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Modellregionen: Vorreiter der Energiewende, Vorbilder für Klimaschutz und Anpassung

Klima- und Energiefonds präsentiert bei der COP 24 in Katowice dem internationalen Publikum Erfolgsprojekte „made in Austria“.

Die Weltklimakonferenz im polnischen Katowice geht in den Endspurt. Der Klima- und Energiefonds präsentiert – als Partner des Österreich-Pavillons der Wirtschaftskammer Österreich – den internationalen KonferenzteilnehmerInnen heute Modelle und regionale Umsetzungsprojekte für die Energie- und Mobilitätswende und die Anpassung an den Klimawandel. Mit seinen Programmen und Projekten unterstützt der Klima- und Energiefonds die Umsetzung der Klima- und Energiestrategie #mission2030 der österreichischen Bundesregierung.

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger: „Die CO2-Reduktion und der Ausstieg aus fossilen Rohstoffen sind wesentliche Eckpfeiler der Klima- und Energiestrategie #mission2030 der Bundesregierung. Die Einbindung der Regionen spielt dabei eine bedeutende Rolle. Der Klima- und Energiefonds hat mit seinen Modellregionen bereits zahlreiche Klimaschutzprojekte auf lokaler Ebene ermöglicht. So werden nachhaltige Jobs und Wertschöpfung in Österreich geschaffen.“

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds zu den beiden Programmen: „Die Arbeit mit Modellregionen ist ein wahres Erfolgskonzept, das auch international Anerkennung findet. Wir unterstützen einerseits regionale Initiativen beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen und nachhaltige Mobilität und andererseits helfen wir Regionen, sich auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Auf Gemeindeebene zeigen diese vor, was möglich ist und wirken damit als Vorbilder für andere Regionen in Österreich und anderswo in der Welt.“ Höbarth sieht KEM und KLAR! ganz im Sinne der von Arnold Schwarzenegger gegründeten R20-Inititative, mit der der Klima- und Energiefonds kooperiert.

Ziel: 100% erneuerbar

Die 91 österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten, keine Angst mehr vor Gaskrisen – stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Die langfristige Vision der KEM: 100% Ausstieg aus fossiler Energie. Und sie wollen Vorbilder für andere Regionen werden. Seit 2009 hat der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des BMNT, bereits über 40 Millionen Euro investiert.

Alexander Simader, der die KEM Unteres Traisental – Fladnitztal seit 2010 leitet und dieses Jahr zum Klima- und Energie Manager des Jahres gekürt wurde, präsentierte in Katowice Maßnahmen und Strategien aus Niederösterreich. Für seine regionale Energiewende stellte der studierte Kultur- und Wassertechniker Simader die Wasserkraft der Traisen in den Mittelpunkt: „Die Region Unteres Traisental wird seit Jahrhunderten von der Kleinwasserkraft geprägt. Durch die Wasserkraftoffensive der KEM konnten wir die Effizienz der Kleinkraftwerke steigern, die nun acht Prozent mehr Strom als noch vor wenigen Jahren erzeugen. So werden vorhandenen Potentiale bestmöglich genutzt und die regionale Identität gestärkt. Ohne den Fördermitteln des Klima- und Energiefonds wäre das nicht möglich gewesen.“

Seit Juni ist der Klima- und Energiefonds wieder auf der Suche nach neuen Klima- und Energie Modellregionen. Die neue Ausschreibung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ist mit 10,8 Millionen Euro dotiert und setzt erstmals auch einen Schwerpunkt auf Pilotprojekte für thermische Speicher.

www.klimaundenergiemodellregionen.at

Sich den Herausforderungen stellen – rechtzeitig anpassen

Extreme Hitze, Überschwemmungen, schneelose Winter: Selbst bei Erreichen der Klimaziele von Paris werden die Folgen des Klimawandels für viele Menschen in Österreich massiv spürbar sein. Der Klima- und Energiefonds unterstützt im Rahmen des Programmes KLAR! – Klimawandel-Anpassungsmodellregionen die Regionen und Gemeinden dabei, einerseits die lokalen Bedrohungen durch den Klimawandel zu erkennen und sich andererseits auch vorausschauend anzupassen.

Die 20 bereits bestehenden „Klimawandelanpassungs-Modellregionen“ bereiten sich auf die Herausforderungen des Klimawandels vor. Durch gezielte und regional zugeschnittene Anpassungsmaßnahmen sollen negative Folgen vermindert und Chancen genutzt werden.

Dorothee Glöckle, Managerin der KLAR! Vorderwald-Egg, präsentiert in Katowice von ihren Erfahrungen aus Vorarlberg: „Landwirtschaft, Wald, Tourismus und Handwerk sind die wesentlichen Wirtschaftsbereiche der Gemeinden des Vorderen Bregenzerwaldes. Wir sind deshalb in hohem Maße von der Natur abhängig und vom Klimawandel stark betroffen. Durch aktives Arbeiten am klimafitten Wald wollen wir die Wirtschaftlichkeit, Schutzfunktionalität, Erholungsfunktion, Naturnähe und Nachhaltigkeit der Wälder erhöhen und damit die Region als Ganzes stärken. Die Fördermittel aus KLAR! machen das möglich.“

Über die neue Ausschreibung zum Programm KLAR! Sucht der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem BMNT Regionen, die sich in den nächsten Jahren gezielt und strukturiert mit der Klimawandelanpassung auseinandersetzen wollen. Insgesamt stehen dafür bis zu 1,75 Millionen Euro zur Verfügung.

www.klar-anpassungsregionen.at

AVISO: 14. Dezember 2018, 12:30-14:00 Uhr, EU-Pavillon
Side Event: Präsentation des Sachstandsberichtes “Klimawandel und Gesundheit”

Zum Themenschwerpunkt „Klimawandel und Gesundheit” findet am Freitag ein gemeinsamer Side Event der World Health Organisation (WHO), der Europäischen Kommission und des Klima- und Energiefonds mit dem Climate Change Center Austria (CCCA) statt. Nach den Präsentationen globaler und europäischer Perspektiven durch die WHO und die Kommission werden unter dem Titel „The country perspective: presentation of Austria’s First Austrian Special Report on Health, Demography and Climate Change” Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds und Willi Haas (Studienkoordinator, Universität für Bodenkultur) Ergebnisse des APCC Special Report Gesundheit, Demographie und Klimawandel präsentieren. Mit dieser durch den Klima- und Energiefonds beauftragten Meta-Studie ist Österreich europaweit Vorreiter, es ist der erste Sachstandsbericht, der systemübergreifende Fakten in dieser Qualität und Tiefe liefert. Höbarth: „Durch die Präsentation in diesem internationalen Rahmen werde dieser Studie hoffentlich weitere nationale Berichte folgen.“
www.ccca.ac.at/dialogformate/cop24