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Klima- und Energiefonds startet durch

Mit effizienter Struktur- und ambitionierten Zielen in die Förderarbeit des Jahres 2009

Die Neuordnung des 2007 von der Österreichischen Bundesregierung eingerichteten Klima- und Energiefonds ist mit der Gesetzesnovelle vom 7. April 2009 beschlossen worden. Für den Klima- und Energiefonds zeichnen nun das Umwelt- und das Technologieressort verantwortlich. „Diese Strukturoptimierung garantiert, dass das Fördergeld schneller beim Förderkunden ankommt. Das ist besonders in Krisenzeiten wichtig. Mit einer gezielten Schwerpunktsetzung können wir zudem größere Umwelt- und Klimaschutzeffekte erzielen“, betonen die beiden Minister Doris Bures und Niki Berlakovich.

Das Förderbudget wird 2009 121 Mio. Euro betragen. Davon kommen 75 Mio. aus dem BMVIT, 46 Mio. Euro vom Lebensministerium. 2010 werden es 150 Mio. Euro sein – wobei die Gelder jeweils zu 50% vom Lebensministerium und zu 50% vom BMVIT zur Verfügung gestellt werden. „Das bewerten wir angesichts angespannter Budgets als Erfolg; auch wenn wir uns in Zeiten der Krise noch mehr vorstellen hätten können, weil Investitionen in den Klimaschutz die Konjunktur beleben helfen, so Doris Bures und Niki Berlakovich.

Die für die Tätigkeit des Fonds erarbeitete Strategie soll auch nach Neuordnung des Fonds konzentriert fortgeführt werden. Wie die beiden Ressortverantwortlichen erläutern, werden dabei die Akzente deutlich zugunsten der Bereiche „Energieeffizienz“, „erneuerbare Energien“ und „Energiesysteme“ gesetzt. Damit sollen Impulse für Wirtschaftswachstum gesetzt, Arbeitsplätze geschaffen und Innovationen für Klima- und Energietechnologien und die marktorientierte Umsetzung forciert werden. Der Fonds hat den grundsätzlichen Auftrag, sowohl Sofortmaßnahmen zu setzen, die in der Kioto-Periode wirken, als auch mittel- und langfristige Entwicklungen zu initiieren, die eine Erreichung der Klimaziele 2020 und darüber hinaus (2050) unterstützen.

Schwerpunkte 2009: Energieforschung, Verkehr, Markteinführung und Marktdurchdringung

Die Energieforschung ist der erste von drei Förderschwerpunkten des Fonds. Im Rahmen der Energieforschung sollen insbesondere Maßnahmen unterstützt werden, die das ganze Energiesystem betrachten. Die Devise lautet, Energieforschung ist Zukunftsvorsorge. Der Anspruch, der damit verbunden ist: Energie muss auch in Zukunft sicher und bezahlbar sein. Der Motor dafür sind Innovationen, die den Technologiestandort Österreich sichern und die Qualität der Energieforschung weiter verbessern.

Schwerpunkte stellen deshalb die Themenfelder Energiesysteme und Netze, effizienter energetischer Endverbrauch, Energiespeichertechnologien, Solarthermie, effiziente Fahrzeugkonzepte und Elektromobilität dar. Hier ist der Start bereits erfolgt, wie die zweite absolvierte Ausschreibung des Energieforschungsprogramms „Neue Energien 2020“ zeigt, mit der 81 innovative Projekte heimischer Unternehmer und Wissenschaftler mit 25 Mio. Euro Fördergeldern unterstützen werden.

Der Verkehrsbereich ist das zweite große Förderfeld des Klima- und Energiefonds. Die Zusammenstellung der Klima- und Energiefonds Vorhaben für das Jahr 2009 umfasst hier so verschiedenartige Fragestellungen wie herausragende innovative technische Lösungen zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, Maßnahmen zur umweltfreundlichen Umstellung von Transportsystemen, Forcierung von Mobilitätsmanagement oder den Aufbau von Modellregionen für den öffentlichen Verkehr.

Forschung und Entwicklung sind die eine Seite der Medaille, genauso wichtig ist es aber, dass moderne, klimafreundliche Technologien bei den Konsumentinnen und Konsumenten auch ankommen. Daher umfasst das dritte große Förderfeld des Klima- und Energiefonds vielfältige Maßnahmen zur Förderung der Markteinführung und Marktdurchdringung im Bereich nachhaltiger Energietechnologien, Energieeffizienzmaßnahmen oder klimafreundlicher Produkte und Dienstleistungen.

Das umfasst etwa die Förderung von Photovoltaikanlagen und klimafreundlichen Verkehrsprojekten. Beim Klimaschutz sind die auch Gemeinden unverzichtbare Partner. Sie haben enormes Potenzial zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Daher wird der Klima- und Energiefonds 2009 Gemeinden, die sich erstmals zu Energieregionen zusammenschließen wollen, bis zu zwei Jahre lang bei der Entwicklung von Konzepten zum Einsatz erneuerbarer Energieträger und zum Energiesparen unterstützen. Außerdem wird es im Rahmen der kommunalen Klimaschutzoffensive eine verstärkte Beratung von Gemeinden bei Maßnahmen zur Energieeffizienz geben.

Ein weiterer nachhaltiger Schwerpunkt der Marktdurchdringung ist die thermisch-energetische Mustersanierung von Tourismus- oder Gewerbegebäuden und sonstigen Gebäuden mit hohem Multiplikatorfaktor, wie etwa Schulen. Mit Hilfe der kombinierten Förderung von thermischer Sanierung, Energieeffizienzmaßnahmen und dem Einsatz erneuerbarer Energien setzt das neue Programm für Mustersanierungen ganz auf die Modellhaftigkeit von Best-Practice Lösungen.

Bisher 17.500 Projekte in 15 Programmen gefördert

Die Schwerpunkte 2009 bauen auf das erste volle Tätigkeitsjahr des Klima- und Energiefonds auf. Rund 17.500 Projekte wurden mit den Geldmitteln des Vorjahres in 15 neu entwickelten Förderprogrammen in den Bereichen Technologieentwicklung, Mobilität, Marktdurchdringung und Bewusstseinbildung gefördert. Der Förderbogen spannte sich on nachhaltiger Energietechnologieentwicklung über Leuchtturmprojekte im Bereich Mustersanierungen bis hin zur grünen Autorevolution. „Die vom Klima- und Energiefonds bisher verwendeten 129 Millionen an Fördergeldern sind gut platziert und beginnen bereits Nachhaltigkeit zu erwirtschaften“, betonen die Klima- und Energiefonds Geschäftsführer, Eveline Steinberger und Ingmar Höbarth.

Was die weitere Abwicklung der vorgestellten Förderschwerpunkte 2009 anlangt, so müssen diese nun in konkrete Ausschreibungen gegossen werden. „Wir werden jedenfalls alles daran setzen, noch im Sommer die ersten Förderzusagen – entsprechend den Schwerpunkten des Jahresprogramms – zu geben. Denn der globale Wettlauf um Spitzenpositionen bei Effizienztechnologien und erneuerbaren Energien hat längst begonnen“, bekräftigen Eveline Steinberger und Ingmar Höbarth die Notwendigkeit einer raschen Maßnahmensetzung.

Weitere Informationen unter www.klimafonds.gv.at.