Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Jahresprogramm 2013 des Klima- und Energiefonds

  • 140 Millionen für Systemwandel in den Bereichen Energie und Mobilität
  • Bures, Berlakovich: „Klima- und Energiefonds steht für kosteneffiziente Reduktion von Treibhausgasen und schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich“
  • Vogel, Höbarth: „Modelle und Demonstrationsprojekte schaffen Impulse für langfristigen Systemwandel“

Der Klima- und Energiefonds setzt mit seinem Jahresprogramm 2013 drei konkrete Schwerpunkte: Forciert werden der breitflächige Ausbau Erneuerbarer Energien, das Thema (Elektro-)Mobilität und Projekte, die den Umbau der Stadt hin zu einer „Smart City“ beschleunigen. Für insgesamt 23 Förderprogramme stehen 140,58 Millionen Euro zur Verfügung. Erfolgreiche und auf Langfristigkeit ausgelegte Förderprogramme werden fortgesetzt und garantieren für Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft Kontinuität und Planbarkeit. Neue Schwerpunkte werden z.B. mit „Energy Transition“, einem Themenfeld der Energieforschung, oder durch die Initiative „start me up“, die innovative Geschäftsmodelle für Energiedienstleistungen unterstützt, gesetzt. Von 2007 bis Ende 2012 wurden durch den Klima- und Energiefonds mit 724,5 Millionen Euro Förderbudget 57.000 Projekte initiiert und damit Investitionen in Höhe von 1,82 Milliarden Euro ausgelöst.

Forschung und Technologieentwicklung wird ausgebaut
2013 stehen für Forschungsprogramme 39 Millionen Euro Förderbudget zur Verfügung. Langfristige, nachhaltige Systemreformen durch Forschung und Entwicklung sind die Zielsetzung des Klima- und Energiefonds. Hier wird das 2012 entwickelte Programm zur Energieforschung, „e!Mission.at“, anknüpfen. Die Schwerpunkte 2013 liegen bei Forschung, Entwicklung und vollmaßstäblichen Tests neuer Materialien sowie innovativer technologischer Komponenten und Systeme in den Bereichen „Emerging Technologies“, „Klassische Energieforschung“ und großangelegten „Leitprojekten“.

Kontinuität und damit Handlungssicherheit für Unternehmen und Institutionen zeigt der Klima- und Energiefonds auch durch die mittlerweile 5. Auflage des Klimafolgenforschungsprogrammes „ACRP“ und die Weiterführung von „Smart Cities Demo – Die Stadt der Zukunft bauen“.

Infrastrukturministerin Doris Bures:
„Österreich ist in vielen Bereichen von Umwelt- und Energietechnologien führend, weil wir in der Technologieentwicklung gezielt auf diese Schwerpunkte setzen. Der Klima- und Energiefonds unterstützt die Förderstrategie des BMVIT und hat maßgeblich zum enormen Aufschwung in der Energieforschung beigetragen. Im Konzept der Smart City kommen jetzt alle technologischen Möglichkeiten zur Anwendung.“

Umbau des Energiesystems: Innovative Technologien rasch in den Markt
Mit den Marktprogrammen, für die 60,08 Millionen Euro Förderbudget 2013 fixiert sind, verfolgt der Klima- und Energiefonds kontinuierlich das Ziel, über die Modellstrategie den Ausbau erneuerbarer Energien voran zu treiben und nachhaltige Energie- und Mobilitätssysteme zu entwickeln. Der Ausbau Erneuerbarer Energien wird 2013 konkret durch die Förderaktionen „Solarthermie“, „Photovoltaik“ und „Austausch von fossilen Heizsystemen“ umgesetzt. Die im März startende Förderaktion „Mustersanierung“ wird durch neue Best-Practice-Beispiele zur Nachahmung von thermisch-energetischen Gebäudesanierungen auf höchstem Niveau motivieren. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Projekte zur Bewusstseinsbildung: SchülerInnen als InitiatorInnen und MultiplikatorInnen stehen im Mittelpunkt der Initiative Bewusstseinsbildung „Erneuerbare Energien/Energieeinsparung & Energieeffizienz“. Die „Ausbildungsinitiative“ unterstützt Pilotprojekte, die über die Qualifizierung von Fachkräften und die Förderung von Nachwuchs dafür sorgen, dass die Berufsausbildung in Österreich dem raschen technologischen Fortschritt gerecht wird.

Umweltminister Niki Berlakovich:
„Österreich soll bis 2050 unabhängig von importierter Energie sein. Dafür treiben wir die Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien konsequent voran. Darüber hinaus sichern wir mit den Maßnahmen im Rahmen des Klima- und Energiefonds wettbewerbsfähige Wirtschaftskraft und schaffen mit neuen green jobs wichtige Arbeitsplätze für Österreich.“
 
Multimodale Mobilität und E-Mobilität erhalten Schlüsselrolle
2012 wurde durch die österreichische Bundesregierung der „Nationale Einführungsplan Elektromobilität“ beschlossen. Um diese Bundesstrategie zu unterstützen wird das Thema (Elektro-)Mobilität im Klima- und Energiefonds 2013 noch stärker als in den Vorjahren betont, insgesamt stehen für Förderprogramme im Bereich Verkehr und Mobilität 38,5 Millionen Euro zur Verfügung. So wird die Technologiekompetenz in Österreich durch international sichtbare Leuchtturmprojekte gestärkt und „Elektromobilität made in Austria“ ermöglicht. Vernetzung und innovative Geschäftsmodelle stehen im Mittelpunkt des Programms „Modellregionen der Elektromobilität“.

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth:
„E-Mobilität befindet sich in der entscheidenden Entwicklungsphase. Wir integrieren Modelle für E-Mobilitätsflotten in den 106 bestehenden Klima- und Energie Modellregionen und zeigen damit, wie E-Mobilität in ländlichen Regionen zur Zufriedenheit der NutzerInnen funktionieren kann“.
Der 2013 neu gesetzte Schwerpunkt „E-Mobilität für alle: Urbane Elektromobilität“ zielt auf Maßnahmen ab, die leistbare Elektromobilität im städtischen Umfeld ermöglichen.

Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel:
„In der Stadt der Zukunft werden innovative Mobilitätslösungen eine zentrale Rolle spielen. E-Mobilität wird systemimmanent sein: Wir suchen Projekte, die für die Menschen eine sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Verkehrsangebot darstellen und Lösungen auf dem Gebiet der Infrastruktur skizzieren“.
Der Schwerpunkt „Effizienter Güterverkehr in Ballungszentren“ sowie die Förderaktionen „Umsetzungsmaßnahmen aus dem IVS-Aktionsplan“, „Mikro-ÖV Systeme im ländlichen Raum“ und „klima:aktiv mobil“ finden ebenso wie die „Anschlussbahn- und Terminalförderung“ 2013 ihre Fortsetzung. Damit wird vor allem für Kommunen Planungs- und Investitionssicherheit für ihre laufenden Verkehrsprojekte garantiert.

Neu: Geförderte Projekte online abrufen unter http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/gefoerderte-projekte/
Über eine Suchmaske erhalten Interessierte einen Überblick zu den vom Klima- und Energiefonds seit 2007 bis Anfang 2012 in den unterschiedlichen Programmen geförderten Projekten. Derzeit sind es mehr als 38.000 Projekte, zu denen online Basisinformationen abgerufen werden können. Die Entscheidungen aus 2012 werden in den nächsten Monaten verfügbar sein. Die Projektdatenbank des Klima- und Energiefonds ermöglicht die punktgenaue Suche nach einzelnen Projekten und informiert z.B. über die Höhe der Förderung, das Investitionsvolumen oder die Projektdauer. Sofern bereits vorliegend, werden Projektendberichte zum Download angeboten. Die Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Theresia Vogel und Ingmar Höbarth: „Mit unserer Projektdatenbank schaffen wir Transparenz und geben einen Überblick zu den mit unseren Mitteln realisierten Vorhaben. Projektergebnisse und damit wertvolles Wissen werden mit wenigen Klicks leicht zugänglich.“

Termine: Programmstarts im März 2013

Solar ERA Net
Das SOLAR-ERA.NET ist ein im 7. EU-Rahmenprogramm finanziertes ERA.NET (European Research Area) von nationalen und regionalen Forschungsförderungsstellen. Der Klima- und Energiefonds unterstützt mit seiner Teilnahme die koordinierte Förderung transnationaler Forschung- und Entwicklungsprojekte im Bereich Photovoltaik. Österreichische Partner der transnationalen und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben durch die am 15.3.1013 startende Förderaktion die Möglichkeit, Förderung beim Forschungsprogramms „e!Mission.at – Technologien für die Energiezukunft entwickeln“ zu beantragen. Es stehen 500.000 Euro Förderbudget zur Verfügung. Der Förderleitfaden steht ab 15. März unter www.klimafonds.gv.at/foerderungen zum Download bereit. Weitere Informationen auch unter www.ffg.at/SOLARERANET

Mustersanierung
Der Klima- und Energiefonds fordert im Rahmen der am 19.03.2013 startenden Ausschreibung „Mustersanierung“ umfassende thermisch-energetische Gebäudesanierungen auf höchstem Niveau. Bisher wurden 50 Sanierungen realisiert, diese sind jeweils zu einem motivierenden Beispiel für eine Vielzahl von Nachahmungsprojekten, für Bauherren/Innen und Know-how-Drehscheibe für PlanerInnen geworden.

Austausch von fossilen Heizsystemen durch Erneuerbare Energien
Der Tausch von Ölheizungskessel auf Pellets- oder Hackgutzentralheizungen mit 1.000 Euro je beantragten Kessel sowie mit 500 Euro für einen Pelletskaminofen unterstützt. Insgesamt stehen dafür heuer 7 Millionen Euro an Fördermittel zur Verfügung, die Ausschreibung startet am 21.03.2013.
 
Das Jahresprogramm 2013 im Überblick


Programmlinie

Programm

Budget in Mio. Euro

Forschung

Austrian Climate Research Programme

4,5

 

e!Mission.at –Technologien für die Energiezukunft entwickeln

26

 

Smart Cities Demo – Die Stadt der Zukunft bauen

8,5

Verkehr

Leuchttürme und Demonstrationsprojekte der              E-Mobilität

4

 

E-Mobilität für alle: Urbane Elektromobilität

6

 

Modellregionen E-Mobilität

1

 

E-Mobilität mit Erneuerbaren Energien für Klima- und Energiemodellregionen

1,5

 

Umsetzungsmaßnahmen aus dem IVS-Aktionsplan

8

 

Effizienter Güterverkehr in Ballungszentren

1

 

Mikro-ÖV Systeme im ländlichen Raum

1

 

Multimodales Verkehrssystem – Aktionsprogramm klima:aktiv mobil

8

 

Anschlussbahn- und Terminalforderung

8

Marktdurchdringung

Ausbildungsinitiative Technologiekompetenz

1

 

Mustersanierung

1

 

Förderprogramm Klima- und Energiemodellregionen

7

 

Bewusstseinsbildung „Erneuerbare Energien /Energieeinsparung & Energieeffizienz“

0,5

 

Start me up

0,5

 

Solarthermie – solare Großanlagen

5

 

Photovoltaik / GIPV

36

 

Austausch von fossilen Heizsystemen durch Erneuerbare Energien

und innovative Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien

7

 

KMU Energieeffizienzscheck

1

 

Energieeffizienzscheck Landwirtschaft

0,5

 

Allgemeine klimarelevante Projekte

1,08