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Alexander Simader wird Klima- und Energie Manager des Jahres 2018

Kinderbuch „Energieräubern auf der Spur“ wird zum Projekt des Jahres gekürt.
Er ist ein Manager der ersten Stunde: Bereits seit 2010 arbeitet Alexander Simader in der niederösterreichischen Klima- und Energiemodellregion KEM Unteres Traisental – Fladnitztal dafür, dass in der Region nachhaltige, klimaschonende Energie- und Mobilitätsprojekte umgesetzt werden. Seine Karriere startete er als Sanierer in der Kommunalwirtschaft, doch schon bald begann er für die Energiewende zu brennen. Alexander Simader entwickelte Ideen und Projekte, die weit über seine Klima- und Energie-Modellregion hinaus reichen. Mit seinem Unternehmen „Energy Changes“ war er rund um den Globus tätig, nun treibt er mit ganzer Kraft die Energiewende vor seiner Haustür voran. Die Wasserkraft liegt dem studierten Kultur- und Wassertechniker Simader dabei besonders am Herzen. Ganz naheliegend ist es daher, dass er die Wasserkraft der Traisen für seine regionale Energiewende nutzt: Drei Fischaufstiege wurden in den letzten Jahren errichtet – und trotzdem erzeugen die 52 Kleinkraftwerke an den Werkskanälen der unteren Traisen nun acht Prozent mehr Strom als noch vor wenigen Jahren. Möglich machte das die Wasserkraftoffensive der KEM Unteres Traisental. „Wir konnten in den vergangenen Jahren die Effizienz von 15 Kleinwasserkraftwerken steigern“, freut sich Simader.

Mister E-Car-Sharing

Simader ist auch im Vorstand des Vereins „fahrvergnügen.at“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, in Gemeinden den Bürgerinnen und Bürgern zumindest ein Elektroauto für die gemeinsame Nutzung zur Verfügung zu stellen. „fahrvergnügen“ kümmert sich um die Fahrzeuge, um deren Finanzierung und Wartung und stellt sie lokalen E-Car-Sharing-BetreiberInnen zur Verfügung. Diese achten als sogenannte Lade-CheckerInnen darauf, dass immer genug Ökostrom im Tank ist, schulen die NutzerInnen ein und sorgen durch Mundpropaganda für das Wachstum ihrer lokalen Projekte. Für diese meist ehrenamtlichen Lade-CheckerInnen oder StandortadministratorInnen entwickelte Simader gemeinsam mit 13 anderen Klima- und Energie-Modellregionen ein Qualifizierungsprogramm, das gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds in die Praxis umgesetzt wird.

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger: „Unsere Klima- und Energie-Modellregionen sind eine Erfolgsgeschichte, die auch international hohe Anerkennung findet. Sie nutzen regionale Energieressourcen und setzen Energieeffizienzmaßnahmen um und generieren so Wertschöpfung in Österreich. Ich gratuliere Alexander Simader herzlich zu dieser Auszeichnung.“

Wo überall sind im Haushalt Energieräuber zu finden?

Energieräubern auf der Spur – Ein Buch für Schüler“ wurde zum „KEM-Projekt des Jahres 2018“ gekürt. Es beschäftigt sich mit dem Thema, wie man Energie einsparen kann und dient als Lehrmaterial für die 3. und 4. Klassen der NMS und Gymnasien. Die SchülerInnen lernen, wo im Haushalt Energie verbraucht wird und sie finden Hinweise, wo Energieräuber zu finden sind. „Ganz wichtig war uns bei der Entwicklung des Buches jedoch, dass wir zeigen, wie Energie eingespart werden kann – und dass das auch häufig ganz einfach ist“, erklären KEM Manager Horst Gaigg und Christian Hummelbrunner. Das Buch „Energieräubern auf der Spur“ ist bereits das zweite einer Serie. Das erste Buch „Ein Kleinwasserkraftwerk entsteht“ widmet sich dem Thema Wasserkraft. Gaigg ist seit 2010 Manager der Region „Traunsteinregion“. Er ist darüber hinaus Geschäftsführer des Technologiezentrums Salzkammergut und treibt eine Reihe nachahmenswerter Energieprojekte voran. Dabei scheut er sich nicht, auch heiße Eisen wie die Kleinst-Photovoltaik – den Sonnenstrom vom Balkon – anzupacken.

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth gratuliert: „Unsere KEM-Manager und Managerinnen sind die Triebfedern der regionalen Energie- und Mobilitätswende. Projekte, die Kinder und Jugendliche mit unseren Zukunftsthemen konfrontieren, liegen uns besonders am Herzen. Sie sind diejenigen, für die wir heute die Energiezukunft gestalten, in der sie leben werden.“

Foto: v.l.n.r.: Christoph Wolfsegger (Klima- und Energiefonds), Anton Kasser, Bettina Bergauer (BMNT), Alexander Simader, Christian Hummelbrunner, Ingmar Höbarth (Klima- und Energiefonds)