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Mustersanierungsoffensive – weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie

Utl.: 4 Millionen Euro Fördergelder für Best-Practice-Sanierungen

Ab heute, 8. Juni 2010, geht die Mustersanierungsoffensive des Klima- und Energiefonds in die zweite Runde. Diesmal stehen vier Millionen Euro Fördergelder für betrieblich genutzte Gebäude zur Verfügung.

„Nachhaltig Bauen ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Energieautarkie“, erklärt Umweltminister Niki Berlakovich zum heutigen Start der Mustersanierungsoffensive des Klima- und Energiefonds. Österreich gehört zu den Weltmarktführern bei innovativen Umwelttechnologien und verfügt über enorme Ressourcen bei erneuerbaren Energien. „Dieses Potenzial gilt es beim Hausbau und beim Sanieren verstärkt einzusetzen. Als positiver ‚Nebeneffekt‘ werden damit auch viele neue green jobs geschaffen“, so Berlakovich.

Gebäude sind für einen wesentlichen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich: Durch die Bereitstellung von Raumwärme und den Bedarf an Elektrizität. Rund ein Drittel des Energieverbrauchs entsteht in privaten, öffentlichen und Dienstleistungs-Gebäuden. Dazu kommt noch das CO2, das durch den Stromverbrauch entsteht. Umfassende Sanierungen sind daher ein wichtiger Schritt, diese zu reduzieren. „Die Qualität der Sanierung der Gebäude legt auch das Ausmaß der Treibhausgasemissionen in 30 Jahren fest. Nur mit ambitionierten Lösungen wird es uns gelingen, den Kampf für Energieunabhängigkeit und gegen den Klimawandel zu gewinnen“, so Ingmar Höbarth, Klima- und Energiefonds Geschäftsführer. Die österreichische Gebäudesubstanz ist überaltert, die Sanierungsrate liegt derzeit bei einem Prozent. Dies zeigt deutlich, welches Potenzial hier brach liegt.

Bundesminister Niki Berlakovich: „Der Klima- und Energiefonds zeigt durch dieses Förderprogramm Best-Practice-Pfade auf und demonstriert, dass innovative Gebäudesanierung bereits heute Standard sein können. Thermisch–energetische Sanierung wirkt sofort und kann sowohl CO2-Emissionen, als auch laufende Energiekosten drastisch reduzieren, denn moderne Gebäude können mittlerweile mehr Energie erzeugen, als Sie verbrauchen. Unser Ziel sind Gebäude als Kraftwerk.“ Langfristig rechnen sich Energieeffizienz und Einsatz Erneuerbarer Energien auch wirtschaftlich. „Diese Absicherung für die Zukunft ist auch eine der effizientesten Klimaschutzmaßnahmen“, unterstreicht Berlakovich.

Für ambitionierte Projekte stellt der Klima- und Energiefonds bis zu 50 % der umweltrelevanten Mehrinvestitionskosten zur Verfügung. Mit dieser, im Vergleich zu anderen Programmen erhöhten Förderquote können innovative, zukunftsweisende Projekte rascher realisiert werden. Besonders förderwürdig sind umfassende Lösungen, mit Investitionen in die thermische Gebäudehülle, dem Einsatz von Erneuerbaren Energien und umfassenden Energieeffizienzmaßnahmen.

„Durch die Vorbildwirkung dieser Projekte rechne ich mit einer schneeballartigen Verbreitung von Best-Practice-Sanierungen. Es muss uns in absehbarer Zeit gelingen, die Sanierungsrate auf drei Prozent zu erhöhen. Ich lade die potenziellen Bauherren ein, Ihre klimarelevanten Sanierungsvorhaben – jetzt – beim Klima- und Energiefonds einzureichen“, so Ingmar Höbarth.

Nähere Informationen, insbesondere Einreichunterlagen und Informationen zu der im Juni stattfindenden Info- und Beratungstour erhalten Sie im unter: WWW.KLIMAFONDS.GV.AT/MUSTERSANIERUNG