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Klimafonds
Dossier
Wasserstoff

Projekt
HERO

Ziel des Projektes „HERO – Hydrogen Refuelling Optimisation“ ist die Entwicklung einer kosteneffizienten, optimierten und sicheren Wasserstofftankstelle.

Stand: Jänner 2021

Wasserstoff-Mobilität gehört die Zukunft – da sind sich viele Experten einig. Allerdings fehlt es momentan noch an der Infrastruktur, sowohl hinsichtlich Fahrzeugen als auch an Betankungsmöglichkeiten. Die nach wie vor sehr überschaubare Zahl an Wasserstoff-Tankstellen liegt vor allem daran, dass sie im Vergleich zu konventionellen Tankstellen komplexer sind, auf teuren Spezialkomponenten basieren und die Errichtung daher vergleichsweise viel Geld kostet. Durch neue Kühlkonzepte, ein verbessertes Dispenser-Design, eine Optimierung der Kontrollstrategie und eine Anpassung der Betankungsprotokolle könnte allerdings eine Erhöhung der Gesamteffizienz und damit eine deutliche Verringerung der Gesamtkosten erreicht werden, so das Team des Projekts „HERO“ (kurz für „Hydrogen Refuelling Optimisation“).

Wasserstoff-Tankstelle

Im Rahmen des Projekts soll unter anderem das Konzept der Fronius Wasserstofftankstelle Solhub optimiert werden. © Fronius

Ziel des im Mai 2020 gestarteten Forschungsprojekts ist daher die Entwicklung einer optimierten, kostengünstigen und sicheren Betankungslösung. Dafür sollen unter anderem neue Kühlkonzepte entwickelt werden, die eine schnelle und zuverlässige Betankung bei 350- und 700-bar-Betankungen ermöglichen. Durch die Untersuchung unterschiedlicher Anwendungsfälle kann das Gesamtsystem hinsichtlich Betankungsprotokollen und gleichbleibend hohem Sicherheitsstandard entsprechend optimiert werden. Die begleitende Gesamtanlagensimulation soll dabei eine kompakte und zielgerichtete Entwicklung gewährleisten. Parallele Use-Case-Analysen ermöglichen außerdem die Entwicklung eines erfolgreichen Business Case für einen tatsächlichen Roll-out sowie eine hohe lokale Wertschöpfung, um Österreich als Wirtschaftsstandort für zukünftige Wasserstoffanwendungen zu positionieren.

Aktuell (Stand Oktober 2020) wird intensiv an den Simulationsmodellen gearbeitet, welche die Grundlage für die effiziente Anlagenauslegung und optimale Regelungsentwicklung bilden. In Bezug auf die Entwicklung des geplanten Demonstrators wurden bereits erste Systempläne entwickelt und Komponenten ausgewählt. Demnächst wird mit der Konstruktion eines ersten einfachen Konzepts begonnen.

Die Eckdaten

  • Projektzeitraum: 05/2020–04/2023
  • Konsortialführer: Fronius International GmbH
  • Partner: EDC-Anlagentechnik GmbH, Kustec Kälte- und Systemtechnik GmbH, HyCentA Research GmbH, TU Graz – Institut für Regelungstechnik und Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik
  • Förderung durch Klima- und Energiefonds: rund 960.300 Euro
  • Gesamtkosten des Projekts: rund 2,02 Millionen Euro