzeugung von Strom und Wärme.

Rasch realisieren lassen sich Photovoltaik-Kraftwerke. An sonnigen Standorten können diese einen beträchtlichen Teil des Strombedarfs von Kläranlagen abdecken. In der Klima- und Energie-Modellregion Pulkautal errichtete beispielsweise der Abwasserverband Seefeld-Kadolz eine 310 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 49 Kilowattpeak (kWp). Seit Jänner 2016 liefert diese ein Viertel des Strombedarfs der Wasserreinigung. Damit werden pro Jahr rund 30 Tonnen CO2 eingespart.

Das Sonnenkraftwerk im Pulkautal wurde ebenso vom Klima- und Energiefonds gefördert wie die neue Photovoltaikanlage auf der Kläranlage der Gemeinde Kilb in der KEM Mostviertel Mitte. Sie verfügt über eine Spitzenleistung von 20 kWp.

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