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Investitionsschub für Klimaschutz, Erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität

  • Mustersanierung: Volksschule wird zum Passivhaus
  • 20 Solarhäuser heizen ab 2015 mit der Kraft der Sonne

Das Präsidium des Klima- und Energiefonds hat in seiner letzten Sitzung 201 rund 25,2 Millionen Euro Förderbudget für insgesamt 437 Projekte aus den Programmen „ACRP – Austrian Climate Research Programme“, „Solarhaus“, „Solare Großanlagen“, „Mustersanierung“, „Klima- und Energiemodellregionen“, „Modellregionen E-Mobilität“, „klima:aktiv mobil“ und für allgemeine klimarelevante Projekte beschlossen.

Umweltminister Andrä Rupprechter: „Diese Projekte sind gelebter Klimaschutz. Sie tragen dazu bei, dass Treibhausgase reduziert, Energieeffizienz erhöht und erneuerbare Energien ausgebaut werden. Die Projekte des Klima- und Energiefonds sind ein wichtiger Hebel zu Umsetzung der nationalen Klimastrategie.“

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Mehr 75.000 Projekte haben wir in den letzten Jahren durch unsere Förderungen auf Schiene gebracht. Dazu gehören nicht nur der breitflächige Ausbau von Photovoltaik, sondern auch mehr als 60 Mustersanierungen, der Aufbau von über 100 Klima-und Energie-Modellregionen, die Veröffentlichung des weltweit ersten nationalen Klimawandelberichtes oder auch knapp 160 große Solaranlagen für heimische Wirtschaftsbetriebe. Wir sind stolz auf diese Zahlen, 2015 setzen wir mit einem ambitionierten Jahresprogramm unsere Arbeit fort.“

Die Beschlüsse im Überblick

Austrian Climate Research Programme (ACRP) – Grundlagen für EntscheidungsträgerInnen

Beschlossen wurde die Förderung von 19 Projekten mit einem Gesamtfördervolumen von rund 5,18 Millionen Euro. Der inhaltliche Schwerpunkt des Programmes liegt in der Erforschung nationaler Ausprägungen und Auswirkungen des Klimawandels und liefert eine fundierte Wissensbasis, um (klima-) politische Entscheidungen im Sinne der Umwelt, der Wirtschaft und der Menschen zu treffen.

Solare Großanlagen – Impulse für den Wirtschaftsstandort

Gefördert werden 43 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von rund 5,1 Millionen Euro. Der Klimafonds zeigt mit dem Förderprogramm für Solare Großanlagen völlig neue Anwendungsbereiche für Solarthermie auf, wie zum Beispiel die Versorgung mit Prozesswärme und Fernwärme. Die größte durch den Klima- und Energiefonds geförderte Anlage ist fast 2.000 m2 groß und speist ins Nahwärmenetz der Stadt Graz ein. Höbarth: „Mit diesen Best-Practice Beispielen unterstützen wir die rasche Verbreitung im Markt und senken gleichzeitig Energiekosten und die CO2-Emissionen.“

Demoprojekte Solarhaus

Gefördert werden 20 Projekte 261.000 Euro. Dieses europaweit einzigartige Programm, das im Juni 2014 gestartet wurde, zeigt, dass auch in unseren Breitengraden mit der Kraft der Sonne geheizt werden kann. Ziel ist es, Praxiserfahrung mit Gebäuden zu sammeln, die mindestens 70 Prozent des Gesamtwärmebedarfs mit der Sonne decken.

Klima- und Energie Modellregionen – Pioniere der Energiezukunft

Mehr als 100 Klima- und Energiemodellregionen in ganz Österreich arbeiten an einer nachhaltigen Klima- und Energiezukunft. Für die Weiterführung von Klima- und Energiemodellregionen und die Umsetzung von insgesamt sechs Leitprojekten wurden 1,1 Mio. Euro Förderbudget beschlossen.

www.klimaundenergiemodellregionen.at

Mustersanierungen setzen neue Standards

Beschlossen wurden fünf Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,8 Millionen Euro. Eines der zur Förderung beschlossenen Projekte ist die Volksschule in Ziersdorf. Die Turnhalle wird auf Passivhaus-Niveau saniert und erhält u.a. eine thermische Solaranlage, eine Pelletsheizung und eine neue Raumlufttechnikanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Heizwärmebedarf wird um 95% reduziert und rund 152t CO2 /p.a. eingespart.

Der Klima- und Energiefonds legt bei Mustersanierungen besonderen Fokus auf einen hohen Einsatz erneuerbarer Energien, den Einsatz klimaschonender Rohstoffe und Produkte bei der Sanierung, technische und ökonomische Multiplizierbarkeit, Maßnahmen zur Energieeffizienz, keinen oder geringstmöglichen Kühlbedarf sowie einen hohen Innovationsgehalt. Höbarth: „Gerade der Gebäudesektor muss langfristig planen, denn Gebäude, die heute saniert werden, legen die Emissions-Standards der nächsten rund 40 Jahre fest – mit der Mustersanierung schaffen wir heute die Standards von morgen.“ Mittlerweile hat der Klima- und Energiefonds 60 Mustersanierungen unterstützt, die als Leuchttürme für Nachahmer fungieren.

www.mustersanierung.at

Modellregionen der E-Mobilität – E-Mobil zum Führerschein

Mehr als 1200 E-Fahrzeuge sind in den sieben Modellregionen des Klima- und Energiefonds unterwegs. Unterstützt werden in diesen ab sofort 18 weitereProjekte mit insgesamt 1,9 Mio. Euro Förderbudget. Immer stärker wird dabei die Vernetzung der Modellregionen. Höbarth: „Uns ist es gelungen, die Arbeit der Modellregionen stärker zu vernetzen und damit Synergien zu schaffen. So teilen sich ab 2015 die Modellregion Post und Modellregion Salzburg Elektrofahrzeuge – die Post nutzt sie morgens für Zustelldienste, ab dem Nachmittag stehen die Fahrzeuge für Carsharing bereit,“ freut sich Klima-und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth.

www.e-connected.at

klima:aktiv mobil

Beschlossen wurde ein umfassendes Förderpaket mit knapp 7,7 Millionen Euro Budget. Die Projektpalette umfasst umweltfreundliche 207 Mobilitätsprojekte – so z.B. Fuhrparkumstellungen, Mobilitätskonzepte, Bewusstseinsbildung, Mobilitätsmanagementsysteme, etc.. Durch diese Förderprojekte des Klima- und Energiefonds werden 262.000 t CO2.insgesamt bzw. 18.000 t CO2 pro Jahr eingespart.