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5,6 Millionen Euro für zwei neue Leuchttürme der E-Mobilität

  • Bures: „Umweltfreundliche Mobilität wird Leitindustrie Österreichs“
  • Seit Programmstart knapp 27 Millionen in sieben Projekte investiert
  • Österreich als Pionier für Forschung und Entwicklung im Bereich E-Mobilität positioniert

In seiner letzten Sitzung hat das Präsidium des Klima- und Energiefonds zwei weitere Projekte im Rahmen des Forschungsförderprogramms „Leuchtturm Österreich E-Mobil“ zur Förderung beschlossen: Das Projekt „SMILE – Smart Mobility Info & Ticketing System Leading the Way for Effective E-Mobility Services” unter der Projektleitung Wiener Stadtwerke Holding AG und das Projekt „VECEPT – All Purpose Cost Efficient Plug-In Electric (Hybridized) Vehicle” unter der Leitung der AVL List GmbH. In Summe erhalten diese beiden Projekte 5,7 Mio. Euro. Infrastrukturminiserin Doris Bures: „E-Mobilität ist sowohl für den umweltfreundlichen Verkehr als auch für die Wirtschaft eines der großen Zukunftsthemen. Unsere gezielten Förderungen unterstützen die heimischen Betriebe, damit sie auch weiterhin zu den Global Playern in dieser Leitindustrie gehören.“

SMILE und VECEPT

Das SMILE-Projekt entwickelt und testet einen Prototyp, der – aus Nutzersicht – ein bahnbrechendes integriertes, multimodales Informations-, Buchungs- und Zahlungssystem bereitstellen wird, um individuelle E-Mobilitätsdienstleistungen mit jenen des öffentlichen Verkehrs zu verknüpfen. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen auch anderen Mobilitätsanbietern Zugang zu diesem System. Durch die Zusammenarbeit der beiden größten Mobilitätsanbieter – ÖBB und Wiener Linien – könnte SMILE schlussendlich das Rückgrat für eine österreichweite Smart-Mobility-Plattform bilden.

Das Leuchtturmprojekt VECEPT (Vehicle with Cost-Efficient Power Train) konzentriert sich auf die Entwicklung und Erprobung eines universellen, kosteneffizienten PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) mit einer rein elektrischen Reichweite von ca. 50km, das als Volumenmodell für den Weltmarkt fungieren wird (geplanter Markteintritt 2015). Neben der Nutzung von PHEV in gemischten Flotten wird auch das Nutzerverhalten von unterschiedlichen Nutzergruppen hinsichtlich möglicher Unterschiede zwischen PHEV und BEV (Battery Electric Vehicle) untersucht.

Das Förderprogramm „Leuchtturm Österreich E-Mobil“

„Leuchtturm Österreich E-Mobil“ ist das Forschungs- und Demonstrationsprogramm des Klima- und Energiefonds im Bereich der nachhaltigen Mobilität und Energieversorgung. Es zielt auf die Vernetzung und funktionale Bündelung erfolgreich laufender Aktivitäten und Projekte in Österreich, die zur schrittweisen Markteinführung beitragen. In der gestern beschlossenen Ausschreibung lag ein besonderer Schwerpunkt auf verbindende und fehlende Elemente zu national und international laufenden Projekten und Aktivitäten, die die Einführung von Elektromobilität in Österreich vorantreiben. „Diese beiden Projekte werden die Anwendung von E-Mobilität in der täglichen Verkehrspraxis weiter forcieren, u.a. durch die intelligente Vernetzung mit dem öffentlichen Verkehr und den Aufbau von Ladeinfrastrukturen“, erklärt Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds.

 

 

 

 

·         Bilanz nach fünf Ausschreibungen: 542 Projekte – 171 Millionen Gesamtförderung – 300 Millionen Investitionen ausgelöst

·         Bures: „Energieforschung für den Klimaschutz“

 

Heute, Donnerstag, hat das Präsidium des Klima- und Energiefonds weitere 30 Millionen Euro Förderbudget für die 5. Ausschreibung des Programmes „Neue Energien 2020“ beschlossen. Insgesamt werden 75 Projekte, mehrheitlich von Forschungsinstituten und Unternehmen, gefördert. Die Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Erneuerbare Energien und Smart Energy F&E.

 

„Wir investieren seit vielen Jahren konsequent in die Erforschung neuer Technologien – damit sichern wir langfristig unsere Energiezukunft und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich und leisten einen zentralen Beitrag für den Klimaschutz“, so Innovationsministerin Doris Bures. Und sie betont: „Wir werden auch in den nächsten Jahren über den Klima- und Energiefonds stark in den Bereich Energieforschung investieren. Die Schwerpunkte werden in den Bereichen der Speicherung und der Energieeffizienz in der Industrie und der Entwicklung von energieeffizienten Produkten liegen.“

 

Forschungsprojekte von gestern heute am Markt

Eingereicht wurden im Rahmen der 5. Ausschreibung insgesamt 243 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet wurden. „Die Projekte zeigen innovative Ansätze im Bereich Smarte Wärme über thermische Speicher und solarem Wasserstoff bis zur organischen Photovoltaik und innovative Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Letztere verdanken wir sicher den Kompetenzen Österreichs im Bereich der Materialforschung“, sagt Klimafonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

Projekte, die aus den ersten vier Ausschreibungen des Klima-und Energiefonds gefördert wurden, sind zum Teile bereits heute erfolgreich am Markt. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Markteinführung ist das Produkt „LED Bulb“, im Rahmen der Ausschreibung ,Energie der Zukunft‘ gefördert. Das Produkt ist heute mit 3 Millionen verkauften Exemplaren international erfolgreich. Dies verbildlicht, so Theresia Vogel, die Förderstrategie des Klimafonds hervorragend: „Wir bringen energieeffiziente, innovative Technologien schneller auf den Markt und ermöglichen somit die rasche Wirkungsweise für unser Klima.“


Zur Förderung entschiedene Projekte – eine Auswahl

 

Leitprojekt Roll2Sol

Isovoltaic wird Rolle-zu-Rolle-Prozesse für die Herstellung von Nanokomposit Solarzellenmodulen mit einem äußerst geringen Carbon Fußabdruck von nur 10 g CO2/kWh und mit einem Wirkungsgrad von mindestens 4% erforschen. Die Alleinstellungsmerkmale dieser Module (Transparenz, Farben, geringes Gewicht, Flexiblität) eröffnen durch die mögliche Kombination von elektrischer Energieerzeugung, Beschattung und attraktivem Design neue Wege zur Gebäudeintegration von Photovoltaik.

 

SmartCityGrid:CoOpt

Die koordinierte Optimierung von erneuerbarer Energie in Netzen und Gebäuden wird unter der Federführung vom AIT anhand der ENERGYBase, SOL4 real getestet. Neben validierten Optimierungsmethoden und Modellen stehen die Nachhaltigkeit der Auswirkungen und der Nutzen für Planung und Betrieb von Verteilernetzen einer Smart City im Zentrum dieses Projekts.

 

ELTSECCS

Die Degradition von Brennstoffzellen-Stacks bzw. deren Einzelkomponenten stellt einen limitierenden Faktor für die weltweite Markteinführung von Festoxidbrennstoffzellen (solid oxide fuel cells, SOFC) dar. Mit ELTSECCS erforscht die Montanuniversität Leoben Mechanismen für die Ausdehnung der Lebensdauer von SOFC Elektrolyten, Kathoden, Zellen und Stacks. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die systematische Analyse und Simulation thermomechanischer Schädigungen im Brennstoffzellen-Stack zur Optimierung der Stack-Geometrie und der Betriebsbedingungen.

 

Hintergrundinfo Programm „Neue Energien 2020“

„Neue Energien 2020“ ist das Forschungs- und Technologieprogramm des Klima- und Energiefonds. Seit seinem Start 2007 flossen insgesamt mehr als 138 Millionen Euro Fördergelder in 542 Projekte. Im Rahmen der 5. Ausschreibung wurden 243 Projekte und damit 95 Millionen zur Förderung eingereicht.

Das Programm orientiert sich an drei grundlegenden Ausrichtungen:

·         Effizienter Energieeinsatz

·         Erneuerbare Energien

·         Intelligente Energiesysteme