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Klimafonds
Dossier
Wasserstoff

Projekt
HySnow

Auch in Wintersportgebieten sind die Lärm und Schadstoffreduktion sowie die Möglichkeit der Nutzung  erneuerbarer Energiequellen ein großes Thema. Das Interesse und die Nachfrage der Betreiber steigt stetig. HySnow setzt den Energieträger Wasserstoff ein, um einen emissionsfreien Energiekreislauf in alpinen Tourismusregionen zu schaffen.

Konkret wird die gesamte Kette, von der Photovoltaikanlage über die Wasserstoffproduktion mit Betankungsanlage bis hin zu einer kleinen Schneemobilflotte mit Brennstoffzellenantrieb, entwickelt, aufgebaut und unter realen Betriebsbedingungen im Skigebiet Hinterstoder-Wurzeralm getestet.

HySnow demonstriert gesamtheitlich die Vorteile und den Nutzen innovativer Wasserstofftechnologie und legt den Grundstein für die zukünftige Produktion von emissionsfreien Mobilitäts- und Nutzfahrzeuglösungen. 

HIGHLIGHTS
> Demonstration eines durchgängigen Wasserstoff-Energiekreislaufs
> Errichtung der ersten Wasserstofftankstelle in alpiner Umgebung
> Direkte Kopplung von Photovoltaik- und Elektrolyseanlage
> Entwicklung eines Brennstoffzellenantriebs für Schneemobile
> Betrieb und Evaluierung unter realen Betriebsbedingungen

Ziel ist die Wasserstoffproduktion aus erneuerbarer Energie, wofür im Rahmen des Projekts eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung im Skigebiet installiert wurde. Die Erzeugung des Wasserstoffs erfolgt mittels  Elektrolysemodulen.

Hierzu wurde am Berg eine Wasserstoffproduktionsanlage inklusive einer Betankungszapfsäule errichtet. Eine besondere Herausforderung ist der Anlagenbetrieb in alpiner Umgebung mit tiefen Temperaturen, reduziertem Luftdruck und wechselnden Wetterbedingungen. Um Wetterstörungen auszugleichen und einen uneingeschränkten
Fahrzeugbetrieb zu gewährleisten, verfügt die Anlage über große Wasserstoffspeicher. Den Schwerpunkt bildet die Analyse des realen Betriebs, die Optimierung der Betriebsstrategie zur Effizienzsteigerung sowie die Ermittlung
von Kosteneinsparungspotenzialen. Weiters werden zwei Schneemobil-Prototypen mit Brennstoffzellenantrieb aufgebaut.

Das Brennstoffzellensystem wird speziell für alpine Einsatzbedingungen entwickelt. Für die Integration des Antriebsstrangs wurden Serienfahrzeuge entsprechend modifiziert. Darüber hinaus wurde entsprechend der Reichweitenanforderung ein Wasserstoffspeichersystem entwickelt und in das Fahrzeug integriert.

Wesentliche Vorteile der Wasserstofftechnologie sind die vergleichsweise hohe Reichweite sowie kurze Betankungszeiten, wodurch eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit erzielt wird. Zusätzlich kann das Brennstoffzellenfahrzeug auch als Stromquelle für den Betrieb externer Geräte oder Werkzeuge genutzt werden.

Kernthemen bei der Entwicklung des HySnow-Brennstoffzellenantriebs sind die Beschaffung geeigneter Komponenten, der Kaltstart der Brennstoffzelle, die Steigerung der Dynamik, die Optimierung des Wärmemanagements sowie der Test unter realen Betriebsbedingungen im Skigebiet.

Die Eckdaten

  • Projektzeitraum: 2017–2021
  • Konsortialführer: BRP-Rotax GmbH & Co KG
  • Partner: HyCentA, Institut für Elektrische Meßtechnik und Meßsignalverarbeitung (EMT) der TU Graz, Fronius, Elring Klinger, ECUSOL, Hinterstoder/Wurzeralm Bergbahnen
  • Förderung durch Klima- und Energiefonds: 2,6 Millionen Euro
  • Gesamtkosten des Projektes: 5,6 Millionen Euro

Pressekontakt

Klima- und Energiefonds

Mag. Katja Hoyer
Gumpendorfer Straße 5/22
1060 Wien
Tel. (+43 1) 585 03 90-23

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