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Leuchtturm einer intelligenten Stadt: „Science Tower Graz“ ist eröffnet

Grätzel-Technologie kommt weltweit erstmalig großflächig zur Anwendung.

Zwei von drei Österreicherinnen und Österreichern leben bereits im städtischen Raum. Doch wie soll das Leben in der Stadt in der Zukunft gestaltet werden? Wie können Städte an die Herausforderungen der Zukunft angepasst werden? Die „Smart City Graz“ liefert nun konkrete Antworten auf diese Fragen. Das Herzstück der „Smart City Graz“, der 60 Meter hohe Science Tower, wurde gestern feierlich eröffnet. Die Entwicklung und Umsetzung der „Smart City Graz“ wird durch den Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) mit bis zu 4,2 Mio. Euro gefördert.

Innovationsminister Jörg Leichtfried: „Der Science Tower ist ein Meisterwerk österreichischer Ingenieurskunst. Er vereint intelligente Gebäudetechnologien und moderne Umwelttechnik, bei der unsere heimischen Betriebe zu den besten der Welt gehören. Der Science Tower ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Leuchtturm, der weit über die steirischen Grenzen hinaus strahlt.“

Energie-Gigant „Science Tower Graz“

Das „Smart City Projekt Graz Mitte“ liefert beste Voraussetzungen, als Prototyp einer intelligenten Stadt zu agieren. In vielen Vorläuferprojekten wurden neue Energietechnologien getestet, die nun zur Anwendung kommen. Der 60 Meter hohe und rund 16 Millionen Euro teure Science Tower ist als „Living Lab“ ausgelegt. Er kann Energie produzieren, speichern und je nach Bedarf abgeben. Nicht nur für seine Mieter – Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologie –, sondern auch für sämtliche Elektrofahrzeuge des Viertels. Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel: „Mit dem Science Tower und dem gesamten Smart City Projekt ist hier in Graz nicht nur ein technologisches, sondern auch ein soziales Pilotprojekt entstanden, das zeigt, wie eine Sharing Economy in der Praxis funktionieren kann.“ Die Einbindung der Bewohner und Bewohnerinnen, die ihren Lebensraum aktiv mitgestalten, gehört zum Konzept dieses smarten Stadtbezirks.

Bauherr des „Science Tower Graz“ ist die Firma SFL technologies (kurz SFL), ein steirisches Technologieunternehmen mit Fokus auf Energie- und Umwelttechnologien. Mario J. Müller (SFL-CTO) betont: „Der Science Tower ist nicht nur ein Bauwerk – er ist eine Botschaft für eine lebenswerte, urbane Zukunft – mit disruptiven Lösungen wie dem Energieglas mit Grätzelzellen, aber auch Synergiequelle für Wissenschaft, Technik und Wirtschaft.“

Hintergrundinformation: Die Smart Cities Initiative

2010 startete der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) europaweit als erster Fördergeber seine Smart-Cities-Initiative. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Visionen & Roadmaps und der anschließenden Unterstützung konkreter Demonstrations- und Umsetzungsprojekte. Bislang wurden für 39 Smart Cities und Smart Regions und 92 Einzelprojekte rund 40 Millionen Euro an Förderungen genehmigt. Heute leben bereits 4,2 Millionen Menschen in österreichischen Smart Cities & Regions.