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E-MOBILITÄT IN DER PRAXIS – PROJEKTE – ERGEBNISSE – ERFAHRUNGEN

Die Ausschreibung „E-Mobilität in der Praxis“ ist eine Fortführung des Programms „Modellregion Elektromobilität“ und zielt darauf ab, Barrieren für eine breite Markteinführung abzubauen und ausgereifte Technologien und Elektromobilitätsangebote einer breiteren Öffentlichkeit bewusst und zugänglich zu machen. Im Rahmen der Veranstaltung „E-Mobilität in der Praxis: Projekte – Ergebnisse – Erfahrungen“ am 16. Mai 2019 wurden alle 18 Projekte, welche in den Jahren 2017 und 2018 durch den Klima- und Energiefonds unterstützt wurden vorgestellt.

Unter diesem Link finden Sie die PowerPoint Präsentationen zu den Kurzvorträgen.

 

TANKE WIEN

Der Startschuss für ein flächendeckendes Ladenetz im öffentlichen Raum in Wien ist gefallen: Am 6. April gingen die ersten 10 Ladestellen für Elektroautos im Bezirk Floridsdorf in Betrieb, am Tag darauf folgten weitere 10 Ladestellen in der Brigittenau. Stromtanken ist dort ab sofort möglich. Über 60 Ladestellen in den Bezirken Leopoldstadt, Mariahilf, Neubau, Hietzing, Rudolfsheim und Ottakring sind bereits errichtet und werden in den nächsten Wochen ebenfalls ans Netz angeschlossen.

„Mit den 1.000 neuen, öffentlichen Ladestellen schaffen wir ein flächendeckendes Stromtankstellennetz in ganz Wien“, freut sich Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke. „Mitten in der Stadt kann man sein Elektrofahrzeug volltanken – so bequem wie ein Smartphone und so umweltfreundlich wie von der eigenen Solaranlage, nämlich mit 100% Ökostrom. Das ist neben dem massiven Ausbau der Öffis ein weiterer wichtiger Baustein für umweltfreundliche, emissionsfreie Mobilität in unserer Stadt.“

Während nun in den ersten Bezirken schon elektrisch getankt werden kann, wird an vielen anderen Stellen noch gebaggert, fundamentiert und werden Kabel verlegt. In der ersten Phase bis zum Sommer 2018 errichtet Wien Energie im Auftrag der Stadt Wien insgesamt 230 Ladestellen mit jeweils 11 Kilowatt Leistung zum beschleunigten Laden. Das sind zehn in jedem Wiener Gemeindebezirk. Der Vollausbau mit 1.000 Ladestellen wird Ende 2020 abgeschlossen sein.

„Der motorisierte Verkehr verursacht in Wien rund 40 Prozent der CO2-Emissionen. Das muss nicht sein. Elektromobilität von Wien Energie wirkt dem entgegen. 20 öffentliche E-Ladestellen gehen heute und morgen ans Netz. Das ist ein wichtiger Schritt eines Projekts, das den PKW-Verkehr in Wien verändern wird“, ist Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl überzeugt. „Der Erfolg der Elektromobilität steht und fällt mit einer starken Infrastruktur. Wir investieren deshalb 15 Millionen Euro in den Ladestellenausbau.“

Im ersten halben Jahr, bis ein Grundstock an öffentlichen E-Ladestellen in Wien errichtet sein wird, wird das Laden an den neuen, öffentlichen Ladestellen in allen Bezirken kostenlos sein. „Wir wollen den Umstieg auf umweltfreundliche E-Mobilität besonders einfach machen und laden mit dieser Eröffnungsaktion alle ein, das Laden an den neuen öffentlichen Stationen auszuprobieren“, so Strebl. „Die Stationen zu nutzen, ist denkbar einfach: Während das Elektrofahrzeug abgestellt ist, wird der Akku bei vielen derzeit gängigen Elektroauto-Modellen in weniger als drei Stunden aufgeladen. Die gewonnene Zeit lässt sich sinnvoll für Einkäufe, Erledigungen oder Geschäftstermine im Bezirk nutzen.“

Sicher und komfortabel – so funktioniert die E-Ladestelle

Die Parkzone bei den neuen öffentlichen Ladesäulen ist von Beginn an ausschließlich für das Stromtanken von Elektrofahrzeugen reserviert. Die E-Ladestellen können das ganze Jahr rund um die Uhr benutzt werden. Nach dem Abstellen und Anstecken wird das Fahrzeug identifiziert und der Ladevorgang gestartet. Das wird durch eine farbliche Signalisierung angezeigt. Von Montag bis Sonntag zwischen 8:00 Uhr und 22:00 Uhr muss der Platz nach Beendigung des Ladevorgangs, jedenfalls spätestens, wenn das E-Auto vollgetankt ist, wieder freigegeben werden. Zwischen 22:00 und 8:00 Uhr kann das Elektro-Fahrzeug stehen bleiben. Bis zum Herbst wird ein weiteres Service entwickelt: die Verständigung vom Ende des Ladevorganges per Handynachricht.
 
Abrechnung per Oktober
 
Ab 1. Oktober 2018 – also nach Ende der Gratis-Schnupperzeit – ist das Laden ganz normal kostenpflichtig. Zusätzliche Parkgebühren fallen nicht an. Die Parkfelder für das Stromtanken werden von der Stadt Wien beschildert. Die Authentifizierung erfolgt über die Wien Energie-Ladekarte, über die Ladekarte eines Partnerunternehmens im BEÖ oder per Direct-Payment mittels Kreditkarte. Die Abrechnung erfolgt wie gewohnt über die Ladekarte bzw. direkt über die jeweilige Kreditkartenfirma.
 
Folgende Standorte gehen im April in Betrieb:
 
Ab 5. April:
1210 Wien: Am Spitz 9, Jedleseer Str. 66, Brünner Str. 75, Stammersdorfer Str. 137, Fultonstrasse 31
 
Ab 6. April:
1200 Wien: Karajangasse 2, Raffaelgasse 16, Traisengasse 2, Vorgartenstraße 29, Wexstraße 19-23
Bei der Standortauswahl für die neuen Stationen werden unterschiedliche Kriterien wie die Attraktivität des Standortes (Umsteigemöglichkeit auf Öffis, Einkaufsmöglichkeiten, etc.), Frequenz und Auslastung, Anschlussmöglichkeiten an das Stromnetz und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt.
 
Ein wichtiger Baustein im Projekt ist die Bürgerbeteiligung. Zur Finanzierung entwickelte Wien Energie ein Partizipationsmodell für die Bevölkerung, das im Herbst auf reges Interesse stieß. Mit dem Kauf von Gutscheinpaketen konnte sich die Wiener Bevölkerung im Herbst am Ausbau der Elektromobilität beteiligen und von attraktiven Vergütungen profitieren. Statt 2.500 geplanten Beteiligungspaketen wurden 8.000 verkauft. Insgesamt investierten die Wienerinnen und Wiener so 2 Millionen Euro in die Mobilitätswende.
 
Wien Energie setzt seit Jahren auf Elektromobilität und hat im Großraum Wien bereits jetzt mehr als 550 öffentlich zugängliche Ladestellen in Betrieb. Diese befinden sich vor allem in halböffentlichen und privaten Anlagen – zum Beispiel in Parkgaragen, Wohnhausanlagen sowie auf Parkplätzen von Partnerunternehmen wie der Handelskette Spar. Auch das anbieterübergreifende Laden von Elektroautos ist möglich. Wien Energie-Kundinnen und Kunden können seit einem Jahr mit nur einer Ladekarte von Wien bis Bregenz tanken. Das österreichweite Laden ist damit deutlich einfacher und attraktiver. Über das Partner-Netzwerk des Bundesverbands Elektromobilität Österreich (BEÖ) können über 1.800 Ladestellen in ganz Österreich genutzt werden. Weitere Informationen finden Sie hier. 6.4.2018
 
Bild: V.l.n.r.: Michael Strebl, Vorsitzender Geschäftsführer Wien Energie, Peter Weinelt, Generaldirektor-Stv. Wiener Stadtwerke, Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke und Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf.

ELEKTROMOBILITÄT UND DIGITALISIERUNG

Der Grazer Prüftechnik-Spezialist AVL Ditest konnte seinen Umsatz im Bereich Elektromobilität gegenüber dem Jahr 2016 mehr als verdoppeln. Heuer erwartet das Unternehmen eine substanzielle Umsatzsteigerung auf deutlich über 50 Millionen Euro. Grund dafür sind sowohl die wachsenden Geschäftsbereiche Elektromobilität, Fahrzeugdiagnose und Klimaservice, in denen ein Umsatzplus erwartet wird, als auch bedeutende Aufträge von großen Fahrzeugherstellern aus den Vorjahren, die nun zu Umsätzen führen werden. Durch die Änderung der Gesetzgebung zur wiederkehrenden Abgasbegutachtung in Deutschland konnten bereits positive Auswirkungen auf den Absatz der Abgasmessgeräte vermerkt werden. Seit Anfang Januar sieht diese Gesetzesänderung, zusätzlich zum elektronisch Verfahren, die verpflichtende Endrohrmessung bei allen Kraftfahrzeugen vor. In diesem Geschäftsbereich rechnet AVL Ditest auch heuer mit einer Umsatzsteigerung.

 
Als zukunftsorientiertes Unternehmen ist die Forschung und Entwicklung von neuen innovativen Technologien für den Prüftechnik-Spezialisten von großer Bedeutung. „Alternative Antriebsmethoden und E-Mobility werden in den kommenden Jahren zu einem noch wichtigeren Thema werden. In diesen Bereichen konnten wir uns bereits heute als technologischer Vorreiter positionieren und wertvolle Erfahrungen sammeln. Kompetenzen, die unser Unternehmen auszeichnen und von denen unsere Kunden profitieren“, sagt CEO Gerald Lackner. Etwa 17% des Umsatzes fließen daher auch dieses Jahr in die Forschung und Entwicklung. Potenzial sieht Lackner im Bereich Messtechnik, im Besonderen der Hochvoltmesstechnik speziell für Elektrofahrzeuge. Auch neue Analysemethoden, wie eine akustische Kamera zur Ortung und Auswertung von Fahrzeuggeräuschen, sind auf dem Vormarsch, während neue intelligente Technologien, wie Augmented und Virtual Reality, die immer komplexer werdenden Werkstattprozesse unterstützen.
 
Die Werkstatt der Zukunft
 
„Mit der fortschreitenden Digitalisierung bilden sich zukunftssichere Geschäftsbereiche, die die Weiterentwicklung der modernen Werkstätte fördern“, spricht Lackner über neue Möglichkeiten für die Automobilindustrie. „Elektromobilität gewinnt an immer größerer Bedeutung und damit auch die Entwicklung neuer Mess- und Diagnosetools für Elektrofahrzeuge.“ Ebenso sieht der Grazer CEO den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz als wichtigen Schritt in eine digitale Werkstatt der Zukunft.
 
Neben dem Hauptsitz in Graz hat AVL Ditest eine Tochterfirma in Cadolzburg in Deutschland sowie in China. Zu seinen Kunden zählt das Unternehmen sowohl freie Werkstätten und Prüforganisationen wie Dekra und TÜV, als auch große, internationale Fahrzeughersteller wie BMW, den Daimler-Konzern, Jaguar Land Rover, KTM und aus der Volkswagen Gruppe die Marken VW, Audi, Porsche, Seat, Skoda, MAN und Scania. Im Jahr 2017 beschäftigte AVL Ditest insgesamt 266 Mitarbeiter. Davon 129 im Grazer Hauptsitz. 4.4.2018

TOP E-AUTOHAUS 2017

Die Auszeichnung wird von ecoplus in Kooperation mit dem Landesgremium des Fahrzeughandels der Wirtschaftskammer Niederösterreich vergeben: „Autohaus mit den meisten e-Autoverkäufen“ sowie „Autohaus mit dem besten Gesamtengagement“. Die diesjährigen Sieger sind das Mistelbacher Autohaus Polke, die Böhm Wilhelm GesmbH aus Ottenschlag und das Autohaus Waldviertel in Horn. Elektromobilität wird zwar immer mehr auch zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor, erfordert aber vom Handel deutlich mehr Engagement als der Verkauf konventioneller Fahrzeuge. Die Top e-Autohäuser 2017 zeigen eindrucksvoll, dass es sich lohnt, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Die Auszeichnung Top e-Autohaus wird in zwei Kategorien vergeben. In der Kategorie 1 „Autohaus mit den meisten e-Autoverkäufen“ wurde die Anzahl verkaufter, reiner e-Fahrzeuge an der Betriebsstätte im Jahr 2017 gewertet. Hier trug das Autohaus Polke aus Mistelbach wie auch bereits im Vorjahr den Sieg davon. Mit 106 verkauften e-Autos im Jahr 2017 konnten die Verkaufszahlen im Vergleich zu 2016 fast verdoppelt werden.

Die Kategorie 2 „Autohaus mit dem besten Gesamtengagement“ konnten gleich zwei Autohäuser für sich entscheiden: die Böhm Wilhelm GesmbH aus Ottenschlag und das Autohaus Waldviertel aus Horn holten ex aequo den Kategorie-Sieg ins Waldviertel, wobei das Autohaus Waldviertel bereits zum zweiten Mal Kategorie-Sieger wurde. In der Kategorie 2 wurden die Anzahl der eigenen Veranstaltungen zum Schwerpunkt e-Mobilität, die Anzahl der unterstützten themenspezifischen Veranstaltungen, bewusstseinsbildende oder qualifizierenden Maßnahmen, die Ausstattung des Betriebs im Bereich e-Mobilität sowie sonstige Maßnahmen wie die Unterstützung der e-Mobilität für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewertet. Die Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ wird von ecoplus umgesetzt. In Zusammenarbeit mit der ella AG und Raiffeisen Leasing bekommen die siegreichen Autohäuser ergänzend zur Auszeichnung auch jeweils einen Luxus-Themengutschein in Höhe von 1.500 Euro.

Bild: v.l.n.r: Wolfgang Schirak – WKNÖ Obmann Landesgremium des Fahrzeughandels Niederösterreich, Helmut Miernicki – Geschäftsführer ecoplus GmbH, LR Petra Bohuslav, Thomas Polke – Geschäftsführer Autohaus Polke GmbH, Stefan Mayr – Geschäftsführer Autohaus Waldviertel GmbH, Wilhelm Böhm – Geschäftsführer Wilhelm Böhm GesmbH, Peter Heinzl – Abteilungsleitung Channel Management Raiffeisen Leasing, Sigrid Ledermüller – Wilhelm Böhm GesmbH, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Markus Haidl – Vorstand ella AG, Klaus Alberer. 28.3.2018