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URCHARGE

URCHARGE – Smart load management for the large-scale application of charging infrastructure in an urban area – schließt eine Lücke in der Forschung zu Ladeinfrastruktur für E-Autos im urbanen Bereich und testet entsprechende Infrastruktur im großen Wohnbau mit einem optimalen Lastmanagementsystem, um die Anforderungen an das Netz zu minimieren. Daraus werden entsprechende Geschäftsmodelle abgeleitet und ergänzend eine Analyse der Kundenanforderungen an die Ladeinfrastruktur durchgeführt. Dadurch soll durch URCHARGE eine Basis für mehr Akzeptanz der EMobilität und einen weiteren Schritt in Richtung Zero Emission Mobility schaffen.

Ein optimaler Lastmanagement Algorithmus wird für den steigenden Anteil an Elektromobilität und eine dementsprechende Anzahl von Ladestationen im großen Wohnbau entwickelt, um die Anforderungen an das Netz zu minimieren. Mithilfe eines Simulationsmodells werden unterschiedliche Innovationen berücksichtigt und ein breites Spektrum an Ladeprofilen und ihre Auswirkung auf die Netzlast analysiert. Damit kann die Verbesserung durch das Lastmanagementsystem, das aus dem Projekt hervorgeht, verifiziert werden. Dieses wird in einer Pilotphase von 6 Monaten von einigen Nutzern getestet. Die erkannten technischen und ökonomischen Voraussetzungen fließen in entsprechende Geschäftsmodelle ein.

Die Laufzeit beträgt 28 Monate (01.02.19/01.06.21).

Die TU Wien übernimmt die Konsortialführung und fokussiert sich als Forschungspartner auf die Analysen möglicher Netzengpässe anhand eines Simulationsmodells mit einem Pool an Ladeprofilen. Zudem werden Innovationen berücksichtigt, die in der Demophase nicht real zu testen sind, aber zur Verwirklichung von Zero Emission Mobility beitragen können. Die KEBA AG, spezialisiert sich auf Lastmanagement Algorithmus-und Software, während die Linz AG für den Infrastrukturaufbau verantwortlich ist und das Wissen um Markt und Anforderungen des E-Auto Nutzers mitbringt.

Das Projekt wird auch eine sozioökonomische Analyse beinhalten, um diese Anforderungen an die Ladeinfrastruktur auf Nutzerseite besser zu verstehen. Dafür ist die ETA GmbH ein wichtiger Partner, der Erfahrung im Bereich aktueller Innovationen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und dem Vorantreiben der Akzeptanz hat und auch die Konkurrenz gegenüber Innovationen im öffentlichen Bereich einschätzen kann. Die Neue Heimat OÖ bietet einen großen Wohnbau im Gebiet Linz Urfahr für die Demophase an und übernimmt die Akquisition einer signifikanten Anzahl von Nutzern.

Mit diesen Bestandteilen des Projekts und wertvollen Kooperationen soll eine Umfassende Analyse der Anforderungen für das private Laden im urbanen Bereich geschaffen werden. Dies soll den Markt und die Reduktion der CO2 Emissionen im Verkehr fördern.

Update:

Momentan wird die 6-monatige Demophase erfolgreich durchgeführt (15.5.20-15.11.20). Hier testen 50 TeilnehmerInnen jeweils ein E-Auto zur Verfügung gestellt von Sonnleitner. Die Ladevorgänge werden von einer Kontrollstation mittels Lastmanagement koordiniert und wichtige Tests für das Laden der Zukunft gemacht. Außerdem wurden nicht nur während der Umsetzung und Installation der Ladeinfrastruktur wichtige regulatorische Unsicherheiten aufgedeckt, sondern auch Feedback von den NutzerInnen zur Erfahrung mit den E-Autos und mit der Ladeinfrastruktur gewonnen. Aus den Umfragen der ETA unter den TeilnehmerInnen ziehen wir wichtige Erkenntnisse zur Einstellung zur E-Mobilität und der Veränderung dieser, sowie des Fahrverhaltens durch das E-Auto.

Im Forschungsbereich werden, basierend auf den Parametern des Urcharge Projekts, gerade zwei wissenschaftliche Arbeiten zum Modellieren von Ladeprofilen aus Mobilitätsstudien sowie zu den ökonomischen und ökologischen Auswirkungen von effizientem Lastmanagement veröffentlicht.

Aus Presseaussendung der Linz AG:

Kommentar von ProjektleiterIn:

TU Wien, Jasmine Ramsebner MSc, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin:

„Als Projektleiter und Forschungspartner schätzen wir das ‚Urcharge‘-Projekt aufgrund seiner Ganzheitlichkeit, die im Bereich der Ladeinfrastruktur für den großen Wohnbau im urbanen Gebiet einzigartig ist. Eine Demonstrationsphase von fast einem halben Jahr mit 51 Teilnehmern ist außerordentlich wertvoll bezüglich des realen Ladeverhaltens und für die Verifizierung unserer Forschungsergebnisse im Modell. Diese Erkenntnisse fließen in ein Konzept zum privaten, urbanen Laden, um Komfort, Leistbarkeit und dadurch Akzeptanz der E-Mobilität voranzutreiben und Zero Emission Mobility im Individualverkehr zu erreichen“.

Kommentar von Initiator:

LINZ AG, DI Erich Haider, MBA, Generaldirektor:

„Die LINZ AG bietet bereits sehr erfolgreich Ladelösungen und -produkte für die Bedarfe im öffentlichen Raum, im mehrgeschossigen Wohnbau, für zuhause und für Unternehmen an. Wir sind sehr optimistisch, dass wir mit dem Demonstrationsprojekt entscheidende Erkenntnisse zur Alltagstauglichkeit der E-Mobilität gewinnen werden und einen wichtigen Beitrag hin zu mehr Nachhaltigkeit im Straßenverkehr leisten können. Die LINZ AG unterstreicht damit wie auch mit ihrer modernen Busflotte und dem innovativen Mobilitätsangebot ‚tim‘ einmal mehr ihr Engagement hinsichtlich emissionsfreier Antriebe“.

Eckdaten Projektleitung

  • TU Wien-EEG
    Primäre Ansprechperson: Jasmine Ramsebner (MSc), ramsebner@eeg.tuwien.ac.at;
    Univ.Prof. DI Dr. Reinhard Haas, haas@eeg.tuwien.ac.at