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6,37 Millionen für Wärme aus Sonnenkraft

  • Aktueller Präsidiumsbeschluss: Nun insgesamt 52 neue Anlagen
  • Begleitforschung sichert optimalen Know-How-Zuwachs
  • Berlakovich: Zentraler Baustein für Österreichs Energieautarkie

Das Programm zur Förderung von großen, innovativen solarthermischen Anlagen mit einer Kollektorfläche zwischen 100 m2 und 2.000 m2 wurde nun durch einen Präsidiumsbeschluss um 1,5 Mio. Euro auf eine Gesamtfördersumme von 6,37 Mio. Euro aufgestockt. Der Fokus liegt dabei auf folgenden vier Bereichen, denen für die Zukunft hohes Marktpotenzial zugetraut wird: Erstens solare Wärme, die für die Betreibung von diversen Prozessen z.B. in landwirtschaftlichen Betrieben genutzt wird und zweitens solar gewonnene Wärme, die über Einspeisung in ein Wärmenetz heizt und Warmwasser verteilt. Drittens können Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe damit einen Großteil der benötigten Wärme durch Solarthermie erzeugen und viertens gibt es solar unterstützte Klimatisierung, also Kühlung durch die Kraft der Sonne.

„Sowohl in der Energiestrategie Österreichs als auch in der Roadmap Solarwärme 2020 haben wir das Ziel formuliert, den Beitrag der Solarthermie zur Aufbringung der Niedertemperaturwärme bis zum Jahr 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen. Dem sind wir nun dank der aktuell beschlossenen Förderung von 52 Anlagen ein gutes Stück näher gekommen. Dieses Programm ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zur Energieautarkie Österreichs“, betont Umweltminister Niki Berlakovich.

Begleitforschung sichert Österreich-Kompetenz

Österreich zählt bereits heute zu den weltweiten Top 4 der angewandten Solarthermie bezüglich installierter Leistung pro Einwohner, die Technologie ist ein wahrer Exportschlager. „590 Millionen Euro Umsatzvolumen sind ein starkes Wirtschaftsargument. Experten orten noch weiteres Potenzial, der im privaten Segment gut etablierte Markt wird durch die Förderung in den gewerblichen Markt transferiert. Daher legen wir bei diesen neu geförderten Projekten besonderes Augenmerk auf Begleitforschung. Nur so können wir den erreichten Spitzenplatz langfristig sichern und aufbauen“, sagt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. Insgesamt 19 der 52 Projekte werden wissenschaftlich begleitet.

 

 

 

 

 

·         Bilanz nach fünf Ausschreibungen: 542 Projekte – 171 Millionen Gesamtförderung – 300 Millionen Investitionen ausgelöst

·         Bures: „Energieforschung für den Klimaschutz“

 

Heute, Donnerstag, hat das Präsidium des Klima- und Energiefonds weitere 30 Millionen Euro Förderbudget für die 5. Ausschreibung des Programmes „Neue Energien 2020“ beschlossen. Insgesamt werden 75 Projekte, mehrheitlich von Forschungsinstituten und Unternehmen, gefördert. Die Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Erneuerbare Energien und Smart Energy F&E.

 

„Wir investieren seit vielen Jahren konsequent in die Erforschung neuer Technologien – damit sichern wir langfristig unsere Energiezukunft und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich und leisten einen zentralen Beitrag für den Klimaschutz“, so Innovationsministerin Doris Bures. Und sie betont: „Wir werden auch in den nächsten Jahren über den Klima- und Energiefonds stark in den Bereich Energieforschung investieren. Die Schwerpunkte werden in den Bereichen der Speicherung und der Energieeffizienz in der Industrie und der Entwicklung von energieeffizienten Produkten liegen.“

 

Forschungsprojekte von gestern heute am Markt

Eingereicht wurden im Rahmen der 5. Ausschreibung insgesamt 243 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet wurden. „Die Projekte zeigen innovative Ansätze im Bereich Smarte Wärme über thermische Speicher und solarem Wasserstoff bis zur organischen Photovoltaik und innovative Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Letztere verdanken wir sicher den Kompetenzen Österreichs im Bereich der Materialforschung“, sagt Klimafonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

Projekte, die aus den ersten vier Ausschreibungen des Klima-und Energiefonds gefördert wurden, sind zum Teile bereits heute erfolgreich am Markt. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Markteinführung ist das Produkt „LED Bulb“, im Rahmen der Ausschreibung ,Energie der Zukunft‘ gefördert. Das Produkt ist heute mit 3 Millionen verkauften Exemplaren international erfolgreich. Dies verbildlicht, so Theresia Vogel, die Förderstrategie des Klimafonds hervorragend: „Wir bringen energieeffiziente, innovative Technologien schneller auf den Markt und ermöglichen somit die rasche Wirkungsweise für unser Klima.“


Zur Förderung entschiedene Projekte – eine Auswahl

 

Leitprojekt Roll2Sol

Isovoltaic wird Rolle-zu-Rolle-Prozesse für die Herstellung von Nanokomposit Solarzellenmodulen mit einem äußerst geringen Carbon Fußabdruck von nur 10 g CO2/kWh und mit einem Wirkungsgrad von mindestens 4% erforschen. Die Alleinstellungsmerkmale dieser Module (Transparenz, Farben, geringes Gewicht, Flexiblität) eröffnen durch die mögliche Kombination von elektrischer Energieerzeugung, Beschattung und attraktivem Design neue Wege zur Gebäudeintegration von Photovoltaik.

 

SmartCityGrid:CoOpt

Die koordinierte Optimierung von erneuerbarer Energie in Netzen und Gebäuden wird unter der Federführung vom AIT anhand der ENERGYBase, SOL4 real getestet. Neben validierten Optimierungsmethoden und Modellen stehen die Nachhaltigkeit der Auswirkungen und der Nutzen für Planung und Betrieb von Verteilernetzen einer Smart City im Zentrum dieses Projekts.

 

ELTSECCS

Die Degradition von Brennstoffzellen-Stacks bzw. deren Einzelkomponenten stellt einen limitierenden Faktor für die weltweite Markteinführung von Festoxidbrennstoffzellen (solid oxide fuel cells, SOFC) dar. Mit ELTSECCS erforscht die Montanuniversität Leoben Mechanismen für die Ausdehnung der Lebensdauer von SOFC Elektrolyten, Kathoden, Zellen und Stacks. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die systematische Analyse und Simulation thermomechanischer Schädigungen im Brennstoffzellen-Stack zur Optimierung der Stack-Geometrie und der Betriebsbedingungen.

 

Hintergrundinfo Programm „Neue Energien 2020“

„Neue Energien 2020“ ist das Forschungs- und Technologieprogramm des Klima- und Energiefonds. Seit seinem Start 2007 flossen insgesamt mehr als 138 Millionen Euro Fördergelder in 542 Projekte. Im Rahmen der 5. Ausschreibung wurden 243 Projekte und damit 95 Millionen zur Förderung eingereicht.

Das Programm orientiert sich an drei grundlegenden Ausrichtungen:

·         Effizienter Energieeinsatz

·         Erneuerbare Energien

·         Intelligente Energiesysteme