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4 Mio. Euro für mehr energieautarke Regionen auf Österreichs Landkarte

Klima- und Energiefonds startet Ausschreibung für Energie-Modellregionen

Der Klima- und Energiefonds fördert Gemeinden und Regionen, die sich auf den Weg in die Energieautarkie machen. „Die täglichen Bilder der Ölkatastrophe in Mexiko machen vor allem eines klar: die Zeit ist mehr als reif für den Ausstieg aus der fossilen Energie. Es gibt umwelt- und klimafreundliche Alternativen – man muss sie nur nutzen! Mein Ziel ist es, möglichst viele Regionen und Gemeinden zu unterstützen, mindestens ihren Eigenbedarf an Strom und Wärme selbst zu erzeugen. Damit werden sie einerseits unabhängiger von Importen fossiler Energieträger, schaffen regionale Wertschöpfung und green jobs und leisten überdies einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung des Ziels 34% erneuerbare Energie.“, so Minister Berlakovich.

2009 startete das Förderprogramm für Klima- und Energie-Modellregionen. Die Resonanz auf diese Ausschreibung war enorm. 37 österreichische Regionen, vom Neusiedlersee bis zum Bodensee, qualifizierten sich als Klima- und Energie-Modellregion, die sich in den nächsten Jahren zu Vorzeigeregionen entwickeln werden. Für die zweite Ausschreibung des bislang sehr erfolgreichen Programms stellt der Klima- und Energiefonds nun 4 Mio. Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, Klima- und Energie-Modellregionen bei der Gründung und während der Aufbauphase zu unterstützen. Regionen im ländlichen Raum bis hin zu kleinregionalen Agglomerationen im Umfeld von Kleinstädten eigenen sich besonders für diese Fördermaßnahme. Die Regionsgröße ist mit einer Einwohnerzahl von 60.000 limitiert. “Wir bringen österreichische Regionen auf den Weg in die energieautarke Zukunft. Diese Klima- und Energie-Modellregionen zeigen modellhaft wie die Nutzung regionaler Ressourcen forciert werden kann. Bislang konnten wir 437 Gemeinden mit 840.000 Menschen, das sind immerhin 10 % der Österreichischen Bevölkerung, in diesen Prozess involvieren“, erklärt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds das Ziel der Ausschreibung.

Durch die Verwendung lokaler Ressourcen und den Einsatz von Erneuerbaren Energien können Kosten gesenkt und die Umwelt geschont werden. Neben umweltrelevanten Aspekten wie der Reduktion von Treibhausgasen geben Klima- und Energiemodellregionen auch wichtige wirtschaftliche Impulse im Hinblick auf neue Arbeitsplätze. „Österreich ist reich an Erneuerbarer Energie. Wenn wir diese Chancen nutzen, werden alle davon profitieren, die Bevölkerung, die Wirtschaft und vor allem die Umwelt.“, meint Berlakovich abschließend.

 

Ausschreibungsdauer: 29.6.-27.10. 2010

Details zum Förderprogramm „Klima- und Energiemodellregionen“ unter: www.klimafonds.gv.at/klimaundenergiemodellregionen