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Klimafonds
Dossier
Urbane Kühlung

Projekt
Tröpferlbad 2.0

Kühlende Oasen in der Stadt schaffen: „Tröpferlbad 2.0“ untersucht das Potenzial technischer und planerischer Umsetzungen kühlungsoptimierter Stadtfreiräume.

Stand: Mai 2019

Für Tausende Wiener ArbeiterInnen waren die ab Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Volksbäder (im Volksmund aufgrund ihres oft spärlichen Wasserflusses „Tröpferlbad“ genannt) jahrzehntelang die einzige Möglichkeit zur gründlichen Körperreinigung und damit ein wichtiger Faktor für die allgemeine Hygiene und das Wohlbefinden. Einen ähnlich positiven Effekt wollen nun die Projektpartner von „Tröpferlbad 2.0“ mit der Schaffung von kühlungsoptimierten Stadtfreiräumen (sogenannte Coolspots) als Maßnahme gegen die steigenden Temperaturen in unseren Städten anstoßen.

Das Projekt bearbeitet technische, ökologische und soziale Aspekte der Entwicklung und Errichtung modularer, wandelbarer und rasch erweiterbarer „Coolspots“ mit hoher Aufenthaltsqualität. Dazu werden zur Einbeziehung der Bevölkerung unterschiedliche Partizipationsmaßnahmen erprobt und entwickelt. Im Fokus stehen dabei von der Erwärmung besonders betroffene vulnerable Gruppen, kranke und ältere Menschen, Kleinkinder sowie im Freien arbeitende Personen. Außerdem werden Erkenntnisse über das Mikroklima, die eingesetzten Materialien, die Energiebereitstellung und das Nutzverhalten gesammelt und ausgewertet.

Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse werden dann in weiterer Folge zwei Demo-Coolspots in Wien konkret umgesetzt. Zudem sollen die Ergebnisse aus dem Projekt mittelfristig die Schaffung eines Coolspot-Netzwerks im gesamten Stadtgebiet ermöglichen und Ausgangspunkt für zahlreiche ähnliche Netzwerke in ganz Europa werden. Weiters werden die Ergebnisse für die Integration in den zukünftigen Stadtentwicklungsplan (STEP) als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel vorbereitet. Analysen möglicher Finanzierungslösungen für unterschiedliche Freiraumtypen wie beispielsweise Bauträgerkooperationen, Crowdfunding sowie die Betrachtung anderer innovativer und konventioneller Finanzierungsmöglichkeiten runden das Projekt ab.

Die Eckdaten

  • Projektzeitraum: 04/2019–03/2022
  • Konsortialführer: Green4Cities GmbH
  • Partner: Stadt Wien (MA 18, MA 20, MA 22, MA 25 und KBI), Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik, Urban Innovation Vienna GmbH, Rockets Holding GmbH, Wien Energie GmbH, Büro für nachhaltige Kompetenz B-NK GmbH, Die Treiber e.U.
  • Förderung durch Klima- und Energiefonds: rund 508.000 Euro
  • Gesamtkosten des Projekts: rund 863.000 Euro
  • Weitere Informationen unter https://smartcities.at/stadt-projekte/smart-cities/#coolspotnetzwerk-fuer-vulnerable-gruppen