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Mobil ohne Auto: Klima- und Energiefonds fördert regionale Verkehrssysteme

  • Call „Mikro-ÖV Systeme“ beendet: 610.000 Euro fließen an Gemeinden
  • Förderentscheidung: 13 neue Projekte – Schwerpunkte in Niederösterreich und der Steiermark

 

Wie man umweltfreundlicher Verkehr in kleineren Gemeinden organisieren kann, damit beschäftigen sich Mikro-ÖV-Systeme. Der Klima- und Energiefonds hat daher Mitte des Jahres Gemeinden zum zweiten Mal in Folge aufgerufen, ihre Konzepte zur nachhaltigen Gestaltung des Verkehrs in ihrer Region zur Förderung einzureichen. 13 neue Projekte wurden gestern vom Präsidium des Klima- und Energiefonds zur Förderung frei gegeben und werden nun in den Gemeinden gestartet. Zehn Projekte (Erweiterung bzw. Neuimplementierung) sowie elf Grundlagenarbeiten aus der ersten Ausschreibung 2011 sind bereits angelaufen. „Mobilität ist ein zentraler Baustein der Lebensqualität. Mit den Mikro-ÖV-Systemen helfen wir mit, dass auch in kleineren Gemeinden Menschen ohne eigenes Auto mobil sein können“, sagt Infrastrukturministerin Doris Bures.

 

19 EinreicherInnen haben sich für eine Förderung im Rahmen des Calls „Mikro-ÖV Systeme für den Nahverkehr im ländlichen Raum“ beworben. 13 Einreichungen wurden von der Expertenjury zur Förderung empfohlen und durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds bestätigt. In Summe fließen 610.000 Euro an Fördermitteln in österreichische Gemeinden und Regionen, die voraussichtlich mehr als 1,1 Millionen Euro an Investitionen auslösen werden.

Klimafonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel: „Durch unser zweistufiges Bewerbungsverfahren konnten wir die Qualität der Einreichungen markant steigern. Deutlich wurde jedoch auch, dass der Nahverkehr in peripheren und ländlichen Regionen weiterhin stark unterstützt werden muss und praktikable Lösungen für die ,last mile‘ gefragt sind“.

Adressaten des Calls waren Bedarfsträger, kommunale Einrichtungen sowie Vereine und Privatinitiativen. Die drei ausgeschriebenen Themenfelder

  • Implementierung neuer Mikro-ÖV Systeme
  • Erweiterung bestehender Mikro-ÖV Angebote
  • Grundlagenarbeiten

wurden schwerpunktmäßig von Initiativen in Niederösterreich (fünf Projekte) und der Steiermark (vier Projekte) bedient.

Individuelle Lösungen bieten Flexibilität und schaffen Synergien mit dem öffentlichen Verkehr

Mikro-ÖV Systeme sind lokal ansetzende, spezifische und kleinräumige Lösungen, die den öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere als Zubringer, optimal ergänzen können. Sie werden von Personen genutzt, die ein eigenes Fahrzeug nicht mehr besitzen, erhalten bzw. benutzen wollen oder können. Vom Klima- und Energiefonds geförderte Projekte sind z.B. Bürgerbusse, Jugendtaxis oder Angebote wie das Solarmobil Waldviertel, ein Gemeinde-Verkehrssystem mit Elektrofahrzeugen und Solarstromnutzung.

Zusatzinformation: Blue Globe Manual – Handbuch für Mikro-ÖV Systeme

Im Auftrag des Klima- und Energiefonds wurde ein interdisziplinär zusammengesetztes Konsortium damit beauftragt, die Chancen von Mikro-ÖV Systemen als tragfähige Lösungen zukünftiger Mobilitätsanforderungen zu prüfen, vorhandene Systeme zu systematisieren und zu beschreiben sowie Empfehlungen für den Planungs- und Umsetzungsprozess auszuarbeiten. Ergebnis ist das Blue Globe Manual „Ohne eigenes Auto mobil – Ein Handbuch für Planung, Errichtung und Betrieb von Mikro-ÖV Systemen im ländlichen Raum“, das die Grundlage für die Ausschreibung darstellt. Unter http://www.klimafonds.gv.at/service/studien/mobilitaet/ steht das Handbuch zum Download bereit.

Neu: Geförderte Projekte online abrufen unter http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/gefoerderte-projekte/

Über eine Suchmaske erhalten Interessierte einen Überblick zu den vom Klima- und Energiefonds seit 2007 bis Ende 2011 in den unterschiedlichen Programmen geförderten Projekten. Derzeit sind es mehr als 38.000, zu denen online Basisinformationen abgerufen werden können. Die Entscheidungen aus 2012 werden im ersten Quartal 2013 verfügbar sein.

Die Datenbank ermöglicht die punktgenaue Suche nach einzelnen Projekten und informiert z.B. über die Höhe der Förderung, das Investitionsvolumen oder die Projektdauer. Sofern bereits vorliegend, werden Projektendberichte zum Download angeboten.

Die Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Theresia Vogel und Ingmar Höbarth; „Mit unserer Projektdatenbank schaffen wir Transparenz und geben einen Überblick zu den mit unseren Mitteln realisierten Vorhaben!“