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Klimawandel: Klima- und Energiefonds startet Forschungsförderung mit 4,5 Millionen Euro Budget

  • Austrian Climate Research Programme (ACRP) gibt Antworten auf Herausforderungen des Klimawandels
  • Bundesminister Rupprechter: Erforschung des Klimawandels essentiell für gezielte Anpassungsmaßnahmen

Wie können die Herausforderungen des Klimawandels für unsere Gesellschaft gemeistert werden? Diese Frage ist eine der drängendsten der Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Das heute startende Forschungsprogramm „Austrian Climate Research Programme“ (ACRP) des Klima- und Energiefonds gibt Antworten und schafft eine Wissensbasis für Politik und Wirtschaft. Das Programm, das bereits zum siebenten Mal ausgeschrieben wird, ist mit 4,5 Millionen Euro dotiert und bis 4. September 2014 geöffnet.

Die Wetterextreme der vergangen Jahre verdeutlichen, dass es Zeit ist sich gezielt auf die sich ändernden Umweltbedingungen anzupassen. Hierfür brauchen die Menschen, die Gesellschaft und die Wirtschaft ist eine fundierte Wissensbasis. Genau das liefert das Förderprogramm Austrian Climate Research Programme seit vielen Jahren verlässlich“, unterstreicht Umweltminister Andrä Rupprechter die Bedeutung des Programmes. Die Themenfelder des Programmes 2014 sind:

  • Erhöhung des Verständnisses für das Klimasystem und die Konsequenzen des Klimawandels
  • Aktuelle Fragestellungen von Entscheidungsträgern
  • Soziokulturelle und sozioökonomische Aspekte des Klimawandels
  • Steuerung und Übergang.

Damit ist der Klima- und Energiefonds für Forschungsinstitutionen ein verlässlicher Partner und bietet eine langfristige Perspektive in budgetär schwierigen Zeiten. Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Selbst wenn wir es noch schaffen, den Temperaturanstieg durch den Klimawandel auf plus 2° bis 2050 zu beschränken, haben wir mit massiven Auswirkungen auf das menschliche Leben und Wirtschaften zu rechnen. Mit unserem Klimafolgenforschungsprogramm ACRP stellen wir die wissenschaftlich fundierten Strategien für Österreich zur Verfügung, um rechtzeitig Maßnahmen für die Schlüsselsektoren Tourismus, Gesundheit, Katastrophenschutz aber auch Land- und Forstwirtschaft treffen zu können. Je früher wir die Anpassung an den zu erwartenden Klimawandel gestalten, desto erträglicher und ökonomisch tragbarer werden die Veränderungen sein.“

Eines dieser Forschungsprojekte, das im Rahmen des Förderprogrammes ACRP mit 294.541 Euro gefördert wird, ist „Risk Adapt“.

Risk Adapt: Hochwasserschutz auch in Zukunft sicherstellen

Zur Bewertung zukünftiger Hochwasserrisiken wird im Rahmen von RiskAdapt ein dynamischer Ansatz gewählt, der potentielle Entwicklungsszenarien beider Komponenten des Risikos (Gefährdung und Vulnerabilität) berücksichtigt. Die Gefährdung wird sowohl für den IST-Zustand als auch für zukünftige Klimawandelszenarien bewertet. Dafür wird ein Klimawandelzuschlag bei den aktuell gültigen Hochwasser-Bemessungswerten berücksichtigt. Spezielles Augenmerk wird auf die Analyse der Vulnerabilität und deren Entwicklung gelegt. Für den IST-Zustand wird die Exposition anhand der potenziell von Hochwasser betroffenen Personen je Gemeinde bewertet, für die zukünftige Exposition werden Szenarien der Bevölkerungsentwicklung betrachtet. Die Verknüpfung von Exposition und Sensitivität ermöglicht eine Abschätzung der Schadenspotentiale für einzelne Gemeinden und Regionen in Österreich. Die Anpassungsfähigkeit als Teil der Vulnerabilität wird im Rahmen einer Policy-Analyse untersucht. Dabei werden die kommunalen, bundes- und nationalstaatlichen politischen Entscheidungsstrukturen und –prozesse analysiert und maßgebliche Steuerungsmöglichkeiten identifiziert. Basierend auf einer vorausschauenden Hochwasserrisikobewertung, in der Ergebnisse der Gefährdungs-, Expositions- und Sensitivitätsanalyse mit jenen der Policy Analyse zusammengeführt werden, organisiert RiskAdapt abschließend im Rahmen dreier Fallstudien Stakeholderworkshops, in welchen praxistaugliche Anpassungsoptionen erarbeitet werden sollen.