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Jahresprogramm 2011

  • Bures, Berlakovich: „150 Mio. Euro für neue und wegweisende Klimaschutz-Impulse“
  • Vogel, Höbarth: „Seit Bestehen des Klimafonds 28.000 Projekte in 69 Programmen gefördert“

Wien, 07.03.2011. Am Montag präsentierte der Klima- und Energiefonds sein Jahresprogramm 2011 im Rahmen einer Pressekonferenz. Die EigentümervertreterInnen, Verkehrsministerin Doris Bures und Umweltminister Niki Berlakovich, stellten gemeinsam mit den GeschäftsführerInnen des Klimafonds Theresia Vogel und Ingmar Höbarth die aktuellen Schwerpunkte in den drei Förderungsbereichen Forschung, Verkehr und Marktdurchdringung vor. Das Fördervolumen 2011 beträgt 147,375 Mio. Euro: von Seiten des Lebensministeriums kommen 75 Millionen, von Seiten des BMVIT 72,375 Millionen. Seit der Gründung im Jahr 2007 hat der Klimafonds 69 Programme ausgeschrieben und rund 28.000 innovative Projekte gefördert.

Infrastrukturministerin Doris Bures:

„Durch die Klimafonds-Förderungen wird der Weg von der Forschung bis zur Etablierung am Markt viel kürzer. Umweltfreundliche Innovationen und Technologien werden weiterentwickelt, Beispiel E-Mobilität, erneuerbare Energien, Steigerung der Energieeffizienz. Heimische Betriebe haben dadurch die Chance, sich eine internationale Vorreiterrolle zu sichern.“

Umweltminister Niki Berlakovich:

„Energieautarkie ist die Vision für Österreich! Auf dem Weg zu 100 % Energie made in Austria leisten die Förderungen des Klimafonds einen wichtigen Beitrag: Vor allem die E-Mobilitäts- und die Klima- und Energie-Modellregionen sind Motoren auf dem Weg in die Selbstversorgung. Die Förderprogramme garantieren neue green jobs.“

Ambitionierte Vision für das kommende Jahr: „Zero Emission Austria“

Das Jahr 2011 steht unter dem Motto „Zero Emission Austria“. Um dieser ambitionierten Vision gerecht zu werden, führt der Klimafonds erfolgreiche Förderprogramme auch heuer fort. Diese führen von der Technologieforschung im Programm Neue Energien 2020 bis zur Anwendung und Austestung in der Praxis in den Klima- und Energie- sowie die E-Mobilitäts-Modellregionen. Herzstücke des Jahresprogramms bilden außerdem die Förderung von Photovoltaik ab April 2011, Solarthermie und Mustersanierungen.

Die ständige Weiterentwicklung und Ausweitung der Programme ist ein wichtiges Ziel des Klima- und Energiefonds und unterstreicht die Innovationskraft und Zukunftsorientierung. Besonders wegweisend ist das neue Programm „Smart Energy Demo – FIT for SET“, das Leuchtturmprojekte für intelligente Städte und Energienetze mit europaweitem Vorbildcharakter unterstützt.

„Der Klima- und Energiefonds beweist Kontinuität, sein Budget ist auch für die Folgejahre gesichert. Das macht uns zu einem verlässlichen Partner für heimische Forschungseinrichtungen und Unternehmen: In den letzten Jahren wurden bereits weit mehr als 1.000 Anträge mit im Schnitt mehr als zwei Konsortialpartnern eingebracht.“, betont Geschäftsführerin Theresia Vogel.

„Das Ziel des Klimafonds ist es, bestehende Strukturen umweltfreundlich und nachhaltig zu revolutionieren. Wie sehr sich die Bevölkerung dafür engagiert und begeistert, zeigen z.B. die Modellregionen in denen insgesamt bereits 1,7 Millionen Menschen leben“, streicht Geschäftsführer Ingmar Höbarth heraus.

DAS JAHRESPROGRAMM 2011 IM DETAIL

Drei thematische Schwerpunkte im Jahr 2011

Die Schwerpunkte des Jahresprogrammes 2011 sind:

  • Modelle und Regionen, um die regionale Entwicklung intelligenter Lösungen weiter voranzutreiben und technologische Innovationen in der Praxis zu testen.
  • Energieeffizienz, da sehr viele Ressourcen weltweit knapp werden und Energiesparen ein Gebot der Stunde ist.
  • Bewusstseinsbildung zum Thema Klima und Energie, um neue Technologien, deren Visionen und Vorteile erlebbar zu machen.

Um den Fonds noch transparenter zu machen, wird der Klimafonds Mitte des Jahres eine neue Datenbank mit allen bisher geförderten Projekten vorstellen, die erstmals alle relevanten Daten sowie eine Förderlandkarte enthält.

Programmlinie Forschung: Energiestrategien für intelligente Städte

„Österreichs Energiezukunft wird mit Investitionen in Forschung und Entwicklung nachhaltig gesichert. Die Förderprogramme des Klima- und Energiefonds im Bereich Forschung sind auch heuer auf langfristige, umweltverträgliche Strukturreformen ausgerichtet. Das neue Programm „Smart Energy Demo – FIT for SET“ fördert richtungsweisende Pilotprojekte für intelligente Musterregionen, Städte oder Energienetze“, erläutert Ministerin Bures. Mit der 5. Ausschreibung des Programms „Neue Energien 2020“ werden österreichische Spitzentechnologien gesichert und erweitert. Heuer liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Energieeffizienz, von der Prozessoptimierung in KMUs, Landwirtschaft und Industrie bis hin zu energieeffizienten Produkten. Das „Austrian Climate Research Programme“ zielt auf Forschung zu aktuellen Fragestellungen der Klima- und Klimafolgenforschung auf nationaler und internationaler Ebene ab.

Programmlinie Verkehr: Leuchtturm E-Mobilität, attraktive Öffis

Verkehr ist in Österreich für 26 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Förderung grüner Infrastrukturprogramme ist deshalb auch 2011 ein wesentlicher Bestandteil des Jahresprogrammes. Erfolgreiche Förderprogramme zur CO2-Reduktion im Personen- und Güterverkehr, Stärkung öffentlicher Verkehrsmittel, Forcierung des Radverkehrs und Intensivierung des Mobilitätsmanagements werden heuer vertieft und erweitert.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die E-Mobilität ein. Auf Initiative des Klima- und Energiefonds entstanden bisher fünf vorbildhafte „E-Mobilitäts-Modellregionen“. 2011 sollen zwei weitere mit den Schwerpunkten Pendlerverkehr und Logistik folgen.

Visionäre Projekte, die sich durch hohe nationale und internationale Innovationskraft auszeichnen und so die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen unterstreichen, werden im Programm „Leuchttürme der E-Mobilität“ gefördert. Ein „Leuchtturm“ der 1. Ausschreibung ist – um nur eines zu nennen – das Projekt „emporA – E-Mobile Power Austria“. Es zielt auf die Entwicklung und den Test von Schlüsseltechnologien ab, um eine Gesamtbasis für E-Mobilität zu schaffen und deren zügige Einführung voran zu treiben. 2011 wird ein spezieller Fokus auf Fahrzeugentwicklung und Integration ins Gesamtverkehrssystem liegen.

Programmlinie Marktdurchdringung: Auf dem Weg zur Autarkie

„Für die Markteinführung und -durchdringung klimafreundlicher Technologien, Produkte und Dienstleistungen mit Beispielwirkung bietet der Klima- und Energiefonds auch 2011 ein breites Förderspektrum. Dazu zählen Mustersanierungen von Gebäuden mit hoher Besucherfrequenz und der Austausch von fossilen Heizsystemen durch erneuerbare Energien ebenso wie solare Großanlagen“, erklärt Minister Berlakovich. Die Photovoltaik, allgemein und gebäudeintegriert, ist auch heuer wieder ein Herzstück des Förderbereichs Marktdurchdringung und wird mit 35 Mio. Euro gefördert.

Ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie ist der neue Call für die „Klima- und Energiemodellregionen“. 30 neue Modellregionen für 2010 wurden bereits Ende Dezember 2010 ausgewählt. Nun realisieren insgesamt 66 Regionen mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern aus allen Bundesländern wegweisende Klimaschutz-Projekte. Ziel ist es, in den Bereichen Strom und Wärme mindestens den Eigenbedarf zu decken. Jene 36 Modellregionen, die aus den Ausschreibungen 2009 hervorgegangen sind, werden heuer voll operativ werden.

Über den Klima- und Energiefonds

Der Klima- und Energiefonds setzt durch seine konsequente Schwerpunktsetzung in den Programmlinien Forschung und Entwicklung, umweltfreundliche Mobilität und Marktdurchdringung starke Impulse für Österreichs nachhaltige Energieversorgung und Klimapolitik. Die strategische Ausrichtung des Fonds steht in engem Zusammenhang mit nationalen und internationalen klimapolitischen Rahmenbedingungen. Damit verfolgt der Klimafonds seinen grundsätzlichen Auftrag, Sofortmaßnahmen zu setzen, die in der Kyoto-Periode wirken, dabei aber auch mittel- und langfristige Entwicklungen zu initiieren, um die Klimaziele 2020 und darüber hinaus (2050) zu unterstützen. Das Ziel dabei ist die Vernetzung von Wissenschaft, Industrie und Anwendung in der Praxis.