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Jahresprogramm 2012 des Klima- und Energiefonds

  • Bures, Berlakovich: „Nachhaltige Klimaschutzprojekte und innovative Energietechnologien für starken Standort Österreich“
  • Vogel, Höbarth: „Forschung, Mobilität, Modelle und Leuchttürme im Zentrum unserer Arbeit“

Das Jahresprogramm 2012 wurde durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds beschlossen. In seinem nunmehr sechsten Arbeitsjahr legt der Klima- und Energiefonds Schwerpunkte vor allem in der Forcierung der Energie- und Mobilitätsforschung, in intelligenten Verkehrskonzepten, dem Ausbau Erneuerbarer Energien und setzt weiterhin auf die Entwicklung von Modellen und Regionen.

Auch das Jahr 2012 steht beim Klima- und Energiefonds unter dem Motto „Zero Emission Austria“. Um dieser ambitionierten Vision gerecht zu werden, führt der Klimafonds erfolgreiche Förderprogramme auch heuer fort. Ergänzt werden diese durch neue Programme, die auf Erfahrungen durchgeführter Förderungen aufbauen und neuen, nationalen und internationalen Rahmenbedingungen gerecht werden.

Infrastrukturministerin Doris Bures:

„Klimaschutz, leistbare Energie, umweltfreundlicher Verkehr sind die Ziele. Der Weg dorthin führt über Technologie und Innovation. Hier sind wir gemeinsam mit dem Klimafonds schon sehr gut unterwegs. Dank der gezielten Förderungen über den Klima- und Energiefonds kann der gesamte Innovationszyklus, von Forschung und Entwicklung bis zur Marktüberleitung, abgedeckt werden.“

 

Umweltminister Niki Berlakovich:

„Mein Ziel ist es, Österreich bis 2050 in die Energieautarkie zu führen. Energieautarkie ist ein Gesamtkonzept, bei dem alle profitieren: die Menschen, die Umwelt und das Klima, der Arbeitsmarkt durch zusätzliche green jobs und die österreichische Wirtschaft. Eine Energieversorgung aus ausschließlich heimischen, erneuerbaren Energiequellen ist machbar.“

 

Forschung

Langfristige, nachhaltige Strukturreformen durch Forschung und Entwicklung sind die Zielsetzung des Klima- und Energiefonds – der Wirkungshorizont dieser Programmschienen ist entsprechend lang. Allein die Förderprogramme im Bereich Energieforschung, die von 2007 bis 2011 mit insgesamt 138 Millionen Euro dotiert waren und mehr als 500 konkrete Projekte unterstützt haben, erhöhten die Forschungsquote in Österreich gegenüber 2007 um 200 Prozent. Hier wird das neue Programm „Energieforschung“, (25,5 Mio. Euro), anknüpfen: Es fokussiert die Bereiche „Emerging Technologies“, „Klassische Energieforschung“ und „Testbed“. Neu ist auch das Programm „Energieeffiziente Fahrzeugtechnologien“, (3 Mio. Euro), das ambitionierte Entwicklungsprojekte mit hohem CO2-Reduktionspotenzial fördert. Kontinuität und damit Handlungssicherheit für Unternehmen und Institutionen zeigt der Klima- und Energiefonds durch die mittlerweile 5. Auflage des Klimafolgenforschungsprogrammes „ACRP“, (4 Mio. Euro) und die Weiterführung von „Smart City – FIT for SET“, dessen Ergebnisse aus dem 2. Call in Kürze feststehen werden. Der dritte Call wird mit 8 Millionen Euro ausgestattet sein.

Geschäftsführerin Theresia Vogel

Wir bieten 2012 Kontinuität und Innovation. Mit den Smart Cities beweisen wir seit 2010 europaweit Pioniergeist – zugunsten österreichischer Unternehmen und Institutionen. Die heimische Spitzenposition im Bereich klimaverträglicher, urbaner Technologien bauen wir mit unseren Programmen weiter aus.“

Verkehr

Der Klima- und Energiefonds forciert E-Mobilität, diese muss jedoch in klimaverträgliche und für NutzerInnen komfortable Konzepte eingebettet sein. Das Programm „Innovationen für grüne und effiziente Mobilität – Umsetzungsmaßnahmen aus dem IVS-Aktionsplan“(8,225 Mio. Euro) leistet einen essentiellen Beitrag zur Gesamtstrategie für ein intelligentes Verkehrssystem, das den europäischen Rahmenbedingungen und nationalen Vorgaben entspricht.

„Modellregionen E-Mobilität“ (1 Mio. Euro) und „Leuchttürme der E-Mobilität“ (5 Mio Euro) sind bereits bekannte Formate, welche die Entwicklung von E-Mobilität in Österreich unterstützen. Mit neuen, vernetzenden Schwerpunkten werden diese auch 2012 fortgesetzt. Folgende weitere Programme dienen dazu, nachhaltige Verkehrslösungen zu entwickeln und umzusetzen:

 

  • Multimodale Verkehrssysteme – Forcierung von Mobilitätsmanagement, Radverkehr und Fuhrparkumstellungen – Aktionsplan klima:aktiv mobil (8,25 Mio. Euro)
  • Leuchttürme der Branchen- und Regionallogistik / Anschlussbahnen (8 Mio. Euro)
  • Mikro-ÖV Systeme & Intermodale Schnittstellen im Radverkehr (2 Mio. Euro)
  • Intermodale Schnittstellen im Radverkehr (1,25 Mio. Euro).

 

Das neue Programm „Smart Urban Logistics“ (1 Mio. Euro) greift den Bereich des Wirtschafts- und Güterverkehrs heraus und ergänzt die Ausschreibung „Smart Cities – FIT for SET“.

Geschäftsführer Ingmar Höbarth

„Unser Ziel ist es, Menschen zu überzeugen und zu begeistern – von neuen, nachhaltigen Lebens-, Mobilitäts- und Verkehrskonzepten. In unseren E-Mobilitäts- Modellregionen bereiten wir die Masseneinführung von E-Mobilität in Österreich vor.“

Marktdurchdringung – PV-Förderung 2012 startet in Kürze

Der Klima- und Energiefonds verbindet im Jahresprogramm 2012 bewährte Strategien der Marktdurchdringung – wie dem Auslösen von Multiplikatoreffekten durch Vorzeigeprojekte und Modellregionen mit der Forcierung innovativer Technologien im Bereich Energieeffizienz und dem Ausbau erneuerbarer Energien. Ein Baustein für die Erreichung dieser Ziele ist die Förderung von Photovoltaik für Private. Bislang konnten durch die Förderungen des Klima- und Energiefonds mehr als 12.000 PV-Anlagen bis 5kw in ganz Österreich errichtet werden. Die Förderung umfasst PV Aufdachanlagen und gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen bis 5 kw und gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen für Fertighäuser. Die Förderung für die Photovoltaikanlagen bis 5kw startet – nach Bundesländern gestaffelt – am 23.4.2012. Mit dem heutigen Tag sind alle Informationen auf der Website des Klima- und Energiefonds, www.klimafonds.gv.at, zu finden. Neu ist heuer, dass bereits zum Starttermin der Ausschreibung seitens des Antragstellers / der Antragstellerin ein Auftrag für die Errichtung einer PV Anlage vorliegen muss. Ein entsprechendes Formblatt steht unter www.klimafonds.gv.at/pv 2012 zum Download zur Verfügung. Das Förderbudget beläuft sich für 2012 auf 25,5 Millionen Euro. Damit werden voraussichtlich knapp 6.800 Anlagen gefördert werden können.

Folgende Programme werden 2012 im Bereich Marktdurchdringung ausgeschrieben:

Schwerpunkt Solarenergie

  • Solarthermie – solare Großanlagen (4 Mio. Euro)
  • Solarthermie – solare Kleinanlagen (5 Mio. Euro)
  • PV-Aktion (25,5 Mio. Euro)

 

  • Ausbildungsinitiative Technologiekompetenz (1,75 Mio. Euro)
  • Mustersanierung (1,5 Mio. Euro- weitere 1,5 Mio. sind Budget „Klima- und Energiemodellregionen für Mustersanierungen reserviert)
  • Klima- und Energiemodellregionen (6,5 Mio. Euro)
  • Austausch von Ölheizungen auf Pellet- und/Hackgutzentralheizungen (5 Mio. Euro)
  • KMU Energieeffizienzscheck (Mittel aus 2011 dotiert)
  • Energieeffizienzscheck Landwirtschaft (Mittel aus 2011 dotiert)
  • Bewusstseinsbildung „Erneuerbare Energien / Energieeinsparung / Energieeffizienz“ (0,6 Mio. Euro)
  • Allgemeine klimarelevante Projekte (2,275 Mio. Euro)

 

·         Bilanz nach fünf Ausschreibungen: 542 Projekte – 171 Millionen Gesamtförderung – 300 Millionen Investitionen ausgelöst

·         Bures: „Energieforschung für den Klimaschutz“

 

Heute, Donnerstag, hat das Präsidium des Klima- und Energiefonds weitere 30 Millionen Euro Förderbudget für die 5. Ausschreibung des Programmes „Neue Energien 2020“ beschlossen. Insgesamt werden 75 Projekte, mehrheitlich von Forschungsinstituten und Unternehmen, gefördert. Die Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Erneuerbare Energien und Smart Energy F&E.

 

„Wir investieren seit vielen Jahren konsequent in die Erforschung neuer Technologien – damit sichern wir langfristig unsere Energiezukunft und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich und leisten einen zentralen Beitrag für den Klimaschutz“, so Innovationsministerin Doris Bures. Und sie betont: „Wir werden auch in den nächsten Jahren über den Klima- und Energiefonds stark in den Bereich Energieforschung investieren. Die Schwerpunkte werden in den Bereichen der Speicherung und der Energieeffizienz in der Industrie und der Entwicklung von energieeffizienten Produkten liegen.“

 

Forschungsprojekte von gestern heute am Markt

Eingereicht wurden im Rahmen der 5. Ausschreibung insgesamt 243 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet wurden. „Die Projekte zeigen innovative Ansätze im Bereich Smarte Wärme über thermische Speicher und solarem Wasserstoff bis zur organischen Photovoltaik und innovative Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Letztere verdanken wir sicher den Kompetenzen Österreichs im Bereich der Materialforschung“, sagt Klimafonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

Projekte, die aus den ersten vier Ausschreibungen des Klima-und Energiefonds gefördert wurden, sind zum Teile bereits heute erfolgreich am Markt. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Markteinführung ist das Produkt „LED Bulb“, im Rahmen der Ausschreibung ,Energie der Zukunft‘ gefördert. Das Produkt ist heute mit 3 Millionen verkauften Exemplaren international erfolgreich. Dies verbildlicht, so Theresia Vogel, die Förderstrategie des Klimafonds hervorragend: „Wir bringen energieeffiziente, innovative Technologien schneller auf den Markt und ermöglichen somit die rasche Wirkungsweise für unser Klima.“


Zur Förderung entschiedene Projekte – eine Auswahl

 

Leitprojekt Roll2Sol

Isovoltaic wird Rolle-zu-Rolle-Prozesse für die Herstellung von Nanokomposit Solarzellenmodulen mit einem äußerst geringen Carbon Fußabdruck von nur 10 g CO2/kWh und mit einem Wirkungsgrad von mindestens 4% erforschen. Die Alleinstellungsmerkmale dieser Module (Transparenz, Farben, geringes Gewicht, Flexiblität) eröffnen durch die mögliche Kombination von elektrischer Energieerzeugung, Beschattung und attraktivem Design neue Wege zur Gebäudeintegration von Photovoltaik.

 

SmartCityGrid:CoOpt

Die koordinierte Optimierung von erneuerbarer Energie in Netzen und Gebäuden wird unter der Federführung vom AIT anhand der ENERGYBase, SOL4 real getestet. Neben validierten Optimierungsmethoden und Modellen stehen die Nachhaltigkeit der Auswirkungen und der Nutzen für Planung und Betrieb von Verteilernetzen einer Smart City im Zentrum dieses Projekts.

 

ELTSECCS

Die Degradition von Brennstoffzellen-Stacks bzw. deren Einzelkomponenten stellt einen limitierenden Faktor für die weltweite Markteinführung von Festoxidbrennstoffzellen (solid oxide fuel cells, SOFC) dar. Mit ELTSECCS erforscht die Montanuniversität Leoben Mechanismen für die Ausdehnung der Lebensdauer von SOFC Elektrolyten, Kathoden, Zellen und Stacks. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die systematische Analyse und Simulation thermomechanischer Schädigungen im Brennstoffzellen-Stack zur Optimierung der Stack-Geometrie und der Betriebsbedingungen.

 

Hintergrundinfo Programm „Neue Energien 2020“

„Neue Energien 2020“ ist das Forschungs- und Technologieprogramm des Klima- und Energiefonds. Seit seinem Start 2007 flossen insgesamt mehr als 138 Millionen Euro Fördergelder in 542 Projekte. Im Rahmen der 5. Ausschreibung wurden 243 Projekte und damit 95 Millionen zur Förderung eingereicht.

Das Programm orientiert sich an drei grundlegenden Ausrichtungen:

·         Effizienter Energieeinsatz

·         Erneuerbare Energien

·         Intelligente Energiesysteme