Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Klima- und Energiefonds: Ohne eigenes Auto mobil – 1,9 Millionen für regionale Verkehrssysteme

  • Umweltfreundliche Mobilität im ländlichen Raum ausbauen
  • Ausschreibung mit 1,9 Millionen Euro noch bis 26.1.2012 geöffnet
  • Handbuch zeigt die Schritte für Planung und Errichtung von nachhaltigen Mobilitätslösungen im Nahverkehr (Mikro-ÖV Systeme)

Herkömmlich organisierte Verkehrssysteme stoßen mit dem steigenden Mobilitätsbedürfnis oftmals an ihre Grenzen. „Damit der öffentliche Nahverkehr mit dem steigenden Individualverkehr Schritt halten kann, haben wir in den vergangenen zwei Jahren an die 100 Millionen Euro in über 40 Projekte investiert“, so Infrastrukturministerin Doris Bures anlässlich des heute startenden Förderprogramms „Mikro-ÖV Systeme für den Nahverkehr im ländlichen Raum“, das sich genau jenen Herausforderungen annimmt. Die bis 26.1.2012 geöffnete Ausschreibung ist mit 1,9 Millionen Euro dotiert. Ein ebenfalls heute erscheinendes Handbuch zum Thema liefert auf Basis von 50 bereits aktiven Praxisbeispielen Entscheidungshilfen für Gemeinden und Regionen, die ein Mikro-ÖV System aufbauen bzw. optimieren möchten.

„Der Klima- und Energiefonds sieht den Aufbau klimaschonender Mobilitätskonzepte in Österreich als eine seiner zentralen Aufgaben. Mehr als ein Drittel unseres Gesamtbudgets, nämlich rund 100 Millionen Euro, sind in den letzten beiden Jahren in Verkehrsprogramme geflossen“, unterstreicht Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, die Bedeutung von nachhaltigen Verkehrskonzepten für eine klimagerechte Zukunft. Die Förderaktion „Mikro-ÖV Systeme für den Nahverkehr im ländlichen Raum“ knüpft an jene Förderungen des Klima- und Energiefonds an, die bereits seit seiner Gründung 2007 zum fixen Programm gehören und dem Aufbau von Verkehrssystemen dienen, bei denen die Integration des Öffentlichen Verkehrs und E-Mobilität gelingt. „Unser Ziel ist es, das Problem der ,last mile‘, die häufig mit dem Auto zurück gelegt werden muss, zu lösen“, betont Vogel. Bis 2010 fokussierte man dabei auf „klassische“ ÖV-Lösungen. Mit dem aktuellen Programm wurde auf die latente Unzufriedenheit speziell klein(st)er Gemeinden mit ihren bestehenden Mobilitäts- und Versorgungsangeboten reagiert.

Blue Globe Manual – Handbuch für Mikro-ÖV Systeme

Im Auftrag des Klima- und Energiefonds wurde ein interdisziplinär zusammengesetztes Konsortium damit beauftragt, die Chancen von Mikro-ÖV Systemen als tragfähige Lösungen zukünftiger Mobilitätsanforderungen zu prüfen, vorhandene Systeme zu systematisieren und zu beschreiben sowie Empfehlungen für den Planungs- und Umsetzungsprozess auszuarbeiten. Ergebnis ist das Blue Globe Manual „Ohne eigenes Auto mobil – Ein Handbuch für Planung, Errichtung und Betrieb von Mikro-ÖV Systemen im ländlichen Raum“, das die Grundlage für die Ausschreibung darstellt. Unter http://www.klimafonds.gv.at/service/studien/mobilitaet/ steht das Handbuch ab sofort zum Download bereit.

Details zur Ausschreibung

Ein zentrales Anliegen des Klima- und Energiefonds ist die Schaffung einer Informations- und Wissens-Plattform für Gemeinden und Länder, die sich mit Mikro-ÖV Systemen befassen. Auf www.klimafonds.gv.at werden weitere Informationsmaterialien zum Thema zur Verfügung gestellt werden, ein Begleitprozess zur Ausschreibung dient dem Austausch von Informationen und der Vernetzung.

Themenfelder der 1. Ausschreibung

  • Implementierung neuer Mobilitätsangebote
  • Erweiterung bestehender Mikro-ÖV Angebote
  • Grundlagenarbeiten

Zielgruppe

Öffentliche Bedarfsträger und kommunale Einrichtungen (Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände).

Zeitplan

Einreichschluss: 26.01.2012, 12:00 Uhr

Formalprüfung: Februar 2012

Jurierung: voraussichtlich April 2012

Präsidiumsbeschluss: voraussichtlich Mai 2012