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ZERO Logistics

ZERO Logistics (Zero Emission Roll-Out – Cold Chain Distribution): Anhand der Fallstudie zur Lieferung frischer Bio-Lebensmittel in Oberösterreich/Linz wird der Einsatz von temperaturgeregelten Elektrofahrzeugen an zwei verschiedenen Arten von E-Vans experimentell demonstriert. Zu diesem Zweck werden vorhandene E-Fahrzeuge umgebaut und mit einer innovativen Kühleinheit ausgestattet, die direkt an die Fahrzeugbatterie angeschlossen wird. 

Das bestehende Logistiksystem wird um einen City Hub und buchbare Smart Charging Zones erweitert, um das Nachladen auf der Tour zu ermöglichen und so eine ausreichend hohe Nutzlast zu gewährleisten.

Basierend auf den Ergebnissen der Demonstration wird der zuvor entwickelte theoretische Rahmen zur Messung der Nullemission evaluiert. Schließlich wird eine Migrationsstrategie für temperaturgesteuerte Fahrzeuge entwickelt und Rollout-Anleitungen für die praktische Umsetzung durch Flottenbetreiber erstellt.

Beschreibung:

Das öffentliche Interesse an einer Zero Emission Logistik ist grundsätzlich groß. Betrachtet man jedoch die Fuhrparks der ausliefernden Unternehmen, ist die Anzahl der emissionsfrei fahrenden Fahrzeuge verschwindend gering. Es besteht weiterhin ein Mangel an in Serie hergestellten Fahrzeugmodellen von verlässlichen Partnern. Zudem verfügen e-Fahrzeuge aufgrund des Batteriegewichts über eine geringere Nutzlast, eine eingeschränkte Reichweite und sind zudem vielfach deutlich teurer in der Anschaffung.

Da im Leuchtturm-Projekt LEEFF konventionelle N1-Zustellfahrzeuge elektrifiziert und deren Einsetzbarkeit im Rahmen einer Paketzustellung bereits demonstriert wurde, geht das vorliegende Vorhaben einen Schritt weiter und adressiert temperaturgeführte Güter, die im Schnitt kleiner, leichter, wertvoller und primär im urbanen Bereich ausgeliefert werden – und sich daher hervorragend für eine elektrische Zustellung eignen. Als Fallstudie dient ein sehr sichtbarer Anwendungsfall einer innerstädtischen Lebensmitteldistribution im Raum Wien, die primär Endkonsumenten beliefert und eine durchgehende Temperaturführung erfordert. Allerdings wird das Anwendungsbeispiel in zweifacher Form hinsichtlich des Einsatzes von Elektromobilität adaptiert: Zum einen wird ein City-Hub einbezogen, von dem aus inner­städtische Zustelltouren mit e-Transportern starten. Zum anderen werden inner­städtische Ladezonen mit der Möglichkeit ausgestattet, während der Tour nachzuladen (und somit die Batteriekapazität zu minimieren).

Die hierfür relevanten Standorte werden in Abstimmung mit städtischen Energieversorgern ausgewählt und mittels eines zu entwickelnden App-Prototyps für den Nachladevorgang reservierbar gemacht. In technischer Hinsicht wird die Einbindung einer innovativen, weiterentwickelten Kühleinheit in bestehende E-Vans demonstriert. Gleichzeitig wird das Verhältnis von Dämm­stärke, Kühltemperatur und Nutzlast in Form eines praktisch einsetzbaren Konzepts optimiert.

Bereits durch den Projekttitel „Zero Emission Roll-Out: Cold Chain Distribution“ kommt der experimentell-pragmatische Charakter des vorliegenden Projektes (es adressiert TRL-Level 7) zum Ausdruck: Schon 11 Monate nach Projektbeginn wird der Demonstrationsbetrieb gestartet, auf Basis dessen die erforderlichen Primärdaten gemessen und gesammelt werden. Darauf aufbauend kann das zuvor erstellte theoretische Framework zur Messung der „Zero Emission“ evaluiert werden, wobei an dieser Stelle weitere relevante Stakeholder und potenzielle Anwender einbezogen werden. Abschließend wird eine Migrationsstrategie für temperaturgeführte Fuhrparks in Richtung gemischter / reiner e-Flotten erarbeitet sowie Roll-Out Guides für eine praktische Umsetzung bei Fuhrparkbetreibern erstellt.

Neben einem experimentellen Fahrzeugkonzept für temperaturgeführte Transporte der N1-Klasse – sowohl in der „Caddy“ mit kleinerem Ladevolumen, als auch in der größeren „Van“-Variante – wird als konkrete technische Weiterentwicklung ein signifikant effizienteres und mit der Fahrzeugbatterie verbundenes Kühlaggregat durch das Projekt angestrebt.

Bisherige Ergebnisse: Projekt mit 1.10.2019 gestartet; Konsortialmeeting, Verträge, Framework Design

Projektdauer: Start: 01.10.2019, angesetzte Projektlaufzeit: 18 Monate

Projektkosten: Total ca. 1,7 Mio. €; knapp 1 Mio. € Förderung durch den Klima- und Energiefonds.

Eckdaten Projektleitung:

i-LOG Integrated Logistics GmbH
DI(FH) Nikolaus Skarabela
Effizienz- und Mobilitätsbeauftragter
i-LOG Integrated Logistics GmbH
Schachinger Logistik-Gruppe
A-4063 Hoersching, Logistikpark 1
Tel. +43 (0)7221 707-0
Fax +43 (0)7221 707-444

Projektpartner

  • Johannes Kepler University Linz
  • AIT Austrian Institute of Technology GmbH
  • PRODUCTBLOKS GmbH
  • Energie Ingenieure Consulting GmbH
  • Voltia AT GmbH
  • Consistix GmbH
  • Achleitner Biohof GmbH