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bmvit und Klimafonds: 8 Mio. Euro für intelligente Verkehrssysteme

Ziel: Effizienter, sicherer und ökologischer von A nach B durch Echtzeitdaten und Floating Car Data

Mit dem Förderprogramm „Umsetzungsmaßnahmen im Rahmen des nationalen IVS-Aktionsplans – Dynamische Mobilitätsdaten und multimodales Verkehrsmanagement“ unterstützen der Klima- und Energiefonds und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) Projekte im Bereich der intelligenten Verkehrssysteme. Diese machen den Verkehr effizienter, ökologischer und sicherer, indem sie vorhandene Infrastruktur und Floating Car Data (FCD) optimal nutzen: VerkehrsteilnehmerInnen werden umfassend, aktuell und leicht zugänglich informiert und der Verkehr gezielt und dynamisch gesteuert. Im morgen startenden Call, bei dem ein Projekt gefördert wird, investiert der Klimafonds bis zu 8 Millionen Euro, um das Gesamtverkehrssystem weiter zu optimieren.

Verkehrsminister Alois Stöger: „Mobilität muss sicher, umweltfreundlich und für alle Nutzerinnen und Nutzer in ganz Österreich leistbar sein. Intelligente Verkehrssysteme leisten dazu einen großen Beitrag.“

Neben der Verlagerung hin zu „Öffis“ spielt die Effizienz des Verkehrs eine wichtige Rolle bei der Einsparung von Treibhausgasemissionen. Dabei sind statische Daten zur Verkehrsnachfrage und Echtzeitverkehrsdaten wichtig: Floating Car Data (FCD) spielen für die flächendeckende Echtzeiterfassung des Verkehrszustandes eine große Rolle.

Intelligente Systeme statt Insellösungen

Die zentralen Herausforderungen sind aber nach wie vor verschiedene Standards, Schnittstellen, Datenqualitäten und organisatorische Zuständigkeiten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene sowie zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel:

„Wir haben mit unseren bisher geförderten Projekten, der Graphenintegrationsplattform (GIP) und der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) gute Grundlagen geschaffen und erste Umsetzungen getestet. Mit ihnen konnte auf nationaler Ebene ein Gegengewicht zu Insellösungen geschaffen werden. Mit unserer aktuellen Ausschreibung schließen wir nun eine Lücke, die aus den bisherigen IVS-Anwendungen übrig geblieben ist.

Förderung 2014: Dynamische Mobilitätsdaten

Eingebunden in den seit 2009 gewachsenen und sehr erfolgreichen „Cluster“ von IVS-Anwendungen der öffentlichen Hände in Kooperation mit den Verkehrsverbünden und Infrastrukturbetreibern wird das Themenfeld „Dynamische Mobilitätsdaten und multimodales Verkehrsmanagement“ den abschließenden Puzzlestein eines umfassenden österreichischen IVS-Systems bilden.

Unter Bezugnahme auf den Maßnahmenkatalog 2014 des IVS-Aktionsplanes des bmvit und unter systemischer Einbindung der Betreiber von GIP und VAO werden folgende Ziele angestrebt:

• Erarbeitung eines zwischen Bund, Ländern und Infrastrukturbetreibern abgestimmten Rolloutplanes zur Generierung einer österreichweiten Verkehrslage im MIV auf den GIP Functional Road Classes 0-4.

• Implementierung eines „Mobilitätskompetenzzentrums Österreich“ unter bestmöglicher Nutzung existenter Ressourcen von Gebietskörperschaften und Infrastrukturbetreibern.

• Start der Umsetzung des bundesweiten Rollouts mit einheitlichen Standards im Echtzeitinformationsbereich auf Basis fahrzeugbasierter Daten und der umgesetzten Online-Modelle und mehrjähriger Pilotierungsphase (mindestens 3 Jahre), in Rahmen derer Services im Bereich multimodales Verkehrsmanagement aufgebaut und getestet werden sollen.

• Kurz-, Mittel- und Langfristprognose auf Basis der erhobenen Daten bzw. der österreichweiten Verkehrslage.

 

Details zur Ausschreibung

Bei der Ausschreibung „Umsetzungsmaßnahmen im Rahmen des nationalen IVS-Aktionsplans – Dynamische Mobilitätsdaten und multimodales Verkehrsmanagement handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren mit zwei gestaffelten Einreichfristen – Voraussetzung für die Einreichung im Rahmen der Stufe 2 ist die positive Absolvierung der Stufe 1. Es wird ein Projekt gefördert.

 

27.02.2015, 12:00 Uhr: Ende der Einreichfrist Stufe 1 bei der SCHIG mbH – schriftliche UND elektronische Einreichung

22.05.2015, 12:00 Uhr: Ende der Einreichfrist Stufe 2 bei der SCHIG mbH – schriftliche UND elektronische Einreichung

 

Hintergrundinformation: ITS Action Plan und ITS Richtlinie

Im Dezember 2008 veröffentlichte die europäische Kommission den ITS Action Plan und in weiterer Folge, zur Umsetzung dieses Plans, die ITS Richtlinie. Als Reaktion darauf entwickelte Österreich den österreichischen IVS-Aktionsplan zur Umsetzung der europäischen Vorgaben auf nationaler Ebene. Auf den Maßnahmen dieses IVS-Aktionsplans aufbauend, wurden vom Klima- und Energiefonds bereits zwei Projektbündel gefördert (die Graphenintegrationsplattform (GIP) und die Verkehrsauskunft Österreich (VAO)) und damit einen bedeutenden Beitrag zur Zielerreichung des nationalen Aktionsplanes geleistet. Der IVS-Maßnahmenkatalog 2014 enthält jene Thematiken, die bis 2017 durch die öffentliche Hand stimuliert werden müssen, um positive Entwicklungen im Bereich IVS fortführen zu können. Auf das Bereitstellen flächendeckender und multimodaler Verkehrsinformationen unter intensiver Einbeziehung innovativer Mobilitätskonzepte wird weiterhin ein Fokus gelegt.